Wir laden Sie herzlich zur Herbst-Exkursionder Kammergruppe Nordschwarzwald für das Jahr 2026 ein.
AmSamstag,den24.Oktober 2026 unternehmen wir eine Exkursion im Rahmen einer Busrundfahrt. Dabei werden wir ausgewählte, beispielhafte und sehenswerte Projekte in Reutlingen und Tübingen besichtigen und gemeinsam diskutieren.
PROGRAMM:
10.00 Uhr Treffpunkt und Start am Bahnhof Nagold, Bahnhof 1, 72202 Nagold
Das Texoversum ist ein Lehr-, Forschungs- und Innovationszentrum für textile Technologien und ein Teil des Campus Reutlingen. Das architektonische Konzept des Neubaus verbindet textiles Bauen, Offenheit und Vernetzung.
Die innovative Fassade aus Kohlenstoff- und Glasfasern wird robotisch gefertigt und individuell an Nutzung und Sonnenverlauf angepasst. Die selbst tragenden Elemente übernehmen zudem Sonnenschutz sowie die Absturzsicherung. Im Inneren sorgen vernetzte Ebenen, ein Atrium und offene Strukturen für räumliche Vernetzung und kurze Wege. Werkstattcharakter, sichtbare Technik und farbliche Gestaltung schaffen eine flexible, kommunikative Arbeitsatmosphäre. Die Fassade ermöglicht gleichzeitig Einblicke in die Arbeitswelt des Texoversums.
Architekt: allmannwappner GmbH, München in Kooperation mit Menges Scheffler Architekten, Frankfurt und Jan Knippers Ingenieure, Stuttgart
12.15 Uhr Mittagssnack – für Verpflegung ist gesorgt
13.00 Uhr Historisches Museum Oberamteistraße, Neubau „Gläsernes Haus“, Oberamteistraße 34, 72764 Reutlingen Die historische Häuserzeile Oberamteistraße 28 – 32 gehört zu den ältesten Fachwerkhäuserzeilen Süddeutschlands.
Der Neubau ersetzt das 1972 abgebrochene „Steinerne Haus“ und ergänzt das denkmalgeschützte Ensemble. Im Mittelpunkt steht eine komplexe Holztragstruktur aus heimischem Weißtannenholz, die das historische Bauvolumen nachbildet und zugleich die angrenzende Häuserzeile statisch abstützt. Eine dreischichtige Konstruktion aus diagonal und horizontal angeordneten Holzstreben trägt die Gebäudehülle. Fassade und Dach sind mit gussgläsernen Biberschwanzziegeln verkleidet. Je nach Licht und Beleuchtung wird das Tragwerk unterschiedlich sichtbar – der Bau erscheint transparent und glitzern wie eine Chimäre. Der Neubau verzichtet auf klassische Dämmung und Klimatisierung. Natürliche Belüftung und Entrauchung erfolgen über die offenen Fugen der gesamten Gebäudehülle, ohne mechanische Unterstützung.
15.00 Uhr Sparkassenhaus, Reutlingen Ludwig-Erhard Straße 40, 72760 Reutlingen Der Neubau der Kreissparkasse Reutlingen ist ein modernes Verwaltungsgebäude für rund 400 Mitarbeitende mit offenen Bürobereichen,
Schulungs- und Beratungsflächen sowie einem Mitarbeiterrestaurant. Der dreiflügelige Baukörper mit drei Innenhöfen positioniert sich als selbstbewusster Solitär im Orschel-Park und vermittelt gleichermaßen zwischen Funktionalität und Umgebung. Dabei entstehen außen differenzierte Freiräume sowie eine klare, lichtdurchflutete Struktur im Inneren. Der Neubau ruht auf einem kräftigen Sockel, der die Topografie aufnimmt und einen starken Bezug zur umliegenden Landschaft herstellt. Zusammen mit der transparenten Metall-Glasfassade, die dem Gebäude Leichtigkeit und Tiefe verleiht, wird das neue Sparkassenhaus zu einem sichtbaren Ausdruck zeitgemäßer Arbeitskultur.
17.00 Uhr Feuerwehrgerätehaus, Tübingen-Lustnau Albertstraße 15, 72074 Tübingen Das Feuerwehrgebäude am Ortseingang von Tübingen setzt mit seiner konsequenten Holzbauweise ein Zeichen für nachhaltige
Architektur. Die Konstruktion besteht nahezu vollständig aus FSC-zertifiziertem Holz aus regionalem Waldbau in Allgäu und Schwarzwald. Die markante Fassade aus unterschiedlich starken und breiten Holzlatten erzeugt ein Spiel aus Licht und Schatten. Die charakteristische Gebäudeform wird bestimmt durch eine Dreigliederung des Gebäudes mit einer kubischen Fahrzeughalle und zwei Gebäudefingern. Während im Gebäude Umkleiden, Aufenthalts- und Schulungsräume entsprechend der funktionalen Anforderungen angeordnet sind, bietet die moderne, sieben Meter hohe Fahrzeughalle Stellfläche für ca. sieben Einsatzfahrzeuge und vier Abrollcontainer. Im Gebäudeinneren schaffen warme Eichenböden, sichtbaren Brettschichtholzdecken und helle Wände eine freundliche Atmosphäre. Feuerwehrrote Akzente setzen gezielt Kontraste. Photovoltaik, Solarthermie und eine energieeffiziente Holzpellet-Heizung unterstreichen das nachhaltige Gesamtkonzept. So verbindet der Bau Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit und wird zu einem prägnanten Beispiel zeitgemäßer kommunaler Architektur.
Architekt: Gaus Architekten, Göppingen
19.00 Uhr Abschluss mit Abendessen im Schwarzlöcher Hof in Tübingen Ca. 22.00 Uhr Rückkehr am Bahnhof Nagold
Die Teilnahmegebühr beträgt 45,- €. Bitte überweisen Sie den Beitrag vorab auf folgendes Konto:
Für Verpflegung während der Fahrt ist gesorgt. Getränke im Bus sowie die Speisen und Getränke beim gemeinsamen Ausklang im Schwarzlöcher Hof, sind nicht im Teilnahmebeitrag enthalten und vom Teilnehmenden selbst zu begleichen.
Von der Architektenkammer Baden-Württemberg werden für die Veranstaltung 4 Fortbildungsstunden anerkannt. Wir freuen uns auf rege Teilnahme und bitten bis 10. Oktober 2026 um Anmeldung bei: