Umbau Einfamilienhaus
Bismarckstraße 37
71069 Sindelfingen-Maichingen
Architektur/Stadtplanung
Wolfgang Roth Architekten BDA, Stuttgart
Wolfgang Roth Architekten BDA, Stuttgart
Bauherrschaft
Susanne und Timo Röcke, Helsinki
Susanne und Timo Röcke, Helsinki
Fertigstellung
2020
2020
Begründung der Jury
Das sanierte Einfamilienhaus aus den dreißiger Jahren überzeugt durch seinen sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Ein Anbau setzt sich klar und dennoch zurückhaltend vom bestehenden Baukörper ab. Im Erdgeschoß entstand ein gemeinsamer Wohn- und Essbereich entsprechend den heutigen Raumbedürfnissen, ohne jedoch den Charakter und die Atmosphäre dieser Epoche zu verändern. Im Obergeschoss blieb die Raumkonfiguration unverändert, was den Bewohnern Kompromissbereitschaft abverlangt. Saniert wurde nur dort, wo eine Sanierung aus Gründen des Substanzerhalts erforderlich war. Ein herausragendes Beispiel für respektvollem und gelungenem Umgang mit bestehender Substanz.
Objektbeschreibung
Angemessenheit
Dem Wunsch der Bauherrschaft nach einer Bewahrung des elterlichen Hauses folgend, wurde im Sinne der Angemessenheit sowohl der Mittel als auch des Ausdrucks, umgebaut und energetisch saniert.
Bescheidenheit
Der ursprüngliche Charakter eines bescheidenen, aber qualitätsvollen Gebäudes ging durch zahlreiche Um- und Anbauten, teilweise in Eigenleistung, verloren. Dennoch wurden diese als gleichwertiger Teil interpretiert und in einen neue Zeit überführt.
Nebeneinander
Das Konzept sah vor die funktionalen und qualitativen Defizite durch wenige, starke Eingriffe zu beheben. Die Altersschichten sollen ablesbar sein, sich aber gleichzeitig zu einem neuen Ganzen fügen.
Freilegen
Die Hauptintervention bestand in einer Neuordnung des kleinteiligen Erdgeschosses. Die dysfunktionale Aufteilung mit einem über die Küche erschlossenen Badezimmer wurde aufgelöst. Dazu wurden Trennwände entfernt und in eine Stahlstruktur aus Stützen und Trägern aufgelöst. Der Anbau mit Loggia aus den 1970er Jahren wurde durch eine großzügige Verglasung nach Süden dem Wohnraum zugeordnet.
Erhalten
Bauteile in gutem Zustand wie zahlreiche Fenster und Bodenbeläge wurden aufgearbeitet und in die Neugestaltung integriert.
Hinzufügen
Eine präzise gesetzte Holz-Ständer-Wand teilt das neue Erdgeschoss in einen fließenden Wohn-/Essbereich und ein abgetrenntes Schlafzimmer mit eigenem Bad. Bestehende Öffnungen im Innenraum und in der Fassade und wurden der neuen Organisation angepasst.
Aufarbeiten
Im gut funktionierenden ersten Obergeschoss beschränkten sich die Eingriffe auf die Erneuerung des Bades und dem Einbau einer freistehenden Badewanne, was ein subtiles Gefühl von Großzügigkeit auf kleinem Raum erzeugt. Der abgenutzte Teppichboden wurde entfernt und die darunterliegenden Holz-Dielen freigelegt.
Intervention
Die hinzugefügten, schwarz gestrichenen Stahlelemente machen die neue Zeitschicht ablesbar. Die weiß lasierten, neuen Oberflächen aus Holz-Dreischichtplatten erzeugen leichte Reflektionen. Der Kontrast aus mattem Schwarz und glänzendem Weiß und farbigen Bestandselementen verleiht dem Innenraum eine abwechslungsreiche Atmosphäre.
Ertüchtigen
Die vorhandene minimale Fassaden- und Dachdämmung wurden komplett entfernt und heutigen Standards entsprechend mit Holzfaser-Dämmung erneuert.
