IBA-HUB als Wettbewerbsaufgabe beim Schüler:innenwettbewerb 2026/27
Junge Menschen für Architektur und Stadtplanung zu begeistern und ihnen Ideen der Internationalen Bauausstellung 2027 vertraut zu machen: mit dieser Motivation lobt die Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW) im Schuljahr 2026/27ihren zweiten landesweiten Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler (SuS) aus. Das Projekt wird durch die Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Titel des Wettbewerbs: „IBA-HUB – Ort der Bewegung und Begegnung
Mobilitäts-Knotenpunkte zu schaffen, die mehrere Funktionen übernehmen, ist eines der Hauptthemen der IBA’27 StadtRegion Stuttgart. Beim Wettbewerb sind Ideen für kleine Bauten im öffentlichen Raum gesucht, die bislang unbekannte und ungenutzte Synergien erzeugen: wo in Verkehrsmittel ein- und umgestiegen und gleichzeitig das soziale Miteinander ermöglicht wird. Die SuS ab der 5. Klasse sollen ein Entwurfsmodell im Maßstab 1:100 erarbeiten, in das auch Aspekte nachhaltigen Bauens und zukunftsweisender Stadtentwicklung einfließen.
Zum Kick-Off waren interessierte Lehrkräfte und Architekturvermittler:innen im Juli auf den Killesberg eingeladen, um sich dort inspirieren zu lassen von den beiden IBA-Projekte Umbau der Brenz-Kirche und Neubau des Weissenhof.Forum sowie der Weissenhof-Siedlung, die im nächsten Jahr ihr 100. Jubiläum feiert. 2027 ist das Ausstellungsjahr der IBA – und genau dann werden auch die Modelle der SuS präsentiert.
Die Vorstellung des Schüler:innenwettbewerbs übernahmen Stephanie Reiterer und Jan Weber-Ebnet von der bauwärts gGmbH, die das Konzept und die didaktischen Materialien entwickeln. „Jeder junge Mensch ist Spezialist für Orte des Transits, etwa durch den Weg zu Schule, Verein, Freunde“, so der Architekt. Oft seien Bahnhöfe oder Bushaltestellen aber verwaiste, unattraktive Orte. „Hier sind Ideen gesucht, die den Gedanken des sozialen Zusammenhalts in einem kleinen punktuellen Bauwerk lebendig werden lassen“, erklärte die Innenarchitektin. Die Lehrkräfte könnten an der Lebenswelt der Schüler:innen andocken.
Kooperationspartner des Wettbewerbs ist die IBA’27. Deren Geschäftsführerin, Dr. Gabriele König, führte in die breit gefächerte Thematik der IBA-Projekte ein und appellierte an die Pädagog:innen: „Wir bauen sehr auf Sie, das Thema gut in die Weite des Landes zu vermitteln.” Claudia Knodel, Projektleiterin der AKBW-Initiative Architektur macht Schule, schloss die Bitte an, möglichst viele Lehrkräfte auf den Wettbewerb hinzuweisen – oder ihn als AKBW-Mitglied selbst zu begleiten, etwa im Rahmen einer AG. Die Kammer zähle auch auf ministerielle Unterstützung, denn die Schirmherrschaft liegt bei Kultusminister Andreas Jung.
Die Auslobung erfolgt zu Beginn des Schuljahrs 2026/27 begleitet von ganztägigen Fortbildungen für Lehrkräfte und Architekturvermittler:innen: am 6. Oktober in Karlsruhe, am 7. Oktober in Freiburg und am 8. Oktober in Stuttgart. Alternativ wird im Rahmen eines halbtägigen Online-Seminars in die Grundzüge des Projekts eingeführt. Weitere Infos unter www.akbw.de/Schuelerwettbewerb-2026-27.