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Foto: Fotostudio Klaus Hohnwald
Stückle-Straße 377955 Ettenheim
Im März 2019 bezog das Architektenbüro Keienburg das neue Domizil in der Stückle-Straße in Ettenheim. Bürogebäude einmal anders. Das Gebäude aus Brettsperrholzwänden und -decken zeigt Räume mit Charakter. Bei der Frage nach geeigneten Baustoffen spielen Kriterien wie Ökologie, Nachhaltigkeit und Lebenszykluskosten eine immer wichtigere Rolle. Holz wirkt ausgleichend, steigert das Wohlbefinden, wächst stetig nach in ausreichender Menge, ist ein natürlicher Kohlenstoffspeicher, der CO2 bindet, und trägt so aktiv zum Klimaschutz bei. Und nicht zuletzt lässt er sich vollständig ökologisch recyceln.
Mit einer Raumhöhe von fast vier Metern ist es dem Charakter eines Industriebaus näher als dem eines Wohnungsbaus. Der Einsatz von Stahl unterstützt die Raumwirkung eines Lofts, das aufgrund des Holzes jedoch Behaglichkeit und Wohlfühlatmosphere ausstrahlt. Es sind ehrliche Materialien – unbehandelte Holzwände und der rohe Beton der Bodenplatte. Die Erfahrung des Industriebaus genutzt und umgesetzt für eine wirtschaftliche und kostengünstige Lösung.
Die Farbwahl spielt genauso eine Rolle wie Lichtplanung, ausreichend Tageslicht und Aspekte der Blendfreiheit, akustisch eine Umgebung zu schaffen, die es ermöglicht, konzentriert und stressfrei produktiv zu sein. Verzicht von Risiko und Schadstoffen im Gebäude hat oberste Priorität. Darüber hinaus ist es das Ziel, alle gefährdenden oder schädigenden Werkstoffe wie Schwermetalle, Biozide, persistente organische Schadstoffe, Gefahrstoffe o.ä., die Mensch, Flora und Fauna beeinträchtigen oder schädigen können, zu reduzieren oder sie gänzlich zu vermeiden. Kommunikationszonen zur Interaktion und zum sozialem Austausch und Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Konzentriert Arbeiten und unbeschwert kommunizieren.
Natürliches Tageslicht, Sichtbeziehung nach außen und Gewährleistung der Blendfreiheit am Arbeitsplatz sind wesentliche Aspekte. Große Dachüberstände im Süden dienen der Verschattung im Hochsommer und sorgen neben der Betonkernaktivierung zur Temperierung für ein ausgeglichenes Raumklima. Durch die großen PV-Flächen ist das Gebäude im KfW 55/40-Standard ein Plus-Energiegebäude, welches selbst bei den derzeit hohen Temperaturen auf einem angenehmen Temperaturlevel bleibt.
Ein sympathischer Empfang für Besucher mit Wertschätzung, die man sieht und spürt. Dabei bieten die Sichtbetonwände des aussteifenden Betonkerns im Zentrum des Gebäudes eine schlichte, aber hochwertige Eleganz. Die individuell entworfene Theke, welche die Schrägstützen der Fassade in Form von Lichtstreifen aufgreift, setzt die Designelemente von außen nach innen fort.Der Besprechungsraum – das Ideenreich – hat wiederum seine eigene Sprache. Introvertiert – um Ideen zu finden muss man in sich gehen – daraus entstand ein Besprechungsraum – das Ideenreich, deren Fenster sich nicht ins Freie orientieren, um Ausblicke zu schaffen, sondern lediglich in die eigenen Freibereiche, um die Belichtung zu gewährleisten. Introvertiert, frech und schick zeigt es seine kreative Andersartigkeit.
Die Holzfassade zeigt auch nach außen, was das Gebäude ist. Ein Holzbau, welcher im Zusammenspiel mit der Wildblumenwiese ein harmonischer Hingucker ist, der neugierig auf das Innere macht.
Aktuelle Ergebnisse, die Prämierungen aus den letzten beiden Jahren sowie die ausgelobten Verfahren in diesem Jahr inklusive Tipps zur Teilnahme finden Sie hier.
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