Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Foto: Miriam Morlock
Obercarsdorferstraße 1078737 Fluorn-Winzeln
ProjektbeschreibungIn allerbester Tradition hat die Bauherrenfamilie in Fluorn-Winzeln ihren neuen Unternehmenssitz errichtet. Besonders im Fokus standen bei der Familie Ruggaber dabei Themen wie handwerkliche Präzision in Verbindung mit ökologischer Verantwortung und die Verpflichtung zur regionalen Baukultur.
In zweiter Generation führen die beiden Söhne zusammen mit dem Vater das Familienunternehmen Traditionell sind die Ruggabers dem Material Holz verschrieben. Mit dem Leitbild „RUWI entwickelt Werkzeuge, Prinzipien und Wissen für Holzprofis“ wird die Leidenschaft und Kompetenz unterstrichen. Der Neubau vereint nicht nur alle Funktionen unter einem Dach, sondern macht zugleich die Werte der Bauherrenfamilie architektonisch sichtbar: Nachhaltigkeit, Transparenz und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden sind nicht bloße Leitlinien, sondern in Konstruktion, Materialwahl und Raumorganisation eingeschrieben. So tritt das Gebäude als reiner Holzbau auf und wird zum gebauten Ausdruck einer Haltung, die Arbeit, Mensch und Umwelt gleichermaßen ernst nimmt. KonzeptDas Gebäude ist nach Norden orientiert, während sich Lieferhof und Gartenbereich nach Süden öffnen. So wird das Grundstück optimal genutzt, ohne unnötige Restflächen entstehen zu lassen. Die Verzahnung von Arbeitswelt und Gemeinwesen stärkt das soziale Miteinander und öffnet das Projekt in die Nachbarschaft. Das Ergebnis ist ein Gebäude, das ruhig und zurückhaltend bleibt und gerade darin seine Stärke entfaltet: Es schafft Raum für Menschen, für Arbeit und für eine Kultur des Miteinanders - beispielhaft im besten Sinn.
Konstruktive Elemente, wie die sichtbare Sparrenlage des Dachaufbaus, das Tragwerk und die Wände sind aus Tanne und Fichte gefertigt, in regionaler Wertschöpfung durch das Holzbauwerk Schwarzwald in Besenfeld. Die Fassade mit senkrechter Holzlattung und Satteldach, ist an der Giebelseite großflächig verglast, sodass die Verwaltung von oben bis unten mit Tageslicht versorgt wird. Das Obergeschoss wird von einer begehbaren Galerie umschlossen. Die klare Setzung des Baukörpers sowie der Innenausbau zeugen, genau wie die Arbeitsweise, von hoher gestalterischer Qualität und schaffen Angemessenheit im besten Sinn: Nicht repräsentativ übersteigert, sondern offen, ehrlich und menschlich.
CLT-Vollholzwände bleiben sichtbar, Installationen werden nicht versteckt, sondern sorgfältig geführt, die Bodenplatte aus Beton ist flügelgeglättet, geschliffen und imprägniert. Abgehängte Decken kommen nur dort zum Einsatz, wo akustische Anforderungen es erfordern, etwa im Verwaltungsbereich. Präzise gearbeitete Holzzargen an den Oberlichtern zeugen von handwerklicher Detailgenauigkeit. Transparenz und Kommunikation werden zur Raumstrategie: Großzügige, innenliegende Fenster erlauben Blicke von der Produktionshalle in die Besprechungs- und Aufenthaltsräume.
Entlang der nördlichen Flanke sind die funktionalen Nebenräume angeordnet. Die Bauherren kommen selbst aus dem Schreinerhandwerk und bringen sich in handwerklicher Tradition ein - bei Möbeln, Ausbauarbeiten und Oberflächenbehandlungen und setzen damit erneut auf lokale Ressourcen.
Kurze Wege, passive Lüftung durch Fenster, ergänzt um Photovoltaik, Energiespeicher und eine effiziente Bauteilaktivierung sind weitere, integrale Bestandteile der durchdachten Nachhaltigkeit.
Bauzeit: 15 Monate
Aktuelle Ergebnisse, die Prämierungen aus den letzten beiden Jahren sowie die ausgelobten Verfahren in diesem Jahr inklusive Tipps zur Teilnahme finden Sie hier.