Neuordnung Schildacker
Neuenburger Straße / Müllheimer Straße
79115 Freiburg-Haslach
1.+3. BA: ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH | bgi Böhler Großhardt GmbH&Co.KG (Bauleitung) | 2. BA: Johannes Kaufmann und Partner GmbH | Weissenrieder Architekten BDA (Bauleitung) | Landschaftsarch.: urbanegestalt PartGmbB | AG FREIRAUM (Bauleitung)
Freiburger Stadtbau GmbH
2022
Städtebaulicher Rahmenplan, 1. und 3. BA: ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH, Köln | bgi Böhler Großhardt GmbH & Co. KG, Überlingen (Bauleitung) | 2. BA: Johannes Kaufmann und Partner GmbH, Dornbirn | Weissenrieder Architekten BDA, Freiburg (Bauleitung) | Landschaftsarchitektur: urbanegestalt PartGmbB, Köln | AG FREIRAUM Jochen Dittus + Andreas Böhringer Landschaftsarchitekten PartGmbB, Freiburg (Bauleitung)
Rahmenkonzept
Lage im Stadtgebiet
Der Bereich Schildacker ist geprägt durch das Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe, es handelt sich um eine historische Gemengelage. Die Siedlung Schildacker grenzt im Norden an die Basler Straße, einer der großen Magistralen in Richtung Innenstadt. Nördlich angrenzend befindet sich die Gartenstadtsiedlung Haßlach.
Zustand der Siedlung
50 Jahre nach der Errichtung der Siedlung durch die amerikanische ECA-Behörde sind die Gebäude in schlechtem baulichem Zustand, sie entsprechen weder im Komfort noch im Energiehaushalt heutigen Standards. Energetische Ertüchtigung und Sanierung sind nicht rentabel.
ECA-Siedlung Städtebau
Die Siedlung ist geprägt durch den Nachkriegsstädtebau der 1950er Jahre, mit seinen Zeilenbauten und offenen Freiräumen sowie wertvollem Baumbestand. Es handelt sich um überwiegend sehr kleine Wohnungen mit geringen Gebäudetiefen.
Die Siedlung ist um eine öffentliche Grünfläche mit einer zentralen Spielfläche gruppiert. Die Gebäude entlang der Neuenburger Straße sind straßenbegleitend orientiert, die Gebäude entlang der Müllheimer Straße sind nach Südosten ausgerichtet und orientieren sich zu der zentralen Grünfläche.
Konzept
Nach eingehender Analyse der Siedlung und der Prüfung der möglichen Nachverdichtungspotenziale wurde gemeinsam mit der Freiburger Stadtbau ein städtebauliches Konzept entwickelt, das die alten Gebäude ersetzt, sich aber an der Lage der vorhandenen Bebauung und den Charakteristika der offenen Zeilenbebauung orientiert und diese zeitgemäß fortschreibt. Die ehemaligen Gebäude werden durch neue, mit ca. 13 Metern Tiefe (als Voraussetzung für zeitgemäße Grundrisse) breitere Gebäude ersetzt und in Teilen ergänzt. Die zusätzlichen Gebäude geben der Siedlung eine neue Kontur und dienen der Lärmabschirmung gegenüber der umgebenden Gewerbenutzung bzw. der stark befahrenen Basler Straße im Norden der Siedlung. Die geplanten Wohngebäude werden durch einen dreizügigen Kindergarten ergänzt, der den zusätzlichen Bedarf an Kindertagesplätzen abdeckt.
Eckdaten zum Quartier
Insgesamt bietet das Quartier 306 Mietwohnungen, davon sind rund 80 Prozent öffentlich gefördert. Der energetische Standard entspricht KfW-Effizienzhaus 55. Alle Gebäude besitzen Photovoltaik-Anlagen. Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar. Die Wohngebäude sind zum Teil in Holzbauweise. Ein Mobilitätskonzept mit Carsharing und E-Ladestationen ist vorhanden. Für die Abfallentsorgung ist ein Unterflursystem vorgesehen. Das Quartier besitzt eine eigene Kita für drei Gruppen. Die großzügigen Grünflächen mit Spielplätzen wurden erhalten und erweitert.
1. Bauabschnitt – 100 Prozent öffentlich geförderter Wohnraum
- 89 öffentlich geförderte Mietwohnungen
-alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar
- KfW-Effizienzhaus 55
- PV-Anlage zur hauseigenen Stromversorgung
- 54 Tiefgaragenstellplätze
- 214 Fahrradstellplätze
2. Bauabschnitt – Wohngebäude aus Holz
- 60 geförderte Mietwohnungen, 56 freifinanzierte Mietwohnungen
- alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar
- KfW-Effizienzhaus 55
- PV-Anlagen
- Mobilitätskonzept
3. Bauabschnitt – 101 öffentlich geförderte Wohnungen und eine Kita
- 101 öffentlich geförderte Mietwohnungen
- Kita für 3 Gruppen
- alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar
- KfW-Effizienzhaus 55
- PV-Anlagen
