Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Foto: Bernhard Strauss
Fallenbrunnen 15/1688045 Friedrichshafen
Ein wesentliches Anliegen war es, einen innovativen, zukunftsweisenden Ausgleich zwischen den Spannungspolen "Standardisierung" und "Individualität" zu finden: immer gleiche Module addieren sich in individueller Komposition zu einem lebendigen Rhythmus. Die baulichen Abfolgen mit ihren Vor- und Rücksprüngen und ihrer differenzierten Höhenstaffelung von der Ein- bis Fünfgeschossigkeit fügen sich formal zu einer signifikanten Einheit mit Alleinstellungsmerkmalen und ermöglichen damit die Entstehung einer hochwertigen Adresse.
Die städtebauliche Gesamtfigur umschließt einen vielgestaltigen grünen Innenhof gleich einem Dorfanger, der sich, der Topografie folgend, sanft ansteigend wellenartig über Terrassen staffelt. Eine gute Vernetzung von Innen- und Außenräumen erreicht in den Erdgeschosszonen hochwertigste Arbeitsplatzatmosphäre, in den Obergeschossen mit ihren großzügigen Balkonterrassen das Gefühl von Wohnen im Park.
Zahlreiche axiale Durchwegungen in Ost-West-Richtung verbinden die Anlage mit Landschaft und Wald und inszenieren im abwechslungsreichen Zusammenspiel von Natur, Bepflanzung und Baukörpern einen spannenden Kontrast von Enge und Weite. Die geschwungene Wegeführung mit den thematisch besetzten Inseln verdichtet sich zu einem topografisch gestalteten Quartiersplatz mit altem Baumbestand, von wo aus sich das Ensemble dem südlich angrenzenden Wald öffnet. Mit Flächen, die für Handel und Gewerbe zur Verfügung stehen – mit der Varianz von start-up’s, Läden, Kita, Café, Hotel, Boardinghouse – entstand hier ein Zentrum als lebendiger Marktplatz.
Im Westen heben sich die Baukörper aus der fallenden Topgrafie empor und bilden mit einer Stufen- und Platzanlage, die sich leicht unter den schräg zurückweichenden Baukörper schiebt, eine selbstverständliche repräsentative Eingangssituation als Tor zum Campus Überhöhung. Das Zurückweichen des südwestlichen Kopfbaus im Erdgeschoss wiederholt sich im Nordosten, so dass auch dort eine subtile Geste der Öffnung erfolgt – ebenfalls mit einer die Baukörper verbindenden Brücke, die Witterungsschutz bietet und gleichzeitig die Lesart als Torsituation stärkt.
Die Flächendisposition der Grundrisse ist auf möglichst vielfältige Nutzungsvarianten optimiert: Während im Erdgeschoss durchgesteckte, seitlich und von oben natürlich belichtete Erschließungskerne großflächige Variabilität für Gewerbenutzung begünstigen, finden sich in den Obergeschossen kleinteiligere Arrangements, die alle Arten von Wohnnutzung vom Kurzzeitwohnen auf kleiner Fläche, bis hin zur Vierzimmerwohnung für Familien bieten.
Mit der Gesamtkonzeption wird ein hochwertiges und robustes Bausystem geschaffen, das sich ändernden Nutzungen problemlos anpassen kann und ein vielseitiges, lebendiges Quartiersleben im Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten verspricht, gleichzeitig, aber auch hohe ästhetische Ansprüche vertritt, die einer exzellenten Adressbildung beste Voraussetzungen bieten.
Aktuelle Ergebnisse, die Prämierungen aus den letzten beiden Jahren sowie die ausgelobten Verfahren in diesem Jahr inklusive Tipps zur Teilnahme finden Sie hier.