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    Seminarreihe – NACHMITTAG

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    ARCHIKON 2027
    Transformation: Von der Flächennutzung über bauindustrielle Prozesse bis hin zu Vergabeverfahren!
    Seminarreihe – NACHMITTAG

    Jetzt zum ARCHIKON 2027 anmelden! 
    Frühbucherpreis bis 15.12.2026 sichern | Bei Gruppenanmeldung ist jedes vierte Ticket kostenfrei!

    10.00 – 11.15 Uhr: Plenum – IMPULS
    11.30 – 12.30 Uhr: Seminarreihe – VORMITTAG 
    14.00 – 15.30 Uhr: Plenum – DIALOG
    > 16.00 – 17.30 Uhr: Seminarreihe – NACHMITTAG 
    18.00 – 19.00 Uhr: Plenum – FAZIT
     

    16.00 – 17.30 Uhr: Seminarreihe – NACHMITTAG

    Ein Impulsvortrag leitet in das jeweilige Seminarthema ein. Anschließend wird in einer Diskussionsrunde mit weiteren geladenen Experten und Expertinnen aus Planung, Wissenschaft und Kommune reflektiert. Die folgenden zehn Seminare finden parallel statt.

     

    01 - STADTLANDSCHAFTEN

    Unsere Städte verfügen nicht zwangsläufig über zu wenig Raum – vielmehr stellt sich die Frage, wie vorhandene Flächen, Leerstände und Zwischenräume künftig genutzt und weiterentwickelt werden können. Welche Strategien können Stadtlandschaften aktivieren, Nutzungen neu verknüpfen und Orte langfristig lebendig halten?

    Moderation: Patricia Legner, Senner Planungswerkstatt,  Stuttgart

    Impulsvortrag:
    Prof. Andreas Kipar, LAND, Mailand

    in anschließender Diskussion mit:
    Ingrid Sabatier | Stephan Schwarz, ISSS Research Architektur urbanism, Berlin
    Nina Frense, Regionalverband Ruhr  / IGA 2027 Ruhrgebiet, Essen
    Michael Lang, Oberbürgermeister, Wangen im Allgäu


    Prof. Andreas Kipar, LAND, Mailand        

    Nicht mehr Fläche, sondern mehr Leistung: Eine zukunftsfähige Baukultur macht Bestand zur Ressource für natur-positive urbane Landschaften.

    Mehr zur Person

    Prof. Andreas Kipar, Architekt, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner, ist Gründer und CEO des internationalen Landschaftsberatungsunternehmens LAND mit Niederlassungen in Saudi-Arabien, Österreich, Kanada, Deutschland, Italien und der Schweiz. Er ist Vollmitglied der DASL, des BDLA, des Italienischen Verbandes der Landschaftsarchitekten (AIAPP) und des Italienischen Instituts für Stadtplanung (INU). Im Jahr 2007 wurde er für sein ehrenamtliches Engagement im deutsch-italienischen Austausch mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Zudem erhielt er den Halstenberg-Preis 2024 für seine außergewöhnlichen und wegweisenden Leistungen im Bereich der Stadt- und Raumplanung. Seit 2023 ist er Mitglied der globalen Expertengruppe der Initiative Nature-Positive Cities des Weltwirtschaftsforums. Andreas Kipar ist der Erfinder des „Raggi Verdi“-Modells in Mailand, das eine neue Form der langsamen Mobilität vom Zentrum bis in die Peripherie fördert. Dieses Modell gilt international als wegweisend in der grünen Stadtplanung. Kipars Arbeit wurde mit mehr als 20 renommierten internationalen Preisen ausgezeichnet. Seit 2009 lehrt er am Politecnico di Milano.