Verbinden
Der Zugang zum Garten war im Ausgangszustand sehr unbefriedigend und nur über die Eingangstreppe möglich. Die Bauherrschaft wünschte sich eine zusätzliche Verbindung, um direkt aus dem Wohnbereich in den Garten zu gelangen. Dazu wurde eine massive, angenehm begehbare Außentreppe entworfen, die zusätzlich einen Wasserhahn integriert und der Gießkanne einen festen Platz bietet und somit den Aufenthalt und die Arbeit im Garten charmant zelebriert.
Dem Wunsch der Bauherrschaft nach einer Bewahrung des elterlichen Hauses folgend, wurde im Sinne der Angemessenheit sowohl der Mittel als auch des Ausdrucks, umgebaut und energetisch saniert.
Bescheidenheit
Der ursprüngliche Charakter eines bescheidenen, aber qualitätsvollen Gebäudes ging durch zahlreiche Um- und Anbauten, teilweise in Eigenleistung, verloren. Dennoch wurden diese als gleichwertiger Teil interpretiert und in einen neue Zeit überführt.
Nebeneinander
Das Konzept sah vor die funktionalen und qualitativen Defizite durch wenige, starke Eingriffe zu beheben. Die Altersschichten sollen ablesbar sein, sich aber gleichzeitig zu einem neuen Ganzen fügen.
Freilegen
Die Hauptintervention bestand in einer Neuordnung des kleinteiligen Erdgeschosses. Die dysfunktionale Aufteilung mit einem über die Küche erschlossenen Badezimmer wurde aufgelöst. Dazu wurden Trennwände entfernt und in eine Stahlstruktur aus Stützen und Trägern aufgelöst. Der Anbau mit Loggia aus den 1970er Jahren wurde durch eine großzügige Verglasung nach Süden dem Wohnraum zugeordnet.
Erhalten
Bauteile in gutem Zustand wie zahlreiche Fenster und Bodenbeläge wurden aufgearbeitet und in die Neugestaltung integriert.
Hinzufügen
Eine präzise gesetzte Holz-Ständer-Wand teilt das neue Erdgeschoss in einen fließenden Wohn-/Essbereich und ein abgetrenntes Schlafzimmer mit eigenem Bad. Bestehende Öffnungen im Innenraum und in der Fassade und wurden der neuen Organisation angepasst.
Aufarbeiten
Im gut funktionierenden ersten Obergeschoss beschränkten sich die Eingriffe auf die Erneuerung des Bades und dem Einbau einer freistehenden Badewanne, was ein subtiles Gefühl von Großzügigkeit auf kleinem Raum erzeugt. Der abgenutzte Teppichboden wurde entfernt und die darunterliegenden Holz-Dielen freigelegt.
Intervention
Die hinzugefügten, schwarz gestrichenen Stahlelemente machen die neue Zeitschicht ablesbar. Die weiß lasierten, neuen Oberflächen aus Holz-Dreischichtplatten erzeugen leichte Reflektionen. Der Kontrast aus mattem Schwarz und glänzendem Weiß und farbigen Bestandselementen verleiht dem Innenraum eine abwechslungsreiche Atmosphäre.
Ertüchtigen
Die vorhandene minimale Fassaden- und Dachdämmung wurden komplett entfernt und heutigen Standards entsprechend mit Holzfaser-Dämmung erneuert.
Verbinden
Der Zugang zum Garten war im Ausgangszustand sehr unbefriedigend und nur über die Eingangstreppe möglich. Die Bauherrschaft wünschte sich eine zusätzliche Verbindung, um direkt aus dem Wohnbereich in den Garten zu gelangen. Dazu wurde eine massive, angenehm begehbare Außentreppe entworfen, die zusätzlich einen Wasserhahn integriert und der Gießkanne einen festen Platz bietet und somit den Aufenthalt und die Arbeit im Garten charmant zelebriert.
