Nach den Ergebnissen der ifo Architektenumfrage im April/Mai 2009 hat sich das Geschäftsklima bei den freischaffenden Architekten in Baden-Württemberg erneut leicht aufgehellt. Im bundesweiten Durchschnitt ist die Stimmung jedoch seit dem 3. Quartal 2007 besser.
Die befragten Architekten waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufriedener als im letzten Quartal. Zwar bezeichneten zwei Fünftel der Befragten ihre derzeitige Auftragssituation als "schlecht" (Vorquartal: 39 Prozent), gleichzeitig bewerteten sie jedoch 26 Prozent als "gut" (Vorquartal:21 Prozent). Im Bundesdurchschnitt fielen die Lageurteile abermals günstiger aus. Die Geschäftserwartungen wurden von den Testteilnehmern etwas skeptischer eingeschätzt. Zwar gingen nur noch 29 Prozent der Umfrageteilnehmer – nach 32 Prozent im vorangegangenen Quartal – von einer "eher ungünstigeren" Entwicklung im nächsten halben Jahr aus; gleichzeitig sank jedoch der Anteil der positiven Einschätzungen von 16 auf 12 Prozent.

Im Verlauf des 1. Quartals 2009 konnten 53 Prozent der befragten Architekten in Baden-Württemberg neue Verträge abschließen (Vorquartal: 49 Prozent). Deutschlandweit stieg der Anteil der Architekten, die neue Vertragsabschlüsse verzeichneten, von 49 auf 54 Prozent.

Die Reichweite der Auftragsbestände verkürzte sich bis zum Ende des 1. Quartals 2009 spürbar auf 4,9 Monate (Vorquartal: 5,6 Monate). Der Durchschnittswert für alle befragten Architekturbüros in Deutschland kletterte im selben Zeitraum von 5,2 auf 5,3 Monate. Die Auftragsreserven lagen in Baden-Württemberg damit unter dem Durchschnitt aller Bundesländer.

Ludwig Dorffmeister, ifo
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