Beispielhaftes Bauen

Architektur

Auszeichnungsverfahren
"Freudenstadt und Calw 2003 - 2010"

Rathaus und Dienstleistungszentrum Altensteig

Rathausplatz 1
72213 Altensteig

Architekt:
Planfabrik SPS Detlef Drescher, Thomas Glodde Ettlingen Projektleiter: Thomas Glodde
Bauherr:
Stadt Altensteig,, vertreten durch Bürgermeister , Gerhard Feeß
Begründung der Jury:
Die städtebaulich hervorragende Ergänzung des Gebäudeensembles schafft einen neuen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität. Das Dienstleistungszentrum empfängt den Bürger im freundlichen, hellen Foyer. Auf dem Weg zur Verwaltung überrascht den Besucher ein grandioser Ausblick auf das Stadtpanorama. Die Multifunktionalität und einladende Gestaltung der Foyer- und Flurflächen sind beispielhaft.

Objektbeschreibung:

Platzierung des Wettbewerbsentwurfes 1. Preis
Baubeginn: November 2004, Fertigstellung: September 2006

Mitarbeit: Juri Andriounin, Andreas Ringle, Maike Schlitter, Christian Herling, Mirco Weschenfelder, Elke Walter

Fachplaner
Tragwerk: Bugenings Eisenbeis Ingenieure, Calw
Haustechnik: Ingenieurbüro Schnepf, Nagold
PRO-PLAN Ingenieurgesellschaft, Nagold
Bauphysik: Ingenieurbüro für Bauphysik Horstmann und Berger, Altensteig

Das neue Rathaus von Altensteig

Der Entwurf für das Neue Altensteiger Rathaus hat seine preisgewürdigten städtebaulichen Merkmale in der Weiterentwicklung bewahrt und neue hinzugewonnen. Nach wie vor versteht sich das Haus als bedeutsamer Baustein im städtischen Kontext, ist nicht allein neues Dienstleistungszentrum, sondern in der Ergänzung zum Marktplatz neue erlebbare Orts-Mitte. Noch deutlicher ist nun das platzbestimmende Ensemble herausgearbeitet: Musikschule und Bürgerhaus stehen im Dialog nebeneinander, der leicht erhöhte neue Rathausplatz wirkt wie eine Bühne gegenüber der historischen Altstadtkulisse. Die Verwaltungsschiene bildet den Rücken zum Hang; der Rathausturm kennzeichnet weithin den Schnittpunkt der Achse Schloss - Nagoldbrücke und der dem Flusslauf folgenden Ortsdurchfahrt und ist Landmarke und Stadt-Zeichen.
Neu ist die Zugänglichkeit zu Rathaus und Bürgersaal: Eine halböffentliche Gasse führt zwischen den beiden Bauteilen hindurch und verknüpft damit das neue Haus mit dem Geflecht der Straßen und Wege der Stadt.

Diese Gasse ist Foyer und Ausstellungsraum, Treffpunkt und Flanierfläche. Von hier werden alle Nutzungen erschlossen. Eine Pforte dient der Orientierung und ersten Ansprache.

Die Erschließung der Ebenen erfolgt über den zentralen Aufzug und großzügige, einläufige Treppen. Galerien, kleine Wartefoyers, Kunst- und Ausstellungsflächen begleiten sie und führen den Besucher auf abwechslungsreiche und zwanglose Art in Höhe und Tiefe des Gebäudes. Und dies immer mit einem grandiosen Ausblick auf das Stadtpanorama.

In der Verwaltungsschiene liegen im Erdgeschoss Stadtkämmerei und Archiv, im ersten Obergeschoss Bürgermeister-, Haupt- und Kulturamt. Das zweite Obergeschoss beherbergt die Räume des Bauamts. Großzügige Besprechungszimmer und notwendige Funktionsräume ergänzen die Nutzflächen. Versorgungseinrichtungen der Hautechnik und Lagerflächen sind im Untergeschoss untergebracht.

Eigenständig und ortsbildprägend direkt am Platz steht das Bürgerhaus. Auf Platzebene beinhaltet es Bürgerbüro und Verkehrsamt, im Obergeschoss unter dem großen Dach den Bürgersaal mit vorgelagertem Foyer. Eine Besuchergalerie bietet zusätzliche
Nutzungsmöglichkeiten. Gestalt und Lage des Hauses dokumentieren in besonderer Weise seine anspruchsvolle Bedeutung. Auch in Materialwahl und Oberflächengestaltung soll dieser Anspruch seine Entsprechung finden.

Nicht unwesentlicher Teil des Gesamtprojekts ist der Garagenneubau im rückwärtigen Hangbereich. Ebenengleich mit dem bestehenden Parkhaus werden 74 Stellplätze geschaffen. Die terrassierten Decks sollen weitgehend begrünt werden.

Planfabrik SPS

Fotograf:
Claudio Hils (1, 3, 4, 5)
Dirk Altenkirch ( 2)

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19.04.2011

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