    02 - INFRASTRUKTUREN

    Innovative Mobilitätskonzepte verändern nicht nur die Art, wie wir uns fortbewegen, sondern auch die Räume dazwischen. Neue Infrastrukturen verknüpfen Quartiere, schaffen Aufenthaltsqualitäten und aktivieren vorhandene Orte neu. Welche Architektur brauchen diese neuen Knotenpunkte? Und welches Potenzial bieten sie für die Vernetzung von Stadt und Region?

    Moderation: Timo Buff, Sippel.Buff, Stuttgart

    Impulsvortrag:
    Prof. Stefan Rettich, Universität Kassel

    in anschließender Diskussion mit:
    Philipp Hölderich, Planersocietät, Karlsruhe
    Barbara Neumann-Landwehr, Stadtplanungsamt Tübingen


    Prof. Stefan Rettich, Universität Kassel

    Strom ist der Treibstoff unserer Zeit – in allen Sphären von Arbeit über Mobilität oder Energie entstehen neue Infrastrukturen, die den Raum grundlegend verändern.

    Mehr zur Person

    Prof. Stefan Rettich ist Architekt und Professor für Städtebau an der Universität Kassel. Von 2011 bis 2016 war er Professor für Theorie und Entwerfen an der Hochschule Bremen, zuvor lehrte er vier Jahre am Bauhaus Kolleg in Dessau. Er ist u.a. Mitglied im IBA-Expertenrat des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie Gründungspartner und Mitinhaber von KARO* architekten.


    Philipp Hölderich, Planersocietät, Karlsruhe

    Wir sollten Städte und Gemeinden so gestalten, dass sie funktional, lebenswert und von hoher Aufenthaltsqualität geprägt sind. Eine Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung, die die Bedürfnisse vor Ort in den Mittelpunkt stellt, ist dafür ein entscheidender Baustein.

    Mehr zur Person

    Philipp Hölderich ist einer der Geschäftsführer der Planersocietät Frehn Steinberg Partner GmbH. Er hat Raumplanung in Kaiserslautern, Wien und Dortmund studiert. Bereits während seines Studiums in Dortmund begann er bei der Planersocietät zu arbeiten. Seit 2016 leitet er den damals neu gegründeten Bürostandort in Karlsruhe, seit 2023 gehört er der Geschäftsführung an. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen von Beginn an in der Entwicklung integrierter Mobilitätskonzepte sowie in der Förderung des Fuß- und Radverkehrs. Darüber hinaus beschäftigt er sich seit mehreren Jahren mit der Entwicklung und Gestaltung öffentlicher Räume und Ortsmitten im Spannungsfeld vielfältiger Mobilitätsanforderungen.


    03 - DIE PRODUKTIVE STADTREGION

    Industrie und Handwerk brauchen nicht zwangsläufig die grüne Wiese für ihren Fortbestand. Gerade innerstädtische Brachflächen bieten großes Potenzial, um Arbeiten, Wohnen und Produktion neu zusammenzudenken, Wege zu verkürzen und einen Fokus auf regionale Wertschöpfung zu richten. Wie sehen zukunftsfähige Modelle für eine produktive Stadtregion aus? Und wie lassen sie sich langfristig realisieren?

    Moderation: Dörte Meinerling, planbar hochdrei, Stuttgart

    Impulsvortrag:
    Christine Sohar, MVRDV, Rotterdam

    in anschließender Diskussion mit:
    Andreas Böhm, B&O Gruppe, Bad Aibling
    Heike Dederer-Schöberl, Stadtplanungsamt Karlsruhe


    Heike Dederer-Schöberl, Stadtplanungsamt Karlsruhe

    Die Verknüpfung von Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und Energieversorgung muss für zukunftsweisende Gewerbegebiete jeden Tag neu gedacht werden.

