Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Foto: Jens Kramer
Haydnstraße 2572810 Gomaringen
Das zu beplanende Grundstück ist umgeben von der Wohnbebauung im Osten, der Sporthalle mit Parkplatz im Westen, Sportanlage im Norden und weitläufigen Landschaftsflächen im Süden. Unter Berücksichtigung dieser Ausgangslage entsteht ein selbstbewusster Baukörper. Seine Figur spiegelt sich im in der Ferne liegenden Albtrauf wider. Das Jugendhaus definiert eine Raumkante zur Straße hin und bildet eine neue Adresse. Besucher werden vom Vorplatz aus mit einer einladenden Geste in Form eines großzügig über-dachten Eingangsbereichs empfangen.
Über den Windfang gelangt man ins Foyer, welches in den Chill-Bereich mit Bar übergeht. Eine großzügige, zusammenhängende Fläche entsteht. Die Gruppenräume sind nach Norden und Osten orientiert. Im südlichen Gebäudeteil ist der Bandraum verortet. Die Nebenräume sind zur Straßenseite hin ausgerichtet. Die öffenbaren Fenster-Elemente der Gruppenräume befinden sich auf der Nordseite, die des Bandraumes auf der Südseite, also jeweils von der Wohnbebauung im Osten abgewandten Seite. Die Sanitärräume können über das Foyer und unabhängig von den Öffnungszeiten des Jugendhauses auch von außen erschlossen werden.
Das moderne Holzhaus wird auf einer flach gegründeten Stahlbeton Bodenplatte aufgesetzt. Wärmegedämmte Holzständerwände, auf denen das Dach aus massiven Deckenbalken und Holzplatten aufliegt, bilden das Traggerüst. Die Wandflächen wurden farbig beschichtet, die Bodenflächen sind aus Linoleum. Die sanitären Anlagen wurden gefliest. Die Deckenplatten sind akustisch wirksam. Die geneigten Dachflächen ergeben spannungsreiche Räume im Inneren und erhalten eine extensive Begrünung.
Die Außenanlagen enthalten neben befestigten Flächen unter anderem eine großzügig angelegte Skateanlage, ein Beachvolleyballfeld sowie Rasenspielflächen. Ziel war ein zeitgemäßes Angebot für Jugendliche mit vielfältigen Sport- und Freiflächen. Fließende Übergänge und klar definierte Funktionsbereiche schaffen großzügige Räume mit Ruhezonen und Zuschauerbereichen. Die Skateelemente sind eng mit der Architektur verbunden und flexibel nutzbar. Baum- und Gräserpflanzungen verleihen der Anlage einen heimischen Charakter und strukturieren den Außenraum.
Streetplaza, Flowpark und Bowl kommen in einzigartiger Weise zusammen. Eine in die Freiraumgestaltung eingebettete "Skatepark-Scholle" gräbt sich nach Osten in das ansteigende Gelände, modelliert nach Norden und Süden gegenüberliegende Anfahrtsrampen und öffnet sich dann zum westlich gelegenen Jugendhaus. Von hier ergeben sich spannende Einblicke über den „Anfängerbereich“ bis in den Flowpark. Somit bietet sich den Skatern eine Bühne mit regelmäßigem Publikum.
Aktuelle Ergebnisse, die Prämierungen aus den letzten beiden Jahren sowie die ausgelobten Verfahren in diesem Jahr inklusive Tipps zur Teilnahme finden Sie hier.