EIN FAMILIENHAUS
Lage
Das Grundstück liegt auf einem Ausläufer des Schleh- und Heckengäus über Nagold mit einem weiten Blick in den Schwarzwald.
Kubatur
Das Gebäude entwickelt sich stufenweise als Dreibund aus dem fallenden Gelände und gliedert sich in drei Baukörper:
1. Die privaten Räume, die in einem eingeschossigen Baukörper über der absinkenden Landschaft schweben (Cocon).
2. Die Erschließungs- und Servicespange, die die Landschaft an das Gebäude bindet (Brücke).
3. Der für Besucher offene, zweigeschossigen Baukörper, der in einem Mäander die tiefer liegende Geländeebene mit dem obenliegenden Wohnbereich verwebt (Plattformen).
Nutzung und Raumprogramm
Ziel dieses Entwurfes war es, ein Gebäude zu konzipieren, das neben den täglichen multiplen Wohn- und Organisationsaufgaben auch die wandelnden Bedürfnisse der Bewohner über die Jahre hinweg berücksichtigt.
Auf folgende Funktionen wurde das Gebäude ausgerichtet:
Folgende Anforderungen können zukünftig erfüllt werden:
Materialwahl
Drei Materialien prägen im Wesentlichen das Erscheinungsbild des Gebäudes: Beton – Holz – Glas
Der Sichtbeton bildet die tragende Struktur, symbolisiert Schutz und Stärke. Die Holzlamellen begrenzen die Raumzonen und vermitteln Wärme und Geborgenheit. Die Glasfassaden und –türen öffnen die Räume für Licht und Durchblicke, erwecken Neugierde und symbolisieren in den Sanitärbereichen Rein- und Klarheit.
Organisation Hauswirtschaft
Um ein optimales Hauswirtschaften zu ermöglichen, wurden alle Räume für die Bewirtschaftung um den zentralen Treppenkern angeordnet. Diese sind im Erdgeschoss: Ankleide, Wäscheraum und Wäscheabwurf, Garderobe und Küche. Im Untergeschoss: Hauswirtschaftsraum und Vorratsräume. Die Ver- und Entsorgung des Gebäudes erfolgt über die Garage, von der aus die Vorratsräume beliefert werden und ein separater Müllraum begangen werden kann.
Intelligente Architektur
Die Gebäudetechnik ist komplett mit interaktiver Regeltechnik ausgestattet. Ein digitales Steuerungspaneel bildet das zentrale Bedienelement, dieses kann auch extern (z.B. über Mobiltelefon) gesteuert und kontrolliert werden. Die Kernfunktionen umfassen:
Haustechnik/Ökologie
Zwei Bohrungen von je 100 m in das Erdinnere liefern die nötige Energie für die Wärmepumpe. Das Gebäude wird ausschließlich über eine flächendeckende Fußbodenheizung erwärmt. Positiver Nebeneffekt: In heißen Sommern kann man die Fußbodenheizung auch zum Kühlen benutzen.
Retention
Das Regenwasser wird in einem offenen Retentionsbecken unter den Schlafräumen gesammelt. Dieses dient als Wasserspender für die Gartenbewässerung, schützt vor offenem Zugang zu den Schlafräumen und kühlt im Sommer die Luft durch Verdunstung.

Carmen Mundorff
Architektur und Medien
Tel: 0711 / 2196-140
Fax: 0711 / 2196-201
mundorff@akbw.de

Jutta Ellwanger
Architektur und Medien
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Dr. Marc Hirschfell
Architektur und Medien
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Fax: 0711 / 2196-201
hirschfell@akbw.de