    Mehr zur Person

    Heike Dederer-Schöberl, SRL-Mitglied, studierte Architektur und Städtebau in Karlsruhe. Seit 30 Jahren ist sie im Stadtplanungsamt Karlsruhe tätig, das sie seit 2026 leitet, und seit 20 Jahren Leiterin der Planungsstelle des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe. Unter ihrer Leitung wurde auf Basis der Gewerbeflächenstudie der Flächennutzungsplan 2030 fortgeschrieben, sowie der Teil-FNP Wind aufgestellt, das „Räumliche Leitbild“ fertiggestellt und als einer der bundesweit ersten der „Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung“ erarbeitet sowie die ämterübergreifende Arbeitsgruppe „Strategische Innenentwicklung von Gewerbeflächen, nachhaltig und innovativ“ initiiert.


    04 - GEBAUTE GEMEINSCHAFT

    Gesellschaftlicher Wandel und zunehmende Individualisierung verändern das Zusammenleben in Städten und Quartieren. Architektur kann dabei wichtige Räume für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliches Leben schaffen. Wie können gemeinschaftliche Nutzungen in Gebäuden und Quartieren neu gedacht werden, um Nachbarschaften zu stärken und soziale Teilhabe zu fördern?

    Moderation: Tina Muhr, IBA2027 Stadtregion Stuttgart

    Impulsvortrag:
    Emma Stiehle und Leona Erdmann, Planungskollektiv vonwegenleer, Hamburg

    in anschließender Diskussion mit:
    Philine Barbe, umbaubar, Berlin
    Dr. Iris Beuerle, vbw, Stuttgart
    Andreas Ringle, Baubürgermeister,Heilbronn


    Im Bild von links: Juli Sottorf, Leona Erdmann und Emma Stiehle.

    Emma Stiehle und Leona Erdmann, Planungskollektiv vonwegenleer, Hamburg

    Büroleerstand und Wohnungsknappheit - ein Match? Wir nutzen leere Büros temporär gemeinschaftlich zum Wohnen.

    Mehr zur Person

    Emma Stiehle hat gemeinsam mit Leona Erdmann und Juli Sottorf vonwegenleer gegründet. 2020 haben die Gründerinnen das Architekturstudium an der HCU Hamburg begonnen. 2023 waren sie durch Zufall zur gleichen Zeit im Erasmus-Semester in Nantes. 2024 schrieben sie gemeinsam ihre Bachelorthesis über Büroleerstand und Wohnzwischennutzung, woraus die „vonwegenleer“ gründeten. Mit Zuwendung der Stadt Hamburg setzten sie 2025 ihr erstes Projekt „Pop-Up Wohnen" als Reallabor um, parallel zur Arbeit am Fachgebiet Architektur, Raum und Gesellschaft der HCU. Seit Ende 2025 studieren sie im Master und setzen mit vonwegenleer ein weiteres städtisch gefördertes Projekt um.


    Philine Barbe, umbaubar, Berlin

    Mehr zur Person

    Philine Barbe ist Architektin undFachplanerin für Denkmalschutz. Sie studierteArchitektur an der TU Berlin und Bauhaus Universität Weimar mit dem Fokus auf Umnutzung und Umbaukultur von anspruchsvollen Industriearealen, sowie Holzbau und Wiederverwendung von Bauteilen. 2026 erwarb sie die Zusatzqualifikation zur Fachplanerin für Denkmalschutz an der Bauhaus Universität Weimar. Im gleichen Jahr promovierte sie zu leerstehenden Fabrikgebäuden, möglichen Umnutzungen und Instrumenten gegen Leerstand. Ab 2027 lehrt sie an der Hochschule Mainz im Professorinnenprogramm 2030. Sie ist Mitgründerin von umbaubar | Kollektiv für Umbaukultur und Ressourcenschonung und Mitgründerin der Vollgut eG, für die sie die Umbauplanung des Vollgut Projekts leitet.


    Dr. Iris Beuerle, vbw, Stuttgart

    Die Wohnungswirtschaft schafft Räume, um Nachbarschaften und soziale Teilhabe zu fördern, Begegnung zu ermöglichen und Gemeinschaft nachhaltig zu stärken.

