Heidelberg als Ort ist präzise gewählt: Vor 110 Jahren entstand hier der Zündfunke für den heutigen Begriff der Denkmalpflege. Damals diskutierte man Rekonstruktionspläne für das berühmte Schloss. 1901 schaltete sich der Architekturhistoriker Georg Dehio in die Diskussion ein. Sein Beitrag lieferte die Argumente, warum man den Heidelberger Ottheinrichsbau, Glanzstück deutscher Renaissance-Architektur, und das ganze Schloss als Ruine erhalten und nie rekonstruierend vervollständigt hat.
Kaum ein Ort in Deutschland ist daher so unmittelbar mit dem Nachdenken über die Grundsätze im Umgang mit historischer Architektur verbunden wie Schloss Heidelberg. Die neue Veranstaltungsreihe soll zum Forum werden, auf dem sich das Gespräch über heutiges Bauen im historischen Kontext weiter entwickelt.
4. Oktober 2011, Königssaal
Der italienische Architekt Franco Stella wird über seine Position zum Bauen im historischen Kontext sprechen. Im Mittelpunkt stehen seine Entwürfe zum Humboldtforum mit den rekonstruierten Fassaden des Berliner Schlosses.
Programm
19.00 Uhr Grußworte
19.15 Uhr Einführung: Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e.V.
19.25 Uhr Vortrag zum Humboldtforum in Berlin: Prof. arch. Franco Stella
20.00 Uhr Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung: Prof. arch. Franco Stella, Manfred Rettig, Vorstand Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, Dr. Dieter Bartetzko, FAZ, Prof. Dipl.-Ing. Markus Allmann, Architekt
Moderation: Reinhard Hübsch, Kulturredakteur des SWR
21.30 Uhr Empfang