Beispielhaftes Bauen

Architektur

Auszeichnungsverfahren
"Heidelberg 2003 - 2010"

Gregor-Mendel-Realschule

Harbigweg 24
69117 Heidelberg

Architekten
Michael Weindel & Junior Architekten GbR Waldbronn/Karlsruhe Projektleiter: Thomas Gierl
Bauherr
Stadt Heidelberg, Gebäudemanagement
Fertigstellung
2007

Begründung der Jury
Die Realschule ist in einer klaren quadratischen Grundrissform angeordnet. Dabei formuliert der flache Baukörper einen gut proportionierten Schulhof, der durch einen überdachten Freibereich betreten wird. Die einfache klare Form und der zurückhaltende Einsatz von farbigen Fassadenelementen in einer ansonsten dunkel gehaltenen Textur strahlen eine selbstverständliche – aber auch selbstbewusste – Ruhe aus. Das weit auskragende Flachdach gibt dem Gebäude eine Leichtigkeit, welche die dünnen Betonsäulen im Eingangsbereich unterstreichen. Auf intelligente Weise lassen sich Musikraum und Cafeteria zum Foyer zuschalten und es so zur Aula umwandeln.

Objektbeschreibung

Das mit seinen langen und ruhigen Flanken außen groß wirkende Haus positioniert sich ganz selbstverständlich im angenehm, aber baulich unbestimmt wirkenden durchgrünten Umfeld zwischen den Sportflächen im Norden und dem Wohnquartier von Kirchheim im Süden. Die Fassade selbst erlaubt mit der großzügigen Verglasung der dort liegenden Klassen den Blick nach außen und die maximale natürliche Helligkeit der Räume.

Der weite Dachüberstand schützt die Fassade, wirkt einladend und soll animieren, das Gebäudeinnere zu betreten. Am schönsten natürlich über den Hof, der eigentlichen Mitte der neuen Schule.

Neben der konzentrierten Arbeit in den Unterrichtsräumen bedeutet Schule ja vor allem auch Gemeinsamkeit, die kommunikative Pause nach der persönlichen Stundenanspannung oder das Fest mit allen. Der Hof ist auch Ort für Ausstellungen. Es ist der kleine Marktplatz, an dem sich Schüler und Lehrer später am meisten erinnern werden. Um ihn mit Leben zu füllen, sind auch die gesamte innere Erschließung mit den freien einläufigen Treppen und die zentrale Aula mit Musiksaal auf den Hof bezogen.

Die Beschränkung auf zwei Geschosse fördert Übersicht und Kommunikation. Die Lage aller Klassenräume und der Verwaltung im
Obergeschoss und den Fachklassen im Erdgeschoss ist eine einfache Orientierungshilfe für alle Schüler.

Die Architektur unterstützt mit ihrer klaren Formgebung und Konstruktion, den "anfassbaren" Materialien und der frischen, auch gegensätzlicher Farbgebung den Anspruch eines gebrauchstüchtigen und doch unverwechselbaren Hauses.

Das Atriumhaus mit seinem spannungsvollen Wechsel von offen und geschlossen, Kommunikation und Konzentration, innen und außen prägt die neue Schule.

Fotos
Dirk Altenkirch

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