    Mehr zur Person

    Prof. Dr. Iris Beuerle ist Verbandsdirektorin des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. und seit rund 30 Jahren in der Wohnungswirtschaft tätig. Nach ihrem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Studium in Nürtingen und München promovierte sie in Hamburg über Wohnungsgenossenschaften im gesellschaftlichen Wandel. In zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen, Vorträgen und Beratungen zu ihren Schwerpunkten Wohnungswirtschaft und Quartiersentwicklung verbindet sie Theorie und Praxis – auch in ihrer Funktion als Honorarprofessorin an der HfWU Nürtingen-Geislingen.


    05 - KREISLÄUFE

    Um Kreislaufwirtschaft langfristig im Bauwesen zu etablieren, braucht es neue Strukturen, Prozesse und ein anderes Verständnis von Planung. Wie lassen sich Kreisläufe von Beginn an mitdenken und konsequent umsetzen – von der Materialwahl über Konstruktion bis hin zur Nutzung? Welche Disziplinen, Kooperationen und Verantwortlichkeiten braucht es dafür?

    Moderation: Marie Grützner, Strategieberaterin für zirkuläres Bauen, Stuttgart

    Impulsvortrag:
    Carl Zillich, Projektbüro Innenstadt, Bremen

    in anschließender Diskussion mit:
    Eike Roswag-Klinge, Präsident der Architektenkammer Berlin / ZRS Architekten, Berlin
    Axel Girod, Stadt Wendlingen am Neckar
    Helge Viehweg, Bürgermeister, Straubenhardt (angefragt)


    Carl Zillich, Projektbüro Innenstadt, Bremen

    Ausgangspunkt räumlicher und baulicher Transformation ist das Ausbrechen aus Pfadabhängigkeiten. Intermediäre Strukturen helfen, um Kreislauf-Theorien in baukulturelle Praxis zu überführen.

    Mehr zur Person

    Carl Zillich ist Geschäftsführer der Projektbüro Innenstadt Bremen GmbH. Er studierte Architektur und Stadtplanung in Kassel und New York City. Er war zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hannover, später für die Bundesstiftung Baukultur tätig. Es folgten neun Jahre, in denen er die kuratorische Leitung der IBA Heidelberg innehatte. Er engagiert sich als Fachpreisrichter in Architekturwettbewerben und Konzeptvergabeverfahren, ist außerordentliches Mitglied im Bund Deutscher Architektinnen und Architekten Berlin, war fünf Jahre Mitglied des Gestaltungsbeirats der Stadt Oldenburg und lehrte an der Universität Kassel. Seit 2021 ist er im Aufsichtsrat der Montag Stiftung Urbane Räume, seit 2025 Mitglied im Beirat der Science City Hamburg Bahrenfeld.


    Eike Roswag-Klinge, Präsident der Architektenkammer Berlin / ZRS Architekten, Berlin

    Der Bestand ist unser größter Hebel für die Bauwende. Reallabore müssen bürokratische Hürden abbauen, um zirkuläres Bauen zu etablieren.

    Mehr zur Person

    Prof. Eike Roswag-Klinge, BDA, absolvierte zunächst eine Tischlerausbildung und studierte von 1992 bis 2000 Architektur an der Technischen Universität Berlin. 2003 war er einer der Mitbegründer des Büros ZRS Architekten und Ingenieure und ist bis heute einer der Geschäftsführerenden. Seit 2017 ist er Professor für konstruktives Entwerfen und klimagerechte Architektur an der Technischen Universität Berlin am Institut für Architektur und leitet das Natural Building Lab. Seit Juni 2025 ist er Präsident der Architektenkammer Berlin.


    Axel Girod, Stadt Wendlingen am Neckar

    Generationengerecht bauen heißt an die nächste Nutzung zu denken. Heute Holzparkhaus morgen Wohnraum – Nachhaltig gebaut und für die Zukunft wandelbar.

