Wettbewerb: 9/2004
Bauzeit: 7/2005-5/2007
NGF: 1.198 m²
BGF: 1.375 m²
BRI: 5.445 m³
Baukosten: 3,5 Mio. Euro
Bauleitung: Aldinger & Aldinger mit Wörner Architekten, Stuttgart
Tragwerksplanung: Knippers Helbig Beratende Ingenieure, Stuttgart
HLSE-Planung: Pfeil & Koch Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart mit Müller & Bleher, Filderstadt
Farbgestaltung: CO Design, Salem
Der weitläufige Campus der Waldorfschule Uhlandshöhe wurde um ein weiteres Bauwerk zur Ergänzung und Erweiterung der Ganztagesbetreuung ergänzt. Der Neubau wurde im Rahmen des IZBB-Förderprogramms des Bundes und der Länder zum Ausbau der Ganztagesbetreuung an Schulen unterstützt. Der Bau, der einen Ersatz für die in die Jahre gekommene ‘Hortbaracke’ darstellt, ergänzt die Struktur der villenartigen Bebauung entlang der Haussmannstraße und besetzt als ‘Markstein’ diesen Ort.
Drei Hortgruppen sowie die dazugehörigen Nebenräume und Schlafräume befinden sich im Gartengeschoss und in einem Teil des 1.OG. Im Erdgeschoss findet man den Mensabereich mit Küche sowie den Mehrzweckraum als Erweiterung für die Mensa oder für Unterricht (mit Medienausstattung). Die Oberstufenbibliothek mit Internet-Arbeitsplätzen liegt im Obergeschoss. Das Dachgeschoss bildet ein Mehrzweckraum mit Zugang zur Dachterrasse.
Die zentrale Erschließung des Hort- und Mensagebäude erfolgt von der Schulhofebene aus. Vom Erdgeschoss und dem darunterliegenden Gartengeschoss aus haben alle Aufenthaltsräume einen direkten Zugang ins Freie. Über das zentrale Treppenhaus mit Personenaufzug werden alle Geschosse barrierefrei erschlossen. Ein weiteres Treppenhaus dient als zweiter Fluchtweg. Dem Erschließungskern sind geschossweise Sanitärbereiche zugeordnet. Die Unterstufen-Horträume der Klassen 1-4 im Gartengeschoss haben eine direkte Anbindung zu den Außenspielflächen. Der Speiseraum mit Küchenbereich kann über eine flexible Trennwand mit dem Mehrzweckraum verbunden werden. Eine Mehrfachnutzung, insbesondere bei regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen und Feiern für den Ganztagesbereich, ist möglich.
Das Gebäude ist in Stahlbeton-Bauweise mit Stahlbeton-Flachdecken errichtet, die Stahl-Dachkonstruktion wurde extensiv begrünt. Das Gebäude ist mit einer hinterlüfteten vorgehängten Fassade aus Lärchenholzlamellen verkleidet. Die zum Teil geschosshohen Öffnungen wurden mit Holz-Glas-Elementen geschlossen.
Es sollten helle, freundliche und offene Horträume, Mensaflächen und Arbeitsplätze mit großzügigen Verglasungen geschaffen werden, die gleichzeitig Aus- und Durchblicke, konzentriertes Spielen und Lernen und ein entspanntes, anregendes Einnehmen der Mahlzeiten ermöglichen. Kombiniert werden die Glasflächen mit natürlichen Materialien wie der Holzbekleidung der Fassade, farbig lasierten Sichtbetonoberflächen und den Holzoberflächen der Einbaumöbel.
Das Gebäude ist mit energetischen Maßnahmen wie Geothermie, kontrollierter Lüftung und hoch wärmegedämmter Hülle ausgestattet. Die Maßnahmen sollen sukzessive auf den Schulcampus übertragen werden. Insgesamt entsteht ein Energieeinsparpotential für Neubau und Altbausubstanz von ca. 30%.
Fotograf:
Carmen Mundorff
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Dr. Marc Hirschfell
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