Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Foto: Stephan Baumann
Huttenstraße 4776646 Bruchsal
Anlass und Ziel des BauvorhabensDie gesellschaftlichen, demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen der kommenden Jahre stellten öffentliche Träger vor die Entscheidung, bestehende Immobilien entweder zu sanieren oder abzubrechen. Auch der Diakonieverein Bruchsal sah sich mit dieser Frage konfrontiert. Vor diesem Hintergrund war es Ziel des Bauvorhabens, zu prüfen, in welchem Maße die nachhaltigen Qualitäten eines Gebäudes, sowohl im inneren als auch im äußeren Kontext, erhalten, verbessert oder neu geschaffen werden können. Im Rahmen der Planung wurden hierzu passende Konzepte und Lösungsansätze entwickelt, um eine zukunftsfähige, nachhaltige Nutzung des Gebäudes sicherzustellen. Durch die Anforderungen der Landesheimbauverordnung sowie durch energetische und bauliche Notwendigkeiten entstanden zukunftsfähige Strukturen für modernes Wohnen im Alter. Zentrale Bestandteile sind Einzelpflegezimmer in überschaubaren Wohngruppen, die ein zeitgemäßes Pflegeverständnis unterstützen.
Beschreibung des BauvorhabensDas Gebäude wurde Ende der 1970er Jahre von der Architektengemeinschaft B. Sack, M. Zimmermann und P. Fritz aus Karlsruhe geplant und besteht aus sieben übereinander gestapelten unterschiedlich großen Geschossen. Die mittig gelegene städtebauliche Fuge unterteilt den Gebäudekomplex in zwei Bauabschnitte. Mit Blick auf den Hang befindet sich rechter Hand das Dietrich-Bonhoeffer-Haus bzw. der sogenannte erste Bauabschnitt. Der linke Gebäudeteil, das Luise-Rinser-Haus, stellt den sogenannten zweiten Bauabschnitt dar. Die geplante Modernisierung des Ev. Altenzentrums wurde im laufenden Betrieb umgesetzt. Dabei berücksichtigt wurden sowohl die Bedürfnisse der Bewohnenden als auch der Mitarbeitenden. Die besondere Architektur des Terrassenhauses wurde bewusst genutzt: Alle Wohnbereiche erhielten direkten Zugang zu den begrünten Terrassen, die eine hohe Aufenthaltsqualität und eine enge Verbindung zur Natur bieten. Auf den Dachflächen wurden zudem betreute Seite drei Wohnungen mit weitem Blick über Bruchsal geschaffen. Das Gebäude wurde durch diese neuen Wohnformen flexibel nutzbar: Als Pflegewohngruppe oder betreute Wohnung, je nach individuellem Bedarf. Die Fassade erhielt durch das entstandene Wohnkonzept Transparenz und wurde durch eine neue Farbigkeit und zusätzliche Streckmetallelemente neugestaltet. Der Gesamtgebäudekomplex, welcher mit seinen vielen Angeboten eine eigene kleine Stadt bildet, verbindet sich nun noch stärker mit dem umliegenden Quartier.
Konstruktion und MaterialitätIm Zuge der Sanierung wurden sämtliche Innenflächen wie Wände, Böden und Decken grundlegend erneuert und an damalige Anforderungen des Brand- und Schallschutzes angepasst. Die Ertüchtigung der Deckensysteme, der vollständige Austausch der Beleuchtung sowie der Einbau neuer Brandschutztüren sicherten eine zeitgemäße technische Ausstattung. Die Pflegezimmer und betreuten Wohnungen wurden nahezu bis auf den Rohbau zurückgeführt und vollständig neu aufgebaut: inklusive neuer Haustechnik, barrierefreier Bäder, abgehängter Decken, Bodenbeläge, Wandoberflächen sowie Möblierung. Die Großküche wurde grundlegend erneuert. In allen Bereichen wurden die Fenster aus energetischen Gründen erneuert, mit Kunststofffenstern in Wohn- und Pflegebereichen und einer neuen Pfosten-Riegel-Konstruktion in den Treppenhäusern. Ergänzend erhielten alle verglasten Elemente außenliegende Aluminiumjalousien. Die Fassaden wurden gedämmt.
Erschließung und BarrierefreiheitDie Erschließung der einzelnen Stationen erfolgt über zwei jeweils in der Mitte der Gebäude angebrachte Erschließungstürme mit je einem Treppenhaus und zwei bzw. drei Aufzügen.
AußenanlagenDie markanten Terrassen wurden baulich neu gefasst: Betonbrüstungen wurden reduziert, die Dachflächen begrünt und die Abdichtung erneuert. Barrierefreie Übergänge sowie neue Geländer aus verzinktem Flachstahl erhöhen die Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität der Außenbereiche.
Aktuelle Ergebnisse, die Prämierungen aus den letzten beiden Jahren sowie die ausgelobten Verfahren in diesem Jahr inklusive Tipps zur Teilnahme finden Sie hier.