BARRIEREFREI AM HANG
Hintergrund
Das Gebäude ist auf die Bedürfnisse immer älter werdender Menschen ausgerichtet. Diese sind: Sicherheit, gute Begehbarkeit und Barrierefreiheit, Erhaltung der körperlichen Fitness, aber auch Raum für eine eventuelle Betreuungskraft.
Lage
Das Baugrundstück hat eine steile Hanglage. Ursprünglich wurde es als Garten genutzt und war mittels Natursteinmauern terrassiert. Diese lang gestreckten Gartenterrassen hatten hohe Aufenthaltsqualitäten, die in das Projekt eingearbeitet wurden.
Kubatur
Das Gebäude besteht grundsächlich aus zwei "schwebenden Kuben", die aus der terrassierten Landschaft herausragen und sich in der Funktion deutlich unterscheiden:
Der "Steinquader", der auch als Rückzugsbereich dient und als Sicherheitszone entwickelt wurde, beinhaltet den Schlafbereich.
Das "Glashaus", ein Ort der sich stark in den freien Raum orientiert und gewissermaßen an einen lauschigen Platz unter einem Laubbaum im Garten erinnert.
Materialität
Natursteinmauern aus gebrochenen Kalksteinen waren das ursprüngliche Material, aus denen die Mauerterrassen bestanden. Diese Steine wurden abgetragen, zwischengelagert und später wieder als Mauersteine eingesetzt. Das am Gebäude verwendete Verblendmauerwerk aus gesägten Kalksteinen bildet den Kontrast zur landschaftlichen Terrasse.
Glasfassde
Gläser mit einer Einlage aus Holzlamellen bringen eine erhöhte Intimität. Die Dachverglasungen mit integrierter transluzenter Fotovoltaikeinlage verschatten das Gebäude zusätzlich.
Barriere frei
Das Gebäude wurde als barrierefreies Gebäude entworfen, ein Aufzug verbindet die einzelnen Geschosse vertikal miteinander. Auf der 2. Etage spielt sich das tägliche Leben ab. Auf dieser "Terrasse" findet Wohnen, Schlafen, Kochen und Essen statt. Ebenfalls befinden sich dort eine geschützte Terrasse und ein Gartenplätzchen unter einer alten Kastanie. Diese Bereiche sind allesamt ohne Stufen mühelos zu erreichen.
Ökologie + Energie
Bei diesem Gebäude werden in hohem Maße regenerative Energieträger genutzt: Zum Heizen und Kühlen kommt mittels vier Tiefenbohrungen Geothermie zum Einsatz. In die Dachverglasungen sind transluzente Fotovoltaikeinlagen integriert, die das Gebäude zusätzlich verschatten. Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und zur Gartenbewässerung genutzt.

Carmen Mundorff
Architektur und Medien
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Jutta Ellwanger
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Dr. Marc Hirschfell
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