Denken in Skizzen, Texten und Modellen

Architekturtreff.

Frei Otto (1925-2015) zählt zu den international renommiertesten und innovativsten deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts und ist eine zentrale Figur für die Baukultur des Landes Baden- Württemberg. 2015 bekam er für sein Werk den Nobelpreis der Architektur, den sogenannten Pritzker-Preis verliehen - die weltweit höchste Auszeichnung für Architektur. Im ZKM in Karlsruhe ist bis 12. März 2017 die bisher größte Ausstellung zum Oeuvre von Frei Otto zu sehen.

Frei Otto auf dem Versuchsaufbau der Lattenkuppeln für Montreal in Körschtal © saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Werkarchiv Frei Otto

In dem gemeinsamen Projekt des Südwestdeutschen Archivs für Architektur und Ingenieurbau (saai) des KIT und der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit dem ZKM | Karlsruhe werden sowohl bekannte, als auch völlig unbekannte Projekte gezeigt. Das Material umfasst insgesamt über 200 Modelle, knapp 1.000 Fotos, Zeichnungen, Skizzen, Pläne und Filme sowie eine medientechnische Großprojektion - und es wird außergewöhnlich gut präsentiert!

Weitere Informationen zur Ausstellung

"Eine sehr kluge Architekturvermittlung", stellte Präsident Markus Müller bei den ersten, die Ausstellung begleitenden Architekturgesprächen "Frei Otto. Denken in Modellen" im extrem gut besuchten Haus der Architekten am 10. November fest. Die Vortragsreihe hat das IFBau mit Prof. Dr. Georg Vrachliotis, Professor für Architekturtheorie am KIT und Leiter des saai, Kurator der Ausstellung "Frei Otto. Denken in Modellen", erarbeitet und ihn auch sogleich als Moderator dafür verpflichtet. Diese Rolle füllte er gleich am ersten Abend perfekt aus. 

In der ersten Reihe warten (v.l.) Prof. Berthold Burkhardt und Jürgen Hennicke auf ihren Einsatz, während Prof. Vrachliotis (r.) in die Architekturgespräche einführt. Foto: Horst Rudel

Seine zwei Gesprächspartner und Referenten waren die Weggefährten von Frei Otto Prof. Berthold Burkhardt, Braunschweig, und Jürgen Hennicke, Stuttgart. Im Publikum saßen zudem Witwe und Tochter der "Ikone der baden-württembergischen Architektur", wie Präsident Müller den posthum Geehrten bezeichnete. Der Abend gestaltete sich dank der charmanten Vortragsart der beiden Zeitzeugen kurzweilig und informativ. Vor allem die zahlreichen jungen Zuhörerinnen und Zuhörer lernten viel über Frei Otto. Für Burkhardt steht Frei Otto für Denken in Skizzen und Texten, Hennicke merkte über ihn an, dass die Natur immer sein Zielpunkt war, um das, was man tut, zu verstehen und Konstruktionen zu entwickeln.

Weitere "Architekturgespräche Frei Otto" finden am 8. Dezember und am 19. Januar statt: www.akbw.de/fortbildung/ifbau/architekturgespraeche-frei-otto.html

Teaserbild: Tiefbahnhof Stuttgart 21, Wettbewerbsmodell (nicht eingereicht), Frei Otto,1997/98 © saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Werkarchiv Frei Otto. Foto: Bernd Seeland

Carmen Mundorff / 23.11.2016

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