Beispielhaftes Bauen

Architektur

Auszeichnungsverfahren
"Ravensburg 2010 - 2016"

MARIENHOF – Umnutzung landwirtschaftlicher Bausubstanz zum gemeinschaftsorientierten Wohnen

Marienhof 3-11
88299 Leutkirch

Architekten
GMS Freie Architekten, Projektpartner: Edwin Heinz, Isny im Allgäu; Lohrer und Hochrein Landschaftsarchitekten, Axel Lohrer, München
Bauherr
Bauherrengemeinschaft P.+J. Eissler, U.+R. Praschak, P.+F. Günthner, B.+E. Heinz, M.+H. Heinz, J.+K. Miller
Fertigstellung
2016

Begründung der Jury
Das Marienhof-Projekt ist in doppelter Hinsicht gelungen und preiswürdig: Eine private Bauherrengemeinschaft (!) hat eine ideale kleine Wohnanlage geschaffen, die individuelles Wohnen in einer Gesamtanlage von großer Einheitlichkeit und Harmonie anbietet. Die städtebauliche Setzung überzeugt – sieben zweigeschossige individuell ausgeformte Baukörper werden um einen großzügigen Innenhof gruppiert – mit zentralem Brunnen und gelungen arrangierten Obstbäumen. Die Baukörper werden gekonnt und mit stimmigen Materialien durchgestaltet. Die Wohnanlage bespielt beispielhaft ein breites Repertoire des heute geforderten nachhaltigen Bauens – niedrige/günstige Energiestandards der Gebäudehülle und der Klimasysteme, Photovoltaik-Anlagen und "last not least" Regenwasserversickerung in Mulden-Rigolen.

Objektbeschreibung

Bauzeit: 2014-2015 in Ausbauabschnitten, LPH 1-9,
Nettogeschossfläche: 2.000 m², Bruttorauminhalt: 7.804 m³

Sechs Familien erwarben von der Stadt Leutkirch den Marienhof. Unter Beibehaltung eines alten Hofteiles, dem Stall, wurde gemeinschaftlich ein Wohnbauprojekt inklusive der Erschließung und Parzellierung des Grundstückes umgesetzt. Ziel war eine gemeinsam getragene Gestaltung der gesamten Anlage bis hin zu den Außenanlagen. Die Rücksichtnahme auf den Nachbarn führte schon in der Frühphase zu einer Gebäudeanordnung, die allen die Sonne und die Bergsicht gab. So sind die nördlichen Häuser Ost-West längsgerichtet, die südlichen Häuser Süd-Nord. Die neuen Gebäude haben Pultdächer und das "Stallgebäude" zur Erinnerung an den alten Hof ein Satteldach. Die Garagen sind in die Häuser integriert und die Garagentore in den Fassaden verschwindend. Alle neuen Baukörper wurden als vorgefertigte Holzhäuser hergestellt. Bestimmende Materialien der Gebäudeanlage sind vertikale Holzverschalungen und Betonfertigteile. Der Energiestandard liegt mit Luft-Wasser bzw. Luft-Luft-Wärmepumpen bei KfW 55 unten. Durch die flachen Pultdächer treten die Photovoltaik-Anlagen gestalterisch bewusst nicht in Erscheinung. Die Freianlagen werden mittels durchlaufenden Grünflächen mit Heckenpollern, Pflanzbeeten und 35 Obstbäumen geprägt. Interessanter Nebeneffekt des Projektes: Um den gemeinsamen Hofbrunnen ist eine wunderbar funktionierende Nachbarschaft entstanden.

Fotos
Martin Rudau

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