Kindertagesstätte Birkach
Grüninger Straße 72
70599 Stuttgart-Birkach
D'Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten BDA, Bärbel Hoffmann, Marco Lewald, Stuttgart; Projektleiterin: Anneke Nuding │ wahl architekten, Lorch (Bauleitung) │ LA: LUZ Landschaftsarchitektur, Stuttgart
Landeshauptstadt Stuttgart, Referat Wirtschaft Finanzen und Beteiligungen; Liegenschaftsamt
2023
Die auf dem Grundstück Grüninger Straße 72 befindliche 2-gruppige Kindertagesstätte wird durch einen 4-gruppigen Neubau für 70 Kinder mit 2 Kindergartengruppe für 3-6 Jährige und 2 altersgemischten Gruppen für 0-6 Jährige ersetzt. Das Grundstück befindet sich an der Ecke Grüninger- / Äxtlestrasse, das im Westen an das Birkacher Feld angrenzt, im Norden und Süden von zeilenförmigen Wohnbauten umgeben ist und im Osten das Evangelisches Bildungszentrum Haus Birkach mit großflächiger Parkierung als Gegenüber findet.
Um das Grundstück bezüglich seiner Außenflächen und der baurechtlich maximal zulässigen Geschossflächenzahl optimal auszunutzen, wird ein 3-geschossiger Baukörper an der nord-östlichen Ecke des Baufensters platziert. Dadurch wird der größtmögliche Erhalt der großkronigen Bestandsbäume ermöglicht und ein großzügiger Frei- und Spielbereich zum Birkacher Feld hin geschaffen. Der kompakte Würfel wird als öffentlicher Baustein an der Grüninger Straße in mitten der Wohnbebauung sichtbar.
Über den an der Grüninger Straße angelegten Vorbereich erreichen die Besucher ebenerdig das erdgeschossige F oyer, das über einen Luftraum mit Treppenhaus und Aufzuganlage alle Geschosse barrierefrei miteinander verbindet. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei ausgeführt. Im Erdgeschoss liegen Küche, Bewegungsraum, Werkraum und Mitarbeiterbereiche. Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die Gruppen- und Schlafräume mit jeweils einem Sanitärblock und notwendigen Nebenräumen. Die Raumgruppen sind um die zentrale Treppenanlage angeordnet. Sich nach Süden aufweitende Flurbereiche werden gleichzeitig zu Spielzonen und gehen in überdachte Freibereiche über.
Über vorgelagerte Terrassen und die Außentreppe erreichen die Gruppen den Freibereich. Außen- und Innentreppe bilden die notwendigen Rettungswege. Im ersten Obergeschoss wird die natürliche Topografie des Grundstücks ausgenutzt um über eine Stegverbindung direkt in den Garten zu gelangen. Das Gebäude ist als Massivbau mit tragenden Stahlbetonwänden-, stützen und -decken geplant. Die Außenwände erhalten eine gedämmte, hinterlüftete Holz-Fassadekonstruktion mit Vorvergrauungslasur. Das mit einer Gefälledämmung versehen Dach wird begrünt.