    Mehr zur Person

    Axel Girod hat an der TU München Bauingenieurswesen studiert. Seit 2012 leitet er das Bauamt der Stadt Wendlingen am Neckar und war an der Transformation des Otto-Quartiers maßgeblich beteiligt. Eine weitere wichtige und zukunftweisende städtebauliche Entwicklung wurde mit der Neckarspinnerei vorangebracht, ein IBA’27 Projekt, welches die „produktive Stadt“ – CO²-neutral und nachhaltig – neu interpretiert. 2022-24 erfolgte der Bau des damals größten Holzparkhauses Deutschlands welches rückbaubar und stockwerksweise umnutzbar geplant und gebaut wurde.


    06 - BAUHERRSCHAFTEN UND GEMEINWOHL

    Mit der zunehmenden Bedeutung von Bestand und Gemeinwohl wird sich auch die Haltung in der Immobilienwirtschaft ändern müssen. Im Fokus stehen nicht mehr kurzfristige Renditen, sondern langfristige und wirtschaftlich tragfähige Strategien für Umnutzung, Weiterentwicklung und den Betrieb bestehender Strukturen. Welche neuen Partnerschaften und Wirtschaftsmodelle braucht es für eine nachhaltige Entwicklung des Bestands? Und wie können Gemeinwohl und Baukultur langfristig Teil wirtschaftlicher Entscheidungen werden?

    Moderation: Daniela Keck, Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“, Stuttgart

    Impulsvortrag:
    Rut-Maria Gollan, wagnis Genossenschaft München

    in anschließender Diskussion mit:
    Robert Ambrée, Montag Stiftung Urbane Räume, Bonn (angefragt)
    Lars Grüttner, GWG Reutlingen
    Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister Stadt Freiburg

    07 - BAUINDUSTRIE UND HANDWERK

    Bauindustrie und Handwerk werden zunehmend zu wichtigen Partnern – nicht nur im Bauprozess, sondern bereits in der Planungsphase. Ihre Rolle wandelt sich vom reinen Umsetzen hin zum Mitgestalten und Möglichmachen. Wie verändern neue Materialien, Prozesse und Kooperationen das Verhältnis zwischen Planung und Ausführung? Und welche neuen Modelle der Prozessgestaltung und Zusammenarbeit braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung?

    Moderation: Antonia Diel,  Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“, Stuttgart

    Impulsvortrag:
    Prof. Martina Bauer, Barkow Leibinger, Berlin

    in anschließender Diskussion mit:
    Sebastian Schmäh, Holzbau Schmäh, Meersburg
    Prof. Moritz Dörstelmann, KIT, Karlsruhe


    Prof. Martina Bauer, Barkow Leibinger, Berlin

    Das Weissenhof.Forum zeigt: Innovation wird baubar, wenn Planende, Bauindustrie und Ausführende früh zusammenarbeiten. Dabei ist der Bestand kein Hindernis, sondern Ausgangspunkt: für weniger Ressourcenverbrauch und eine neue Kultur des Weiterbauens.

    Mehr zur Person

    Prof. Martina Bauer studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin und am Royal Melbourne Institute of Technology in Australien. Seit 1999 ist sie bei Barkow Leibinger tätig, seit 2020 als Mitglied der Geschäftsleitung. Sie leitete zahlreiche Wettbewerbe und realisierte Projekte unterschiedlicher Maßstäbe im In- und Ausland. Derzeit ist sie für das Weissenhof.Forum verantwortlich, ein Besucher- und Informationszentrum für die Weissenhofsiedlung in Stuttgart. Seit 2023 ist Martina Bauer Professorin und Leiterin des Instituts für Industriebau, Entwerfen und Konstruieren an der Universität Stuttgart.


