Auf der Suche nach Innovationen im Wohnungsbau fand am 19. Februar 2010 im Haus der Wirtschaft der Fachkongress "Initiative wohnen hoch 3" mit Vertretern aus Kommunen, Politik, Bausparkassen und Wohnungswirtschaft sowie Architekten und Stadtplanern statt.
"Die Wohnbedürfnisse der Menschen haben sich grundlegend gewandelt", so Wirtschaftsminis-ter Ernst Pfister MdL, es gelte die daraus resultierenden drängenden Fragen zu beantworten. Hätten sich die Forderungen früher auf die Quantität bezogen, träten nun qualitative Ansprüche in den Vordergrund: Das Wohnumfeld soll gesund sein, Serviceangebote beinhalten, sich mit dem Arbeitsplatz in Verbindung bringen lassen sowie den Anforderungen von Sicherheit, Klimaschutz und Energieeinsparung entsprechen.

Für die Bewältigung dieser komplexen Herausforderungen sehen sich Architekten und Stadtplaner prädestiniert: "Der intelligente und sensible Umgang mit den spezifischen Bedingungen einer Bauaufgabe stellt unsere ureigenste berufliche Kompetenz dar", erklärt Professor Sebastian Zoeppritz, Vizepräsident der Architektenkammer Baden-Württemberg. Der Kammer sei es deshalb eine angenehme Pflicht, in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium den Rahmen für Innovationen beim Wohnungsbau zu entwickeln – für die Umsetzung engagiere sich insbesondere der dritte Partner im Bund, die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen. Dazu deren Vertreter Dr. Jochen Petin: "Die Bausparkassen begleiten die Menschen nicht nur auf dem Weg in die eigenen vier Wände, sondern sie helfen, dass der Wohnungsbestand auf der Höhe der Zeit bleibt – mit Studien, Initiativen und mit ihrem 'Ohr' direkt am Bauherrn." Man werde auch in Zukunft dazu beitragen, dass Innovationen nicht nur Visionen bleiben.

Pfister verwies auf die Fördermittel, die das Land für den Wohnungsbau bereitstellt, und hier wiederum auf den Sondertopf von 10 Millionen Euro vorrangig für innovative Modellprojekte. Um diese zu entwickeln, schlug er einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs vor. Die Fachtagung stellte hier einen ersten Einstieg dar: Mit Foren rund um die Themen neue Wohnformen, Wettbewerb im Wohnungsbau, Nachhaltigkeit, Quartier und Nachbarschaft, bezahlbarer Wohnraum und Umgang mit der Altbausubstanz diente der Kongress dazu, den Status quo zu ermitteln und erste Impulse für die Gemeinschaftskampagne "Innovativer Wohnungsbau in Baden-Württemberg" zu geben.

Ansprechpartner:
Christine Baisch, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Tel. 0711/123-2768

Jochen K. Kübler MdL, Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, Tel. 0791/46-53 38

Carmen Mundorff, Architektenkammer Baden-Württemberg, Tel. 0711/2196-140


» Kongress-Programm
Kampagne
Der Kongress stellte den Auftakt für die Kampagne "Innovativer Wohnungsbau in Baden-Württemberg" dar - diese haben wir im Rahmen des Sommerlichen Empfangs 2009 gemeinsam mit Wirtschaftsminister Ernst Pfister gestartet, um sie in den nächsten Jahren mit Leben und Aktionen zu füllen.


Lesen Sie dazu auch den Artikel Neue Studie zum Wohnungsbedarf im Südwesten erschienen


» Claudia Knodel
» Architektenkammer Baden-Württemberg