Tag der Architektur-Tour 2011

Wir über uns

Am Samstag, dem 2. Juli  fand der diesjährige Tag der Architektur im Südwesten statt. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft Architektur: nachhaltig entscheiden“. Unter diesem Thema hatte die Architektenkammergruppe Ulm / Alb-Donau drei sehr unterschiedliche Projekte ausgewählt. Rund 50 Personen aller Altersstufen (der jüngste Teilnehmer lag noch im Kinderwagen) nahmen an der Busrundfahrt teil, die zur sanierten HfG (Hochschule für Gestaltung), dem Energon (weltgrößtes Bürohaus im Passivhausstandard) und abschließend zum Stadtregal führte. Diese Projekte repräsentieren das Thema Nachhaltigkeit auf sehr unterschiedliche Weise, denn zu den Aspekten der Nachhaltigkeit gehören fortschrittliche Energiekonzepte genauso wie soziokulturelle Aspekte, technische Qualitäten und Wertstabilität.

Erste Station: ehemalige HfG

Erstes Besichtigungsobjekt war die HfG (Architekt: Max Bill †, Sanierung: Adrian Hochstrasser) – eine Architektur, die nach fast 60 Jahren sowohl im Erscheinungsbild als auch von der inneren Struktur als zeitgemäßes Gebäude empfunden wird. Die Hochschule wurde Anfang der 1950er Jahre mit einfachsten Mitteln errichtet und musste im Laufe der Sanierung an heutige Wärmeschutz- und Brandschutzbestimmungen angepasst werden. Über die Details der Sanierung und Erforschung des Bestandes, wusste Herr Müller vom Büro Hochstrasser sehr anschaulich zu berichten.

Zweite Station: Energon

Das Energon (Architekten: Oehler Faigle Archkom Solar Architektur), unter dem Aspekt der Minimierung des Energieverbrauchs errichtet, beeindruckte mit seinem auch bei Sonnenschein kühlen, aber lichtdurchfluteten Atrium und der schlanken und ausgefeilten Technik. Einblicke in die große Lüftungszentrale, rundeten diese Besichtigung ab.

Dritte Station: Stadtregal

Start- und Endpunkt der Besichtigungstour war das Stadtregal, in dem die PEG als Bauherr und die Architekturbüros Braunger/Wörz und Rapp Architekten in der Tragstruktur der alten Magirushallen quasi ein neues städtisches Quartier entstehen lassen. Eine gelungene Mischung aus Büros, Wohnungen, aber auch Ateliers und Malschulen, die Umnutzung dieser großen stadtnahen Flächen zu zeitgemäßem Wohnen und Arbeiten – auch dies ist ein Aspekt der Nachhaltigkeit. Am diesem Samstag gab es für die Teilnehmer Einblicke in eine der Wohnungen und in ein Büro. Dabei wurde das Konzept sehr anschaulich verdeutlicht: Es gibt eine Struktur (der bestehende Stahlbetonskelettbau) und diese wird je nach Nutzerwunsch ausgebaut und mit dem Notwendigen ausgestattet. Dadurch entsteht eine spannende Atmosphäre zwischen altem Grundgerüst und neuen Einbauten.

10.05.2012