    Sebastian Schmäh, Holzbau Schmäh, Meersburg

    Als Familienunternehmer im Holzbau in der 6. Generation stehe ich für kontinuierliche Weiterentwicklung im Handwerk auf Augenhöhe mit guten Planern und guten Architekten. Bei aller Prozess- und Planungsoptimierung stehe ich aber auch für die Arbeit mit den Händen und hier suchen viele junge Menschen eine erfüllte und nachhaltige Zukunft.

    Mehr zur Person

    Sebastian Schmäh führt als Zimmermannsmeister seit 2003 das Familienunternehmen Holzbau Schmäh in Meersburg in sechster Generation. Er ist Mitglied im Prüfungsausschuss der Restauratoren im Zimmererhandwerk, im Verband der Restauratoren im Zimmererhandwerk (Vorsitz 2016 bis 2024), im Dachverband der Restauratoren im Handwerk (Vorsitz 2019 bis 2025) sowie Gründungsmitglied des Denkmalnetz BW. Der 2024 fertiggestellte Holzbau Schmäh Campus wurde von der Architektenkammer BW mit „Beispielhaftes Bauen“ ausgezeichnet sowie mit dem „Holzbaupreis“. Er ist „Finalist des Dt. Nachhaltigkeitspreises Architektur 2026“ und gehört zur „Engeren Wahl des Dt. Holzbaupreises 2025“.


    08 - KOMMUNIKATION

    Transformation braucht Kommunikation. Architekturvermittlung schafft Verständnis, stärkt Teilhabe und fördert Akzeptanz – insbesondere in Nachbarschaften, die von Veränderung unmittelbar betroffen sind. Gleichzeitig steht auch der Berufsstand vor der Aufgabe, Entscheidungen, Ziele und Absichten transparent und nachvollziehbar zu vermitteln. Welche Formen der Kommunikation braucht es, um komplexe Prozesse verständlich zu machen, Dialoge zu fördern und unterschiedliche Interessen zusammenzuführen?

    Moderation: Grażyna Adamczyk-Arns, IBA2027 StadtRegion, Stuttgart

    Impulsvorträge mit anschließender Dialogrunde:
    Jens Keil, Pfarrer Evangelische Kirchengemeinde Feuerbach, Stuttgart
    Martin Gebler, Baugenossenschaft Neues Heim, Stuttgart
    Nikolai Pauli, Klett Liegenschaften, Stuttgart
    Hagen Schröter, Esslinger Wohnungsbau, Esslingen


    Jens Keil, Pfarrer Evangelische Kirchengemeinde Feuerbach, Stuttgart

    Wer bewahren will, muss verändern. Ein tragfähiger Wandel braucht Kommunikation und Verständigung darüber, was bleibt und was neu werden kann.

    Mehr zur Person

    Jens Keil ist Pfarrer und studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Marburg und Edinburgh. Anschließend absolvierte er eine journalistische Ausbildung und arbeitete im Evangelischen Medienhaus Stuttgart. Nach Vikariat und Pfarrstellen in Sulz am Neckar, Gerlingen und Aldingen/Remseck ist er seit 2021 Pfarrer in Stuttgart-Feuerbach. Fortbildungen in Transaktionsanalyse ergänzen seine Erfahrung in Kommunikation und Gemeindeleitung. Als Pfarrer begleitete er mehrere kirchliche Bauprojekte, darunter die Innenrenovierungen der Lukaskirche Gerlingen und der Aldinger Stadtkirche. Aktuell verantwortet er auf kirchlicher Seite den Neubau des Gemeindehauses Feuerbach, ein Projekt der IBA’27.


    Martin Gebler, Baugenossenschaft Neues Heim, Stuttgart

    Bestand zu transformieren heißt, Räume, Nutzungen und Nachbarschaften gemeinsam weiterzuentwickeln. Wer Transformation ernst nimmt, muss Kommunikation und Beteiligung von der ersten Idee bis in den dauerhaften Betrieb organisieren – und immer wieder neu aushandeln.

