Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Foto: Kim Fohmann
Draisstraße 2b76297 Stutensee
Projekt.Die Draishalle in Stutensee/Staffort ist eine multifunktionale Sport- und Mehrzweckhalle. Sie umfasst eine teilbare Zweifeldhalle mit Bühne, einen Gymnastikraum sowie Nebenräume inklusive einer Aufbereitungsküche. Ergänzt wird das Raumprogramm durch einen Essens- und Aufenthaltsbereich sowie eine Mensa für die Ganztagesgrundschule. Die Halle dient sowohl dem Schul- als auch dem Vereinssport und erfüllt alle Anforderungen an eine Versammlungsstätte.
Einbindung. Städtebau und Landschaft.Die neue Draishalle fügt sich harmonisch in den bestehenden Schulcampus ein. Kurze Wege zur Schule, Kita, Mensa und den Sportflächen garantieren eine optimale Nutzung. Durch ihre kompakte Bauweise und die Einbettung in das bestehende Grünkonzept mit Baumbestand ordnet sich die Halle dezent in das Umfeld ein. Der Hallenraum öffnet sich zum Außenraum und schafft visuelle Verbindungen zur Schule und Freifläche. Dabei entsteht eine bewusste Verbindung von Innen und Außen. Die angrenzende Wohnbebauung wird somit respektvoll eingebunden und geschützt.
Umgang. Grundstück und Freiraumgestaltung.Der Ersatzneubau liegt direkt neben der ehemaligen, abgerissenen Sporthalle. Zusammen mit der benachbarten Kita und Grundschule bildet der Neubau ein zusammenhängendes Gebäudeensemble. Die neu gestalteten Außenanlagen sind mit den Wegen des öffentlichen Raums verbunden, schaffen definierte Aufenthaltsbereiche und bilden eine klare, einladende Eingangssituation. Die Freiräume tragen dabei zu einer bewussten Orientierung auf dem Campus bei.
Konzeption. Funktion. Angemessenheit.Ziel war eine hohe Multifunktionalität bei gleichzeitig kompakter und nachhaltiger Bauweise. Während das Foyer als Ganztagesessbereich dient, kann die Bühne als zusätzlicher Gymnastikraum genutzt werden. Die zweigeschossige, klar gegliederte Struktur ermöglicht eine effiziente Raumnutzung. Tageslicht, optimierte Fassadenöffnungen und natürliche Materialien sorgen für eine angenehme Innenraumqualität. Die Holzbauweise mit gezieltem Materialeinsatz kombiniert Ästhetik, Nachhaltigkeit und Funktionalität.
Gesamteindruck. Zeitbezug.Die Halle besticht durch eine klare, reduzierte Formensprache und eine zeitlose architektonische Gestaltung. Die Kombination aus Funktionalität, Flexibilität und hoher Ausführungsqualität macht das Gebäude langlebig und ressourcenschonend. Ein durchgängiges architektonisches Konzept sorgt für eine selbstverständliche Integration in den Bildungs- und Sportcampus.
Gestaltung. Außen. Innen.Die Fassade wird durch vertikal strukturierte Holzelemente geprägt, die ein langlebiges und hochwertiges Erscheinungsbild erzeugen. Innen schaffen natürliche Materialien, freundliche Farben und großzügiger Tageslichteinfall eine angenehme Atmosphäre. Großflächige Verglasungen eröffnen den Blick nach außen und fördern die Verbindung zum umgebenden Landschaftsraum.
Konstruktion. Technik. Details. Ausführung.Das Gebäude ist als Holz-Hybrid-Bau mit hohem Vorfertigungsgrad ausgeführt, welche eine wirtschaftliche, schnelle Bauweise ermöglichte. Das Tragwerk kombiniert Stahlbeton mit Holzwerkstoffen in einem effizienten Raster. Ein konstruktiver Holzschutz sorgt für Langlebigkeit der Fassade. Innenraumoberflächen sind auf Akustik, Wartungsfreiheit und Nachhaltigkeit ausgelegt. Der Low-Tech-Ansatz setzt auf natürliche Lüftung, energieeffiziente Beleuchtung und kurze Installationswege zur Reduktion von Betriebs- und Wartungskosten.
Nachhaltigkeit. Ökologisch. Ökonomisch. Soziokulturell.Nachhaltigkeit war Leitprinzip der Planung – unterstützt durch das N!BBW-Planungstool. Das Projekt wurde in diesem Zusammenhang vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen als beispielhaftes Projekt in Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Wesentliche Maßnahmen: Solargründach mit RetentionsfunktionRegenwassermanagement über Rigolen und VersickerungsmuldenAnschluss an das Nahwärmenetz der SchuleMultifunktionale Nutzung für maximale AuslastungRessourcenschonender Betrieb
Die Holz-Hybridbauweise mit vorgefertigten Wandmodulen und Fassadenelementen trägt zur ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit bei. Die Förderung durch das Bundesprogramm Kommunale Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur in Höhe von ca. 2,4 Mio. € unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts.
Aktuelle Ergebnisse, die Prämierungen aus den letzten beiden Jahren sowie die ausgelobten Verfahren in diesem Jahr inklusive Tipps zur Teilnahme finden Sie hier.