Wie geWOHNT?

Berufspolitik
Das Mehrgenerationen-Quartier „Allengerechtes Wohnen“ im oberschwäbischen Burgrieden wird bei „Wie geWOHNT?“ von Bürgermeister Josef Pfaff vorgestellt;
Foto: Felix Kästle

Wohnungsbau abseits der großen Städte

Bei aktuellen Publikationen zum Thema liegt der Fokus in der Regel auf den Städten, wo fehlender Wohnraum am lautesten beklagt wird. Wenn man aber von wenigen Kommunen in Baden-Württemberg absieht, die einen Bevölkerungsschwund verzeichnen, ist es an der Zeit, das Thema auch im ländlichen Raum aufzugreifen.

Wie geWOHNT?
Wohnungsbau abseits der großen Städte
Donnerstag, 29. Juni, 14-17:30 Uhr
Stadthalle, Schulstraße 9, Künzelsau

Zielgruppen:
Bürgermeister, Gemeinderäte, Wohnungsbaugesellschaften und Bauträger sowie Architekten und Architektinnen

Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen jedoch eine Anmeldung erforderlich (anita.nager spamgeschützt @ spamgeschützt akbw.de)
Die Veranstaltung ist durch die Architektenkammer Baden-Württemberg für Mitglieder und AiP/SiP mit 2 Fortbildungsstunden anerkannt.

Programmflyer zum Download

Im Südwesten der Republik gibt es viele erfolgreiche Unternehmen, die weltweit agieren, aber abseits der Zentren ihren Sitz und ihre Produktion haben. Bereits im vergangenen Jahr bat die Kammergruppe Hohenlohekreis daher um entsprechende Unterstützung bei der Organisation einer Veranstaltung. Die Strategiegruppe Zukunft Wohnen Arbeiten nahm das Anliegen auf die Agenda und initiierte eine Pilotveranstaltung, bei der statt Vorträgen und Diskussion ein experimentelles Format gewählt wird. Ziel ist es, alle Teilnehmenden als Akteure einzubeziehen und somit für die aktuellen Anforderungen an den Wohnungsbau im ländlichen Kontext zu sensibilisieren. Mitnichten werden nämlich dort nur Einfamilienhäuser gewünscht. Die vielen Facharbeiter der Hidden Champions suchen genauso bezahlbare Wohnungen. Viele Bauträger – und auch Wohnungsbaugesellschaften – bauen aber heute, was sie gestern verkauft haben, und meinen, damit auch das Morgen gut zu gestalten. Außerdem sind die Immobilienmärkte überhitzt, das heißt, Wohnungen werden als Anlagevermögen erworben, ohne zu hinterfragen, ob sie in zehn oder 20 Jahren noch marktgerecht sind.

Nach vielen Wohnungs-Gipfeln, Konferenzen und sonstigen interessanten Veranstaltungen geht die Architektenkammer am 29. Juni in Künzelsau einen neuen Weg: Nach einem Speed-Networking, wie es bereits zum Auftakt des Multihallen-Nutzungsworkshops erfolgreich erprobt wurde, geben Beispiele Impulse, die dann an drei Arbeitstischen vertieft werden. Diese stammen im Wesentlichen aus der ersten Ausgabe von "KONZEPT – Arbeitshefte für zeitgemäßes Wohnen". Erörtert werden die Themen "allengerecht bauen" sowie "bezahlbarer Wohnraum". Die Ergebnisse werden am Ende vorgetragen, diskutiert und sollen bestenfalls Anregungen sein für Politik, Wohnungswirtschaft und Berufsstand.

Carmen Mundorff / 02.06.2017