    Mehr zur Person

    Martin Gebler ist Prokurist und Leiter Strategische Quartiersentwicklung bei Neues Heim – Die Baugenossenschaft eG in Stuttgart. Als Immobilien-Ökonom und Diplom-Sozialarbeiter verbindet er wohnungswirtschaftliche, sozialräumliche und städtebauliche Perspektiven und beschäftigt sich mit integrierter Quartiersentwicklung, gemeinschaftlichen Wohnformen und neuen Formen des Zusammenlebens. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der partizipativen Entwicklung sozial nachhaltiger Quartiere und der Zusammenarbeit von Wohnungswirtschaft, Sozialwirtschaft und Kommunen. Dabei wirkt er unter anderem maßgeblich an der Entwicklung des IBA’27-Projekts Quartier am Rotweg mit. Zudem engagiert er sich in Fachgremien des GdW und vbw und lehrt zu Sozialmanagement und Quartiersentwicklung.


    Hagen Schröter, Esslinger Wohnungsbau, Esslingen

    Eine vollumfängliche Kommunikation bei großen Quartiersprojekten ist essentiell, um Bürger, Nachbarn und alle Beteiligten von Anfang an als Akteure miteinzubeziehen und um somit ein gemeinsames Ziel zu verfolgen – den Bau von Wohn- und Lebensraum, in dem sich alle wohlfühlen.

    Mehr zur Person

    Hagen Schröter ist Diplom-Kaufmann und seit 2007 alleiniger Geschäftsführer bei der EWB Esslinger Wohnungsbau GmbH. Nach seinem Studium an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg war er zunächst als Geschäftsführer der Stadtbau Wendlingen am Neckar GmbH tätig. Danach war er als Vorstandsmitglied bei den Stuttgarter Bahnhofplatzgesellschaften für das kaufmännische Ressort zuständig. Während seiner Zeit als Geschäftsführer bei der LBBW Immobilien Management Gewerbe GmbH war er mit dem Aufbau und der Leitung des Zentralbereichs Finanzmanagement der LBBW-Immobilien-Gruppe betraut. In diesen über 30 Jahren ist er zum Experten für Wohnungsbau, gewerbliche Projektentwicklungen und Unternehmensführung geworden.


    09 - VERFAHREN UND PROZESSE

    Wettbewerbs- und Vergabeverfahren stehen im Wandel. Steigende Anforderungen, komplexere Rahmenbedingungen und neue Herausforderungen verlangen nach einer kontinuierlichen Weiterentwicklung – ohne dabei die bewährten Grundlagen erfolgreicher Verfahren aus den Augen zu verlieren.

    Moderation: Mark Arnold, Architektur 109, Stuttgart

    Impulsvortrag:
    Andreas Hofer, IBA2027 StadtRegion Stuttgart

    in anschließender Diskussion mit:
    Bärbel Hoffmann, D‘Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten, Stuttgart
    Jürgen Odszuck, Erster Bürgermsiter der Stadt Heidelberg (angefragt)
    Ulrich Bahmer, Baubürgermeister der Stadt Ditzingen (angefragt)


    Andreas Hofer, IBA2027 StadtRegion Stuttgart
    Die Gesellschaft braucht Zukunft, Architektur ist die einzige Disziplin, die dafür Bilder schaffen kann. Wir unterschätzen den Ballast der Moderne, die Fragmentierung unseres Denkens in Funktionen, nun geht es um ganzheitliche Nachhaltigkeit.

    Mehr zur Person

    Andreas Hofer hat an der ETH Zürich Architektur studiert. Er erlebte die Transformation einer Industriestadt, Wohnungsmangel und Immobilienkrise und beschäftigte sich in der Folge mit den Bedingungen guter Architektur. Dabei erwies sich der genossenschaftliche Wohnungsbau als tragfähige Basis. Mit Kraftwerk1 und mehr als wohnen gestaltete er wegweisende Pionierprojekte in Zürich mit und reflektierte seine Erfahrungen in Jurys, Beratungsmandaten, publizistisch und in der Lehre. Seit 2018 leitet er als Intendant die IBA’27 StadtRegion Stuttgart und bearbeitet mit einem engagierten Team ein Projektportfolio, das Antworten auf die Herausforderungen der Zeit geben will.


