Erfahrungsaustausch

Architektur

Bericht zum Treffen der Fachrichtungsvertreterinnen und -vertreter Landschaftsarchitektur am 9. Februar im Haus der Architekten

Ein guter Auftakt - Erfahrungsaustausch Landschaftscharchitektur

Zum Jahresauftakt kamen am 9. Februar 25 Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten im Haus der Architekten in Stuttgart zusammen, um sich über die Belange der Profession auszutauschen. Sie waren der Einladung gefolgt, um sich gegenseitig über die aktuellen Geschehnisse und Themen, die ehrenamtlich in den Gremien bearbeitet werden, auszutauschen und zu informieren. Aber natürlich sollte es auch Raum für Inhalte geben, die im Arbeitsalltag bewegen.

Eingangs appellierte Christof Luz, sich in den Gremien und am Austausch zu beteiligen: „Nur wenn Sie sich zu Wort melden, werden Ihre Belange bewusst wahrgenommen.“ Für den Vertreter der Fachrichtung Landschaftsarchitektur im Landesvorstand der AKBW dient der Austausch auch dazu, grundlegende Fragestellungen und Aufgaben zu extrahieren und diese in seine Vorstandsarbeit aufzunehmen. Nach kurzer Einleitung und Erläuterung der vor zwei Jahren installierten, inzwischen nicht mehr ganz so neuen Kammerstruktur und deren Gremien, wurde inhaltlich aus einigen Projekt- und Strategiegruppen detaillierter berichtet. Ein Ausblick auf die Aktivitäten der Projektgruppe Land zeigt die Vielfältigkeit der ehrenamtlichen Arbeit. Derzeit werden Regionalkonferenzen entwickelt, die in Schönau im Schwarzwald, in Hermaringen (Ostalb), in Meßkirch und in Buchen im Odenwald stattfinden sollen. Hierbei steht das Thema Wohnen und Baukultur im ländlichen Raum im Fokus. Auch gibt es eine „natürliche“ Nähe zum Werkstoff Holz. Für die Regionalkonferenzen werden noch gute Beispiele aus den betreffenden Gegenden oder anderen ländlichen Regionen gesucht, die in den Veranstaltungen als Motivatoren und Ideengeber dienen. Wer hierzu beitragen kann, ist aufgerufen, diese zu melden.(Kontakt: Uwe Bauer, buero@balingerplanfabrik.de)

Eine erste Diskussionsvorlage gaben die städtischen Vertreter, die das verbesserungswürdige Bild der bestehenden Grünflächen in Stuttgart beschrieben; vermutlich ein Zustand, der beispielhaft auch für andere Städte ist. Sie äußerten die Hoffnung auf berufsständische Unterstützung beim Erhalt, der Aufwertung und vor allem bei der Qualitätssteigerung. Doch auch hier zeigt sich, wie wichtig die Bereitschaft und das ehrenamtliche Mitwirken von Kolleginnen und Kollegen aus Institutionen der Verwaltung ist, um deren Belange in die kammerpolitische Arbeit einzubringen. Am Thema qualitätsvolle Bestandssicherung von Frei- und Grünflächen konnte der Brückenschlag zum „Weißbuch Grün“ vollzogen werden. In diesem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit entwickelten Werk wird „das Recht auf funktionierendes Grün“ verankert und die sehr große Relevanz des Bestandgrüns unterstrichen. Das Weißbuch stärkt „Grün“ nicht nur als optisches, sondern als gesellschaftliches Thema in seiner Bedeutung und stellt das Grün im besiedelten Raum mit der Stadtgestalt (z.B. der Verkehrsflächenrelevanz) auf Augenhöhe. Die Gesamtgestaltung der Stadt – also von Gebautem UND Unbebautem – soll im Fokus stehen. Die Runde der versammelten Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten begrüßte die Inhalte des Weißbuchs sehr. Im Übrigen: Am 8. und 9. Mai lädt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit zum zweiten Bundeskongress „Grün in der Stadt“ anlässlich der Vorstellung des Weißbuchs „Grün in der Stadt“ nach Essen ein.

Der nächste und letzte Tagesordnungspunkt des Erfahrungsaustauschs widmete sich der IBA der Region Stuttgart 2027 mit einem kurzen Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand. Derzeit fehlt zwar noch die themengebende Idee, doch ist die Suche und inhaltliche Schärfung bereits gestartet. Die fünf Stuttgarter Kammergruppen veranstalteten am 2. Februar einen internationalen Fachkongress, der großen Zulauf fand. Den Bericht dazu finden Sie ebenfalls in dieser Ausgabe. Festzuhalten ist: Im Memorandum tauchen Inhalte zu Landschaft und Freiflächen gar nicht auf. Doch bei einer IBA, die einen regionalen Ansatz mit Beteiligung von 179 Kommunen hat, müssen Aspekte von Freiraum und Landschaft ganz unweigerlich aufgegriffen werden. Aus dem Plenum kam der Einwurf: „… man kann Stadt nicht ohne Landschaft denken …“ und „eine regional aufgestellte IBA ohne Landschaft geht gar nicht …“. Entsprechend wurde auch im Kreise dieses Erfahrungsaustauschs begonnen, mögliche Schwerpunkte und Inhalte zu identifizieren und zu formulieren. Wichtig sei dabei, ein Thema zu finden, das die Leute mitnimmt und bewegt. Auch hier gilt der Aufruf: Fragestellungen und Anregungen sind zu formulieren, als Position des Berufsstands der Landschafsarchitekten zusammenzutragen und in die Diskussion einzubringen.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und danken für die starke Beteiligung am 9. Februar! An den jetzigen Auftakt möchten wir anknüpfen und diese Form des Austauschs etablieren.

Anja Chwastek / 23.02.2017

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