Drei Tage und drei Nächte hatten die Teilnehmer Zeit, zu entwerfen und zu bauen. Das schmale Budget wurde mit Kreativität und Einsatz kompensiert. Die Anwohner haben rege teilgenommen, die Ergebnisse können sich sehen lassen: Der Stegreif-Wettbewerb 72 Hour Urban Action hat sich gelohnt. lesen Sie den Bericht von Christian Holl hier
"Die Stadt nämlich (...) ist nicht die Angelegenheit der Städtebauer, sondern der Städtebewohner. Es ist nicht nur statthaft, sondern Zeitgenossenpflicht, dass sie sich zum Wort melden. Die Fehlleistung, die sich Städtebau nennt, beruht nicht auf einem Versagen der Techniker als Techniker, sondern auf einem Versagen der Laien; sie überlassen sich den Technikern. Nun ist es aber so: Die Aufgabe stellt der Laie, der Fachmann hat sie zu lösen. Oder so müßte es sein. Wir brauchen den Fachmann: aber als Fachmann auf einem Gebiet, als Architekt, als Konstrukteur, nicht als Ideologe, nicht als Entwerfer der Gesellschaft. Kommt es dazu, weil die Gesellschaft sich nicht selbst entwirft und den Fachmann nicht einsetzt als Diener der Gesellschaft, übernimmt er eine Verantwortung, die ihm nicht zukommt; er übernimmt sich."
Max Frisch (1911 - 1991)
aus dem Vorwort von: Gody Suter, Die großen Städte, Gustav Lübbe, Bergisch Gladbach 1966

Martina Kirsch
Architektur und Medien
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