Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Foto: Thomas Eichinger
Kirchplatz 275015 Bretten
Die Gemeinde als Herberge
Das Gemeindehaus an der Stiftskirche entwickelte sich aus einer Simultankirche, nach der Trennung von Chor und Stiftskirche im frühen 18. Jahrhundert. Der gotische Chor wurde später abgerissen und durch einen Neubau mit größerem Volumen ersetzt. 1936 zogen die Katholiken in eine eigene Kirche, die ehemalige katholische Kirche diente fortan als evangelisches Gemeindehaus.Der Wettbewerb von 2017 strebte eine Neugestaltung zu einem offenen Begegnungsort in der Stadt an. Ziele der Gemeinde: Offenheit für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen, ökumenische Zusammenarbeit, christlich–islamischer Dialog und Begleitung von Flüchtlingen.
Die Gebäudehülle sollte zeitgemäß umgestaltet, energetisch saniert und barrierefrei zugänglich werden.Der neue barrierefreie Haupteingang führt ins Foyer. Der Treppenraum wurde entkernt; ein freistehender Aufzugsturm mit geschwungener Treppe ergänzt nun die Geometrie des ehemaligen Chorraumes. Das Foyer öffnet sich über zwei Geschosse, die Einbauten stehen frei vor der historischen Chorschale. Vom Foyer gelangt man ins Bistro, das Herz des Gemeindehauses, ein zentraler Treffpunkt. Ein Ort des Dialogs und des offenen Austauschs.
Zwei flankierende Gruppenräume mit Glaswänden erweitern den Bistrobereich bei Festen; diese haben direkten Außenbezug über die wieder geöffneten historischen Zugänge.Im Obergeschoss befindet sich der große Veranstaltungssaal. Eine eingestellte Wand trennt das neu ergänzte Fluchttreppenhaus ab. Die gefaltete Holzverkleidung verbessert die Raumakustik für die musikalischen Nutzungen.Neben der Gemeindenutzung bietet das Haus Raum für Feiern, Vorträge und Seminare in zentraler Stadtnähe. Ein „Haus für Viele und Vieles“.
Die denkmalgeschützte Fassade blieb in ihrer Beschaffenheit und Textur erhalten. Die Fenster wurden als Stahlfenster erneuert, und Außenwandflächen wurden von innen mineralisch gedämmt. Sonnenschutzverglasungen schützen die Räume vor sommerlicher Überhitzung. Auf eine Klimatisierung wurde aus Nachhaltigkeitsgründen verzichtet.
Aktuelle Ergebnisse, die Prämierungen aus den letzten beiden Jahren sowie die ausgelobten Verfahren in diesem Jahr inklusive Tipps zur Teilnahme finden Sie hier.