Landschaftsarchitekten- und Stadtplanertag

Architektur

Brauchen wir ein neues Bild der Stadt?

Dienstag, 18. Juli 2017, 14-19 Uhr im Haus der Architekten, Danneckerstraße 54, Stuttgart

Die Veranstaltung wird durch die Architektenkammer Baden-Württemberg für Mitglieder und AiP/SiP der Fachrichtungen Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Architektur mit 3 Fortbildungsstunden anerkannt.

Anmeldung bis 11. Juli unter www.ifbau.de > Seminar-Suche > VA-Nr. 17909
Teilnahmebeitrag: 50 Euro

Flyer

In der Architektenkammer Baden-Württemberg haben die Landschaftsarchitektentage und Stadtplanertage inzwischen eine bemerkenswerte Tradition. Sowohl Kammermitglieder als auch Akteure aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft besuchten die in der Regel alle zwei Jahre individuell stattfindenden Tagungen mit gleichbleibend hoher Akzeptanz. Wir realisieren, dass die Schnittmenge der Themen und Aufgaben beider Disziplinen wächst. Stadt und Landschaft, Siedlung und Freiraum sind eng verzahnte Seiten der gleichen Medaille. Gemeinsame Ziele, aber auch Zielkonflikte stehen sowohl in der täglichen Planungspraxis wie auch in den Grundorientierungen der Stadtentwicklung zur Diskussion.

Es ist also an der Zeit, einen gemeinsamen Landschaftsarchitekten- und Stadtplanertag zu organisieren. In mehreren, höchst anregenden Vorbereitungsgesprächen zwischen Vertreterinnen und Vertretern beider Fachrichtungen entwickelte sich nichts weniger als die grundsätzliche Fragestellung: „Brauchen wir ein neues Bild der Stadt?“ Wir kennen die Fakten und Prognosen zur Entwicklung unserer technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunft. Wir erfahren die widersprüchliche Lebenswirklichkeit unserer Städte und Regionen im Übergang zur postindustriellen Lebenswelt. Zugleich zweifeln wir an der Vorhersehbarkeit und Planbarkeit unserer zukünftigen Lebensräume. Brauchen wir Visionen und Konzepte für ein neues Bild der Stadt? Sind unsere Planungsinstrumente und Verfahren zukunftsfähig?

Die verantwortungsvollen Herausforderungen und Aufgaben der Stadt- und Regionalentwicklung führen die Disziplinen der Stadtplaner und Landschaftsarchitekten noch näher zusammen. Die Fragen nach Chancen und Grenzen der Innenentwicklung und baulichen Dichte in den Städten, die Disparität von Wachstumsregionen und ländlichen Räumen oder die Herausforderungen der Klimaanpassung, der Energieeffizienz und der Luftreinhaltung bis hin zur Gestaltung öffentlicher (Frei-)Räume angesichts sich verändernder Anforderungen bieten hierfür die aktuellen Beispiele. Hinzu kommen die Fragen der demografischen Entwicklung sowie der sozialen und ethnischen Integration.

Ist das Bild der Stadt nur ein Abbild jeweiliger technischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Prozesse? Oder kann ein starkes, schlüssiges Bild der zukünftigen Stadt Initiator und Katalysator sein für nachhaltige und gerechte Lebensräume? Der Landschaftsarchitekten- und Stadtplanertag will diese Fragen beleuchten. Es kommen nicht nur inspirierende Protagonisten der Fachwelt, sondern auch Akteure des gesellschaftlichen Lebens zu Wort. Alle Teilnehmenden der Veranstaltung sind in einen offenen Dialog einbezogen.

Aus verschiedenen Blickwinkeln

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Markus Müller führen Landschaftsarchitekt Christof Luz und Stadtplaner Matthias Schuster, beide Vertreter ihrer Fachrichtungen im Vorstand der Architektenkammer Baden-Württemberg, ins Thema ein und übernehmen die Moderation der Tagung. Fünf Referenten und eine Referentin machen wesentliche Facetten und Blickwinkel der Stadt- und Landschaftsentwicklung zum Tenor ihrer Positionen und Empfehlungen:

»» Vision – Dr. Andreas Kipar, Landschaftsarchitekt, Planungsbüro LAND, Mailand

»» Markt – Professor Dr.-Ing. Fritz Berner, Institut f. Baubetriebslehre, Universität Stuttgart

»» Gesellschaft – Stadtdekan Monsignore Dr. Hermes, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart

»» Technik – Professor Thomas Auer, Transsolar, Stuttgart

»» Verantwortung
 – Professorin Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin, München

»» Deutung – Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Berlin

In zwei Werkstattrunden kommen alle Tagungsteilnehmer zu Wort und können sich in die Diskussion einbringen. Die Kaffeepause und ein Imbiss zum Ausklang bieten Gelegenheit für Austausch und Networking. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein und freuen uns auf Ihre Anmeldung sowie einen anregenden Nachmittag.


Bernd Fahle

12.06.2017

Ihre Ansprechpartnerin in der Landesgeschäftstelle

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