Ergebnisse der Büroumfrage 2016

Berufspolitik

Im zweijährigen Turnus fragt die Architektenkammer Baden-Württemberg bei den Architekturbüros im Land wirtschaftliche Kenndaten ab. Die aktuellen Ergebnisse für die Befragung 2016 finden Sie hier.

Ergebnisse der Büroumfrage 2016

Gute wirtschaftliche Entwicklung der Architekturbüros in Baden-Württemberg

Mit rund 68.000 Euro ist der Honorarumsatz pro Büromitarbeiter in Baden-Württemberg größer als in jedem anderen Bundesland. Und auch beim Überschuss pro Büroinhaber bzw. Partner liegen die baden-württembergischen Architekturbüros mit an der bundesdeutschen Spitze. In den beiden Jahren seit der letzten Umfrage 2013 sind die mittleren Überschüsse pro Büroinhaber im Land um 26 Prozent (!) gestiegen. Diese und viele andere Zahlen zur Situation der Architekturbüros finden Sie in den Ergebnisberichten zur diesjährigen Büroumfrage auf unserer Homepage.

Diese erfreulichen Zahlen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bandbreite zwischen den Büros groß ist. Denn 22 Prozent der baden-württembergischen Architekturbüros erwirtschaften einen Überschuss von unter 30.000 Euro pro Inhaber. Bei den Ein-Personen-Büros trifft dies sogar auf 38 Prozent zu. Dies sind immer noch sehr bedenkliche Werte, auch wenn sich die Situation in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich verbessert hat. Und eine andere Tendenz ist ebenfalls seit Jahren abzulesen: mit zunehmender Größe verbessert sich die wirtschaftliche Situation eines Büros sowohl insgesamt, als auch je Partner oder je Mitarbeiter.

28 Prozent aller Büros und 53 Prozent der Büros mit mehr als zehn Beschäftigten haben im vergangenen Jahr zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Dabei gestaltete sich die Personalsuche zunehmend schwierig. Knapp 80 Prozent der Büros, die Stellen angeboten hatten, berichten von Problemen bei der Besetzung.

Jeweils zur Hälfte verteilen sich die erbrachten Leistungen auf den Neubau und den Bestandsbau. Wobei mit zunehmender Bürogröße der Anteil der Neubau-Leistungen steigt. Öffentliche Aufträge sorgten für knapp 20 Prozent des Umsatzes aller Büros. Selbst bei den Büros mit mehr als 20 Beschäftigten machen öffentliche Aufträge lediglich ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Der durchschnittliche Bürostundensatz beträgt für Büroinhaber 75 Euro, für angestellte Architekten (d.h. Kammermitglieder) 65 Euro und bei Absolventen der Fachrichtung Architektur 55 Euro. Wenig überraschend steigen die Bürostundensätze mit der Bürogröße.

Als einzige Landesarchitektenkammer nutzen wir die Büroumfrage auch, um bei unseren Mitgliedern die Zufriedenheit mit der Kammer und ihren Serviceleistungen abzufragen. Die am meisten genutzten Serviceangebote sind die Altersversorgung des Versorgungswerks, die Seminare des IFBau sowie der Download von Merkblättern. Deutlich zugenommen hat auch der Besuch von Veranstaltungen auf Kammergruppenebene. Lediglich vier Prozent der Mitglieder bewerten die AKBW mit eher schlecht oder sehr schlecht, 21 Prozent sagen teils/teils. 76 Prozent der Mitglieder bewerten die Arbeit der Kammer insgesamt mit eher gut oder sehr gut. Damit konnten wir die Zufriedenheitswerte nochmals steigern. Dies ist Motivation und großer Ansporn für unsere Arbeit für den Berufsstand.

Hans Dieterle / 09.11.2016

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