    10 - GEBÄUDEHÜLLEN

    Gebäudehüllen sind weit mehr als die äußere Erscheinung eines Gebäudes. Sie übernehmen zentrale Funktionen für Raumklima, Energieeffizienz und den Umgang mit klimatischen Veränderungen. Gerade im Bestand wird die Weiterentwicklung von Fassaden zu einer wichtigen Aufgabe der Transformation. Welchen Beitrag können Gebäudehüllen leisten, um bestehende Gebäude resilienter, anpassungsfähiger und damit zukunftsfähig zu machen?

    Moderation: Prof. Dr. Thomas Stark, HTWG Konstanz

    Impulsvortrag:
    Prof. Dr. Jan Cremers, HfT Stuttgart

    in anschließender Diskussion mit:
    Julian Länge, knippershelbig, Stuttgart
    Oliver Seidel, Baubüro in situ, Basel
    Norbert Sack, ift Rosenheim


    Prof. Dr. Jan Cremers, HfT Stuttgart

    Beim Bauen haben wir eine besondere Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen: Funktionalität, Ressourceneinsatz und Gestaltqualität müssen zusammen gedacht werden - inklusive Bestand, Neubau und Nutzung. Hier spielt die Gebäudehülle eine Schlüsselrolle.

    Mehr zur Person

    Prof. Dr. Jan Cremers ist Architekt und Professor für Gebäudetechnologie an der Hochschule für Technik Stuttgart in den Studienbereichen Architektur und im Klima-Engineering. Er forscht und publiziert zu den Schwerpunktthemen nachhaltiges Planen und Bauen, innovative Gebäudehüllen, Leichtbau, Bauen mit Membranen und Folien.


    Julian Länge, knippershelbig, Stuttgart

    Der Wandel weg von vollverglaster Architektur eröffnet Potenziale für resilientere und zukunftsfähigere Gebäude durch die Reduktion grauer Emissionen, die Minimierung von Energieverlusten und Überhitzungsrisiken.

    Mehr zur Person

    Julian Länge ist Senior Associate bei knippershelbig, eingetragener Architekt und zertifizierter Fassadeningenieur. Als Projektleiter beschäftigt er sich mit der Entwicklung komplexer Gebäudehüllen an der Schnittstelle von Architektur, Konstruktion, Geometrie, Nachhaltigkeit und energetischer Simulation. Er war an der Planung und Realisierung zahlreicher nationaler und internationaler Projekte beteiligt. Julian Länge initiierte 2020 den Stuttgarter Nachhaltigkeitsstammtisch, der sich zu einer büroübergreifenden Plattform für nachhaltige Planungsansätze entwickelte, und engagiert sich darüber hinaus im Arbeitskreis zur Wiederverwendung von Glasprodukten des Fachverbands für konstruktiven Glasbau.


    Norbert Sack, ift Rosenheim

    Mehr zur Person

    Norbert Sack studierte Physik an der Universität Würzburg. Am ift Rosenheim ist er seit 1995 tätig und leitet seit 2006 die Abteilung Forschung und Entwicklung. Er arbeitet in verschiedenen nationalen und internationalen Normenausschüssen mit. Er ist Obmann des europäischen Normungsausschusses CEN/TC 89/WG 7 - Thermal properties of doors and windows. Desweiteren ist er Mitglied im Sachverständigenausschuss SVA B1 Wärmeleitfähigkeit und Wärmedämmstoffe des DIBt. Seine Fachexpertise und Erfahrung gibt er u.a. im Rahmen der EDPRO Schulungsreihe weiter.


    17.11.2025

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