Meine Schule - ein Denkmal

Architektur

Schulprojekt "Denkmal" an der Jacobschule in Stuttgart, Jacobstr. 11 mit den 4. Klassen

  • Rektorin: Frau Gostovic-Schnarrhelt
  • Lehrerinnen: Frau Massa, Frau Rathgeb
  • Architektin: Frau Gabriele Eggert-Muff, Dipl.-Ing., Freie Architektin, Waldstraße 40, 70597 Stuttgart

Architektur und bebaute Umwelt prägen unseren Lebensraum. Sie sind ein Teil unserer Kultur und begleiten uns täglich. Deshalb soll durch das Projekt das Sehen angeregt und geschult werden, die Augen geöffnet für die unmittelbare Umgebung, wie z. B. den Schulweg. Unter diesen Gesichtspunkten wurde das eigen Schulgebäude ausgewählt und analysiert.

Die Jacobschule ist ein denkmalgeschütztes Gebäude im niederländischen Renaissancestil, erbaut 1884 – 1886 von dem Baumeister Adolf Wolff. Sie steht zum größten Teil auf dem 1823 aufgelassenen Jacobfriedhof, der 1564 für die Pestopfer vor den Stadtmauern der Stadt Stuttgart angelegt wurde. Das 4-stöckige Schulgebäude beherbergte damals 36 Klassen für je 60 Schüler, aufgeteilt in einen Mädchen- und Knabenflügel.

Die Toiletten waren damals aus hygienischen Gründen im Hof, wo auch ein Quellwasserbrunnen stand. Die Schule beherbergte außerdem Wohnungen für ledige Lehrer und Badeinrichtungen mit Zinkwannen für die Schüler. Im Souterrain war eine Polizeiwache und Arrestzellen für Delinquenten. Dieser umfangreiche Schulkomplex war von sozialreformerischen Ideen geprägt. 

Vorgehensweise:

  • Gemeinsames Analysieren des Begriffs „Denkmal“
  • Die Geschichte der Jacobschule
  • Das Denkmal Jacobschule im Vergleich zu anderen Denkmälern in Stuttgart wie Altes und Neues Schloss, Stiftskirche, Leonhardskirche
  • Die Biografie des Baumeisters
  • Analysieren und erklären der denkmalgeschützten Fassaden und deren Unterschiede (Straßenansichten, Hofansichten)
  • Unterschiede zum ehemaligen Gebäude nach Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg  

1. Aufgabe

Suchspiel in Gruppen zu je 4 Schülern

Verschiedene Elemente der Fassade wurden vorbereitend herausfotografiert in DIN AGröße und nummeriert. Diese Elemente wurden dann in der großen Fassadenansicht im Maßstab 1:50 abgedeckt und jeweils mit Buchstaben versehen. Die Schüler erhielten eine Suchkarte und mussten die Nummern mit den Buchstaben kombinieren. Unter den 14 Beispielen waren 3 Beispiele von moderneren Gebäuden aus der Umgebung, diese mussten erkannt werden, denn sie gehörten nicht zum Lösungswort, das sich aus der richtigen Kombination ergeben sollte.

2. Aufgabe

  • Ausmessen mit dem Zollstock von Fassadenteilen am Sockel nach Angaben.
  • Ausmessen der Klassenzimmertür nach Angaben. 
  • Ausmessen der Treppenstufen im Schulgebäude

3. Aufgabe
 
Die Schüler erhielten ein Teilbild eines Fassadenschmuckelementes und
mussten die andere Hälfte ergänzend nachzeichnen. 
 
4. Aufgabe (in Bearbeitung mit der Lehrerin)
 
Die Schüler erhielten einen markanten Teilfassadenausschnitt im Maßstab 1:50 und mussten die Fassaden farblich gestalten. 
 
Ergebnis:
Die Schüler waren mit großem Eifer und Interesse dabei. Sie arbeiteten in Kleingruppen mit je 4-5 Schülern. Sie konnten die Aufgaben bewältigen, am meisten hatten Sie Spaß am Ausmessen und an der farblichen Gestaltung der Fassaden. Die farblich gestalteten Fassaden wurden in der Schule beim Schulfest ausgestellt. Man könnte auch einen Fassadengestaltungswettbewerb machen.
Die Suchrallye kam beim Schulfest zum Einsatz.

Empfehlung:
Nicht die 3. Klasse sondern die 4. Klasse sollte für ein derartiges Schulprojekt zum Thema Denkmal ausgewählt werden Die Aufnahme für dieses Thema und die Nachhaltigkeit ist bedeutend größer bei den 4. Klassen.
Das Projekt lohnt sich weitergeführt zu werden.

Dokumentation zum Download mit zahlreichen Bildern

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01.02.2011

Ihre Ansprechpartnerin in der Landesgeschäftsstelle

Claudia Knodel

Claudia Knodel
Architektur und Medien
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