Radon-Fachpersonen gesucht

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Die im letzten Juni erlassenen neuen Regelungen im Strahlenschutzgesetz zum Schutz vor Radon treten am 31. Dezember 2018 in Kraft. Dies bedeutet neue Anforderungen für bestehende und zu errichtende Gebäude (siehe DAB regional 08/2017). Baden-Württemberg weist durchaus Gebiete auf, in denen aufgrund der geologischen Gegebenheiten erhöhte Radonbelastungen auftreten können. Bereits seit Längerem informieren die zuständigen Bundes- und Landesministerien zum Thema Radon und dessen Gefährdungspotenzial. Vor dem Hintergrund der künftigen gesetzlichen Anforderungen geht das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft von einem erhöhten Beratungsbedarf sowohl bei privaten als auch öffentlichen Bauherren und Immobilienbesitzern aus.

NBBW - Nachhaltiges Bauen Baden-Württemberg

Das Land wird noch im Jahr 2018 den baulichen Radonschutz weiter thematisieren und dazu informieren. Im Nachhaltigkeitskonzept NBBW (Nachhaltiges Bauen Baden-Württemberg) mit seinen Nachhaltigkeitskriterien für den staatlich geförderten kommunalen Hochbau ist der Schutz vor erhöhten Radonexpositionen in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen als Bestandteil der Innenraumluftqualität bereits integriert. Da die Anwendung von NBBW Voraussetzung ist, um Landesförderung für kommunale Vorhaben wie z.B. Schulhaussanierungen zu erhalten, werden Orientierungsmessungen sowie ggf. Sanierungs- bzw. Schutzmaßnahmen und Kontrollmessungen durchzuführen sein. Zukünftig sind also geeignete Radon-Fachpersonen gefragt, die sich nicht nur allgemein mit dem Zustand von Gebäuden und deren Schäden auskennen, sondern auch mit der Radon-Problematik vertraut sind und sich entsprechend weitergebildet haben.

Die Abwägung verschiedener Lösungsmöglichkeiten zum Radonschutz erfordert Fachleute, die über Kenntnisse zu Radon, Radonmessungen, technische Lösungsmöglichkeiten sowie Planung und Ausführung von Gebäudemodernisierungen und Radonsanierungen oder Radonprävention bei Neubauten verfügen. Ideale Voraussetzungen haben Architekten und Architektinnen sowie Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich entsprechend weitergebildet haben. Als Radon-Fachpersonen suchen sie individuell auf die jeweilige Gebäudesituation angepasste Lösungsansätze. Die Beratungen reichen von Kurzzeitmessungen über die Untersuchung des Eindringverhaltens und die Identifikation von Eindringpfaden von Radon in das Gebäude bis hin zum Abschluss bau- oder lüftungstechnischer Maßnahmen.

Spezifische Weiterbildungsangebote gab und gibt es bereits in Bayern, Sachsen oder der Schweiz. Das IFBau wird folgen. Die Architektenkammer ruft Architektinnen und Architekten mit entsprechenden Qualifikationen auf, sich bei der Landesgeschäftsstelle zu melden, damit eine Adressliste für Bauherrenanfragen nach Radon-Fachpersonen erstellt werden kann: architektur spamgeschützt @ spamgeschützt akbw.de ,Telefon 0711 / 2196-27 | Fax 0711 / 2196-101. Besonders sinnvoll und hilfreich ist jedoch, wenn Sie diese spezifischen Kenntnisse auch in Ihrem Eintrag im Büroverzeichnis Architektenprofile ergänzen (Bearbeitung des Profils nach erfolgtem Mitglieder-Login)

02.04.2018