Konzept
Mit der Querstellung des geplanten Studios wurden zwei unterschiedliche Außenräume geschaffen: der bestehende Wohnbereich mit landschaftlich angelegtem privaten Gartenpark und ein streng gegliederter, zur Schlossstraße orientierter städtischer Platz mit Sitzgelegenheiten und Skulpturen.
Die transluzente Außenhaut lässt das Gebäude monolithisch erscheinen. Der Eingangsrahmen aus Corten-Stahl stellt den Bezug zur Außenwelt her und fokussiert den Besucher, ähnlich einem Fotoapparat. Erst bei entsprechender Belichtung der Innenräume lassen sich die Büroräume und die Blackbox des Fotostudios ablesen.
Konstruktion
Der in Holzständerbauweise ausgeführte Baukörper erhielt eine Vorsatzschale aus bedruckten Glasplatten. Der Zwischenraum mit Hinterlüftung, Sonnenschutzlamellen und Lüftungselementen wirkt als regulierende Schicht zwischen innen und außen. Die Glasplatten sind individuell austauschbar und können mit Motiven des Fotografen bedruckt werden. So wird der ganze Kubus zu einer Plattform für die Präsentation der Fotoarbeiten.
Klima
Das Gebäude reguliert die Innentemperaturen größtenteils über die Lüftungsklappen im Zwischenraum der Glasvorsatzschale. Im Sommerhalbjahr schützen integrierte Jalousien vor Überhitzung. Im Winter gelangt die vortemperierte Außenluft der Vorsatzschale über Lüftungselemente nach innen.
Die Regenwasserversickerung von Dach- und Hofflächen wird durch verschiedene Kiesflächen als ökologisch begründete Maßnahme zum sichtbaren Teil der Hofgestaltung.

Carmen Mundorff
Architektur und Medien
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Jutta Ellwanger
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Dr. Marc Hirschfell
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