Schlosscafé Öhringen, Umbau und Umnutzung des Ostflügels des Schlosses
Marktplatz 16
74613 Öhringen
Architektur/Stadtplanung
Ulrich Schimmel, Öhringen
Ulrich Schimmel, Öhringen
Bauherrschaft
Große Kreisstadt Öhringen, vertreten durch Oberbürgermeister Thilo Michler
Große Kreisstadt Öhringen, vertreten durch Oberbürgermeister Thilo Michler
Fertigstellung
2015
2015
Begründung der Jury
Der Einzug des Schlosscafés in den östlichen Bereich des Schlosses ist ein hoher Mehrwert für Öhringen: Die neue Nutzung belebt die Innenstadt und gewährleistet den Erhalt von Denkmalsubstanz. Die Idee, leerstehende Lagerräume mit der Infrastruktur eines Cafés zu reaktivieren, einen Teil des Innenhofs zur Schaffung von Sitzplätzen mit imposantem Ausblick verglast zu überdachen und damit die getrennt liegende ehemalige Wein-Probierstube zur Gastraumnutzung anzubinden, ist ein beispielhafter Umgang mit Bestandsbauten. Die höher gelegene Eingangstür ist barrierefrei über eine optimal angelegte Rampe zu erreichen. Der Gastraum ist gut gegliedert und mit einem gemütlichen Sitzbereich versehen. Die Stahlkonstruktion der Zwischenüberdachung mit großen Glasflächen lässt Tageslicht hinein und ermöglicht vielfältige Blicke nach außen. Die Gäste fühlen sich sichtlich wohl.
Objektbeschreibung
Durch den Auszug des Weingutes Fürst zu Hohenlohe-Öhringen wurde der Ostflügel des Schlosses Öhringen frei und von der Stadt Öhringen erworben. Der Renaissancebau wurde mehrfach an- und umgebaut. Die ältesten Bauteile stammen aus dem 17. Jahrhundert.
Die unter Denkmalschutz stehenden Räumlichkeiten im Erdgeschoss östlich der Durchfahrt sowie das freistehende Gesindehaus wurden 2015 zum Café mit Verkaufsraum und Backstube umgebaut. Der Haupteingang wurde an der ehemaligen Anlieferung mit einem neuen barrierefreien Zugang versehen. Die rollstuhlgerechte Rampe erhielt eine Verkleidung aus Cortenstahl. In dem eingeschossigen Anbau ist der neue Gastraum untergebracht. Die Außenmauern aus Fachwerk wurden statisch mit Stahlrahmen ertüchtigt. Der Innenputz wurde komplett entfernt und durch einen neuen Dämmputz ersetzt, die bestehende WC Anlage durch ein
behindertengerechtes WC ergänzt.
Der Verkaufsbereich mit Kuchentheke ist in den beiden Räumen des " langen Baus" angeordnet. Die Nutzung machte einen neuen Durchbruch sowie die Erweiterung des bestehenden Durchganges um einen Meter in der ehemaligen Giebelwand notwendig. Die weiteren Räume bis zur Durchfahrt in den Schlosshof werden für die Produktion mit Backstube, Vorratsraum, Büro und Küche genutzt. Passanten haben die Möglichkeit, durch ein Fenster den Herstellungsprozess der Backwaren zu verfolgen.
Der Raum zwischen Gesindeanbau und Café ist als Wintergarten mit zusätzlicher Sitzfläche für das Café ausgebildet und bietet zugleich die eingehauste Anbindung an die Weinstube und des Gewölbekellers. Das Tragwerk des Wintergartens aus Bodenplatte und
Stahlkonstruktion ist losgelöst von den bestehenden Gebäuden ausgebildet. Die Glas-Dachfläche schließt unterhalb des Traufgesimses des Gesindeanbaus an. Der Abschluss zum Schloss hin ist von dessen Außenwand abgelöst und als Glasfassade ausgebildet, ebenso der Abschluss zur Terrasse.
Die unter Denkmalschutz stehenden Räumlichkeiten im Erdgeschoss östlich der Durchfahrt sowie das freistehende Gesindehaus wurden 2015 zum Café mit Verkaufsraum und Backstube umgebaut. Der Haupteingang wurde an der ehemaligen Anlieferung mit einem neuen barrierefreien Zugang versehen. Die rollstuhlgerechte Rampe erhielt eine Verkleidung aus Cortenstahl. In dem eingeschossigen Anbau ist der neue Gastraum untergebracht. Die Außenmauern aus Fachwerk wurden statisch mit Stahlrahmen ertüchtigt. Der Innenputz wurde komplett entfernt und durch einen neuen Dämmputz ersetzt, die bestehende WC Anlage durch ein
behindertengerechtes WC ergänzt.
Der Verkaufsbereich mit Kuchentheke ist in den beiden Räumen des " langen Baus" angeordnet. Die Nutzung machte einen neuen Durchbruch sowie die Erweiterung des bestehenden Durchganges um einen Meter in der ehemaligen Giebelwand notwendig. Die weiteren Räume bis zur Durchfahrt in den Schlosshof werden für die Produktion mit Backstube, Vorratsraum, Büro und Küche genutzt. Passanten haben die Möglichkeit, durch ein Fenster den Herstellungsprozess der Backwaren zu verfolgen.
Der Raum zwischen Gesindeanbau und Café ist als Wintergarten mit zusätzlicher Sitzfläche für das Café ausgebildet und bietet zugleich die eingehauste Anbindung an die Weinstube und des Gewölbekellers. Das Tragwerk des Wintergartens aus Bodenplatte und
Stahlkonstruktion ist losgelöst von den bestehenden Gebäuden ausgebildet. Die Glas-Dachfläche schließt unterhalb des Traufgesimses des Gesindeanbaus an. Der Abschluss zum Schloss hin ist von dessen Außenwand abgelöst und als Glasfassade ausgebildet, ebenso der Abschluss zur Terrasse.
