Beispielhaftes Bauen

Architektur

Auszeichnungsverfahren
"Breisgau-Hochschwarzwald 2005 - 2015"

Wohn- und Geschäftshaus

Weilerstraße 1
79252 Stegen

Architekten
Melder & Binkert Architekten & Stadtplaner GmbH, Freiburg; Pit Müller Freier Landschaftsarchitekt BDLA, Freiburg
Bauherr
Bauverein Breisgau e.G., Freiburg
Fertigstellung
2015

Begründung der Jury
Das Wohn- und Geschäftshaus bildet aus seinem funktionalen Konzept heraus einen neuen zentralen Knotenpunkt in Stegen. Nahversorger und Arztpraxen stärken die Gemeinde als Wohnort. Der Verzicht auf großflächige Parkplätze vor dem Gebäude durch die Verteilung im Straßenraum ist wohltuend. Dies und die aufgenommene Zeilenstruktur in den Obergeschossen betten das große Gebäudevolumen maßvoll in seine Umgebung ein.

Objektbeschreibung

Mitarbeiter: Frank Isenmann, Christian Erdrich, Karen Fernández, Eva Vollmer, Günter Armbruster
Wettbewerb: 2010
BGF: 4.469 m²; Nutzfläche: 3.777 m²; BRI: 16.584 m³
Tragwerk: Vater Bauingenieure, Staufen
HLS: Ingenieurbüro Fischer+ Rickhoff, Breisach

Der Bauherr hat sich mit Unterstützung der Gemeinde glücklicherweise dazu entschlossen, den vorhandenen desolaten Lebensmittelmarkt an gleicher Stelle durch einen neuen Markt zu ersetzen und auf die sonst übliche Aussiedlung eines autogerechten Marktes auf der "Grünen Wiese" zu verzichten. Neben der Aufwertung der Ortsmitte durch die Neugestaltung des Straßenraumes, war der Erhalt des Lebensmittelmarktes im Zentrum ein wesentliches Ziel der Ortskernsanierung von Stegen. Weitere Nahversorgungsrelevante Mieter, wie verschiedene Arztpraxen, Büros und eine SB-Bankfiliale, ergänzen das Angebot. In den Obergeschossen stehen barrierefreie Wohnungen zur Verfügung. Auf großflächige Parkplätze wurde verzichtet. Diese wurden teilweise im Untergeschoss sowie im umliegenden Straßenraum verteilt.

Der Baukörper nimmt städtebaulich die vorhandene Zeilenstruktur auf und setzt gegenüber dem Rathaus einen neuen Akzent zur Stärkung der Ortsmitte. Durch den leichten Höhenunterschied der beiden zeilenförmigen Baukörper entsteht zusammen mit den Pultdächern eine bauliche Betonung an richtiger Stelle. Der Eingang zum Markt befindet sich an der Gebäudeecke der Straßenkreuzung und bietet Raum zur Aufnahme eines kleinen Cafés mit Außenbereich. Die Erschließungen der Obergeschosse liegen ebenfalls an der öffentlichen Straße. Um mögliche ästhetische und verkehrliche Konflikte zu vermeiden, erfolgt die Anlieferung des Marktes gut geschützt von der nördlichen Seite.
Der Baukörper ist horizontal gegliedert. Das Erdgeschoss ist mit hinterlüfteten Fassadenplatten ausgebildet. Die Obergeschosse sind mit Putz und Fassadenelementen gegliedert. Das Dach besteht aus einem begrünten auskragenden Flachdach.

Fotos
Stephan Baumenn; Jürgen Brandel (geschützte Seite)

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