Der Trend zum Wohlfühl-Garten

Service
Gartenanlage, Sindelfingen - frei raum concept Sinz-Beerstecher + Böpple, Rottenburg a.N.; Foto: J. Pollak

Wellness, dieser oft benutzte Begriff, der vor allem Anwendungen beschreibt, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern, findet sich auch immer stärker in der heutigen Gartengestaltung wieder. Es geht um die Erholungsmöglichkeiten im unmittelbaren Wohnumfeld. Dabei sehen diese „Wohlfühl-Gärten“, je nach Vorlieben der Besitzer, ganz unterschiedlich aus.

Wohlfühlen durch sportliche Aktivität: Die körperliche Fitness steht im Vordergrund und wird zum Hauptthema des Gartens. Ein natürlich gestalteter Schwimmteich oder ein architektonisch gebauter Naturpool bieten ideale Möglichkeiten zur vielfältigen sportlichen Betätigung. Für ungetrübte, natürliche Abkühlung nach dem Saunagang sorgt ein geringer bemessenes Tauchbecken, gewissermaßen ein Teich in Miniformat. Er findet auch in kleinen Gärten Platz. Eine technisch ausgereifte, mechanische Wasserreinhaltung ersetzt chemische Zusätze und gestaltet das Naturerlebnis intensiver und umweltfreundlicher. Darüber hinaus bieten besondere Rückzugsorte den passenden Rahmen für Gymnastik-Übungen unter freiem Himmel – etwa auf einem Rasenstück oder dem Holzdeck am Ufer. Der Landschaftsarchitekt weiß, wie Geborgenheit zu inszenieren ist. So kann der Bauherr sein persönliches Refugium beispielsweise in einer eingewachsenen Sitzecke mit duftenden Kräutern finden.

Hausgarten mit Pool, Mühlhausen - k3-LandschaftsArchitektur, Villingen-Schwenningen; Foto: Fa. Wildigarten
Foto: Carolin von Lintig, Freie Landschaftsarchitektin

Wohlfühlen durch geistige Entspannung: Tägliche Lärm- und Reizüberflutung verursacht Stress und erzeugt den Wunsch nach Ruhe und geistiger Entspannung. Der Landschaftsarchitekt schlägt in diesem Fall gern eine harmonische und sparsam gestaltete Gartenanlage vor, wie man sie oft in fernöstlich anmutenden Gärten vorfindet. Nichts lenkt den Blick unnötig ab. Die Proportionen von begrünten und befestigten Flächen, von horizontalen und vertikalen Elementen scheinen in einem selbstverständlichen Einklang miteinander zu stehen. Oftmals herrschen immergrüne Pflanzungen in unterschiedlichen Grüntönen und fein abgestimmten Blattstrukturen vor, die sich vereinzelt mit dezenten Blütenstauden abwechseln. Ein sanft plätscherndes Wasserspiel im Hintergrund übertönt bisweilen geschickt die täglichen Lärmbelastungen. Beläge in warmen Farben und Oberflächen verstärken das Wohlbefinden zusätzlich. Bei kleinen Flächen und dem Anspruch nach optimaler Ausnutzung schaffen oftmals gerade regelmäßige, geometrische Formen ein Gefühl der Ordnung und Ausgewogenheit.

Foto: Carolin von Lintig, Freie Landschaftsarchitektin
Garten einer alten Villa bei Freiburg - Landschaftsarchitektin: Gisela Marta Stötzer, Freiburg/Stuttgart

Wohlfühlen durch intensives Naturerlebnis und Gartenarbeit: Ein unbebautes Stück Land auf begrenzte Zeit nach den persönlichen Vorstellungen zu formen, zu kultivieren und der Natur abzutrotzen – in der Natur findet der Mensch oftmals zu seiner ureigenen Bestimmung zurück. Vom langen Baumeln in der Hängematte wird mancher eher nervös. Um Stress abzubauen, braucht er Taten. Arbeitsintensive Rabatten und pflegebedürftige Beete mit unterschiedlichen Nutzpflanzen sind in solchen Fällen wohl die beste Wellnesstherapie. Und dabei spielt es eine eher untergeordnete Rolle, ob sich die Leidenschaft anspruchsvollen Rosenzüchtungen widmet oder ob bedrohten heimischen Pflanzen zu einer Ökonische verholfen wird. Bei der Planung ist der Landschaftsarchitekt gerne mit seinem Know-how behilflich, denn entscheidend ist ein spürbarer Rhythmus von Tages- und Jahreszeiten, von Mondzyklen und Blühphasen, dem Werden und Vergehen im Kreislauf der Natur, die den Menschen erdet und entschleunigt.

Das Honorar, das der Landschaftsarchitekt für seine Leistung erhält, bedeutet keineswegs unnötige Zusatzkosten. Durch exakte Planung, Einholung vergleichbarer Angebote und professionelle Baubetreuung amortisieren sich vielmehr im Regelfall die Kosten. Als Mehrwert bleibt dem Besitzer die maßgeschneiderte gute Qualität des Gebauten.

Geeignete Planerinnen und Planer finden sich unter www.architektenprofile.de. Im Rahmen eines ersten informellen Gesprächs lernen sich Landschaftsarchitekt und Bauherr kennen, um über eine künftige Zusammenarbeit frei entscheiden zu können.

Foto: Martin Schmidt Photography
Rückfragen / 21.02.2011

Ihre Ansprechpartnerin zur Landschaftsarchitektur

Ruth Schagemann

Ruth Schagemann
Architektur und Medien
Tel: 0711 / 2196-144
Fax: 0711 / 2196-101
schagemann spamgeschützt @ spamgeschützt akbw.de

Texte und Bilder für die Presse - Ihre Ansprechpartnerin

Claudia Knodel

Claudia Knodel
Architektur und Medien
Tel: 0711 / 2196-151
Fax: 0711 / 2196-101
knodel spamgeschützt @ spamgeschützt akbw.de

Merkblätter als Download

Merkblatt Nr. 43: Honorar für Freianlagen

Merkblatt Nr. 52: Wie rechnet der Architekt sein Honorar ab?

Weitere Beiträge

Vortragsreihe zum Jahresthema

Vortragsreihe zum Jahresthema

14. Juni: Entwerfen aus dem Material Renommierte Kollegen erläutern, wie Materialien das nachhaltige Bauen neu definieren können. ... mehr

Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur

Der private wie auch der öffentliche Raum wird durch gute Gestaltung von Landschaftsarchitekten in seiner visuellen Vielfalt geprägt. mehr

Praktizierter Umweltschutz

Praktizierter Umweltschutz

Was sind die Leistungen der Umweltbaubegleitung und wie werden sie honoriert? mehr

Stadt-Gefühle

Stadt-Gefühle

Was macht Stadt aus? Warum gefällt es einem an dem einen Ort und an einem anderen nicht? Interessantes Wissen über Atmosphären der Stadt mehr

Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur

Und wen anderes als die Natur können wir fragen, um zu wissen, wie wir leben sollen, um wohl zu leben? Christoph Martin Wieland mehr

Sonstige Veranstaltungen

02.03.2012 - 28.05.2012 | Ulm
Hans-Dieter Schaal: Denkgebäude (mit Mond)

03.03.2012 - 26.08.2012 | Riegel am Kaiserstuhl
Le Corbusier & André Evard. Vom Jugendstil zur Moderne

17.04.2012 - 03.06.2012 | Ulm
Neues Wohnen in der Stadt