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Foto: Stefan Fromm
Hindenburgstraße 4971638 Ludwigsburg
Das Quartier der ehemaligen Jägerhofkaserne wird im Süden von der Hindenburgstraße als zentrale Achse des historischen Kasernenareals, im Osten von der Jägerhofallee und im Westen von der Alt-Württemberg-Allee begrenzt. Nördlich schließen sich die Grundstücke von Bestandsgebäuden an.
Entsprechend der vorhandenen und geplanten Bebauung erfolgt die Erschließung des Quartiers von der Alt-Württemberg-Allee im Westen und der Jägerhofallee im Osten. Eine Durchwegung des Quartiers ist an zwei Stellen vorgesehen. Dabei nimmt die nördliche Durchwegung die aus Richtung Finanzamt ankommende Fußwegeverbindung auf. Entlang der südlichen Durchquerung sind mit dem Zugang zur KiTa, den repräsentativen Freianlagen des Bürogebäudes BA3, dem Spielplatz unter den vorhandenen Platanen und dem Quartiersplatz mit der Außengastronomie des Quartierscafés öffentlichere, belebte Nutzungen angeordnet, während Richtung Norden privatere, ruhigere Nutzungen den Freiraum prägen. Ein befahrbarer Fußweg als Ringerschließung mit Querstichen, der gleichzeitig als Feuerwehrumfahrt mit Aufstellflächen dient, erschließt die Punkthäuser im Quartiersinneren. An den Knotenpunkten werden jeweils im Wechsel westlich und östlich kleine Platzsituationen angeboten, die als Aufenthalts- und Kommunikationsorte gestaltet wurden.
Entsprechend der versetzten Anordnung der Gebäude wurden auch die Außenanlagen der Punkthäuser geplant. Den Erdgeschosswohnungen sind jeweils Gartenflächen als Sondernutzungsrechte zugeordnet, die größtenteils von geschnittenen Hecken umgrenzt sind. Aufgrund des von Süden nach Norden leicht abfallenden Geländes werden die Gärten jeweils an der Süd-, West- und teilweise auch Ostseite durch niedrige Stützmäuerchen (Höhe bis ca. 60 cm) gefasst. Auf diese Weise entstehen ebene und gut nutzbare Gartenflächen. Die Gebäudezugänge auf der Nordseite schließen jeweils ebenerdig an das neue Geländeniveau an. Entlang der Querwege wurden bepflanzte Gemeinschaftsgrünflächen angeordnet, die eine einheitliche und qualitätvolle Gestaltung im Bereich der Hauszugänge und Querwege gewährleisten.
In versetzter Anordnung westlich und östlich der Punkthäuser entstanden gemeinschaftliche Grünflächen, die zum Teil als Kinderspielflächen gemäß LBO, zum Teil aber auch als einfache, zurückhaltend gestaltete Rasenflächen mit kleinen Bäumen und Sträuchern konzipiert wurden.
Die Flächen südlich, westlich und östlich des zentralen Erschließungsringes wurden den jeweiligen Gebäuden als gemeinschaftliche Außenanlagen zugeordnet. Das westliche Gebäude (ehemaliges DRK-Gebäude mit Neubau) beinhaltet im EG eine Kindertagesstätte. Diese erhält im Außenbereich langgezogene und schmale, aber vielfältig gestaltete Spielflächen. Allen Gebäuden sind die baurechtlich notwendigen Fahrradstellplätze sowie geeignete Müllaufstellflächen für den Tag der Abholung zugeordnet.
Das Geländeniveau im Quartiersinnern liegt aufgrund der Zwangspunkte der geplanten, unter nahezu dem gesamten Innenraum liegenden Tiefgarage um bis zu 80 cm über dem Bestandsniveau. Zu den beiden flankierenden Straßen entstanden daher geneigte, jedoch barrierefreie Zugangswege mit ca. 4-5 Prozent Neigung. Die Erdüberdeckung der Tiefgarage beträgt im Mittel mindestens 60 cm.
Entsprechend dem Wettbewerbsbeitrag wurden im südlichen und westlichen Bereich acht Bestandsplatanen erhalten. In der Tiefgarage wurden entsprechend große Baumquartiere ausgespart. Insgesamt entstanden klar strukturierte, differenziert gestaltete Freianlagen, die trotz der hohen städtebaulichen Nutzungsdichte zu einer guten Quartiersbildung und Identifikation der Bewohner/-innen beitragen können.
Aktuelle Ergebnisse, die Prämierungen aus den letzten beiden Jahren sowie die ausgelobten Verfahren in diesem Jahr inklusive Tipps zur Teilnahme finden Sie hier.