Strohballenwohnhaus
74749 Rosenberg-Hirschlanden
architekturbüro KLÄRLE, Rolf Klärle Freier Architekt BDA, Bad Mergentheim
privat
2024
Auf einer Obstwiese in leichter Hanglage am Ortsrand von Hirschlanden gelegen, wurde das kleine Wohnhaus errichtet. Die Bauform des Hauses bezieht sich auf die im Dorf vorherrschenden, meist landwirtschaftlich geprägten einfachen Gebäudeformen. Von Anfang an war es Wunsch des Bauherrn das Gebäude mit einer Strohballendämmung zu bauen. So wurde schon im Jahr vor dem Baubeginn das Stroh von einem Landwirt in der nahen Umgebung geerntet und zwischengelagert.
Die sichtbare Holzskelettkonstruktion des vom Gelände abgesetzten Holzbaus gliedert das Haus in drei Zonen, denen auch die Nutzungen des Hauses folgen. Sie geben dem Haus Ruhe und Gleichmaß und erinnern gewissermaßen an archaische Holzbauten. Die Mittelzone ist Eingangsbereich und Verteiler im Innern. Sie führt zugleich direkt auf die Terrasse, welche talseitig auf der ganzen Hausbreite vorgelagert ist, und über eine breite Treppe in den Garten.
Die Strohballenwände wurden Außen mit einem Kalkputz und im Innern mit einem Lehmputz versehen. Das Holzskelett der Konstruktion ist auch im Innern sichtbar, die Räume offen bis unter das Dach. Die Holzkonstruktion prägt die Räume, Oberlichtverglasungen verbinden diese optisch untereinander und unterstreichen die Leichtigkeit der Konstruktion.
