Preis: Assistenzhäuser - Inklusion durch Ergänzung
Laudatio der Jury Die Arbeit zeigt in überzeugender Art und Weise auf, wie der Bestand mit dem richtigen Maß an Eingriffen fit für die Zukunft gemacht und dabei städtebaulich verbessert werden kann – und zwar ohne ihn dabei unangemessen (und teuer) zu überformen. Die vorgeschlagenen Assistenzhäuser sind städtebaulich in der Lage, die Raumkante an der Weinbrenner Straße zu schließen, ruhige Höfe auszubilden und erdgeschossig fehlende Quartiersnutzungen aufzunehmen. Sie sind ferner architektonisch in der Lage, wesentliche Teile der Siedlung barrierefrei zu erschließen, ohne dass dabei die Grundrisse und der Charakter der Bestandsgebäude völlig verändert werden müssen. Freiräumlich überzeugen das differenzierte Angebot und die Möglichkeit, die Sanierung auch Zeile für Zeile vorzunehmen. Die Arbeit strebt keine Maximallösung an, aber gerade aufgrund des exzellenten Verhältnisses aus Eingriffsintensität und Wirkung ist die Lösung umsetzungsfähig und beispielgebend für viele vergleichbare Bestandssituationen.