Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Dieser Artikel erschien am 18.03.2026 als Pressemitteilung der Stadt Kirchheim unter Teck. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Stadtverwaltung.
Kirchheim unter Teck, 18.03.2026 – Wie kann bestehender Wohnraum besser genutzt und gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Fortbildungsveranstaltung „Wohnen im Wandel“, die die Stadt Kirchheim unter Teck gemeinsam mit der Kammergruppe Esslingen II der Architektenkammer Baden-Württemberg ausrichtete. Mehr als 50 Expertinnen und Experten aus Architektur, Innenarchitektur und Stadtplanung nahmen daran teil.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Strategien zur effizienten Nutzung bestehender Wohnflächen als Alternative zu Neubaugebieten auf der grünen Wiese. Ein besonderer Fokus lag auf Einfamilienhäusern, die nach dem Auszug der Kinder häufig nicht mehr vollständig genutzt werden. In Deutschland liegt die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in solchen Haushalten bei rund 83 Quadratmetern und damit deutlich über dem Durchschnitt.
„Wenn Menschen ihre Wohnsituation an ihre aktuellen Bedürfnisse anpassen – etwa durch barrierefreie Umbauten, die Teilung von Gebäuden oder gemeinschaftliche Wohnformen – profitieren sowohl die Eigentümerinnen und Eigentümer als auch Wohnungssuchende“, erläutert Jessica Hörmann, Sanierungsmanagerin der Stadt Kirchheim unter Teck. Ziel sei es, die Wohnqualität zu verbessern und gleichzeitig zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.
Einen wissenschaftlichen Impuls lieferte die Stadtforscherin Verena Loidl aus Stuttgart. Sie stellte Ansätze zur Weiterentwicklung älterer Einfamilienhausgebiete sowie das Projekt „Mehr Leben im Eigenheim“ des Landes Baden-Württemberg vor. Dabei betonte sie insbesondere die soziale Dimension des Wohnens: Neben Barrierefreiheit spiele für viele ältere Menschen auch das Leben in Gemeinschaft und stabilen Nachbarschaften eine zentrale Rolle.
Zum Abschluss stellte Gernot Pohl die stadtplanerische Strategie der Teckstadt vor. Dabei konnte Kirchheims Stadtplaner aufzeigen, wie bestehende Siedlungsstrukturen gezielt weiterentwickelt und durch ergänzende Nutzungen wie öffentliche Begegnungsräume, Gemeinschaftsgärten oder Quartierstreffpunkte gestärkt werden. Gleichzeitig bestehen weiterhin erhebliche Potenziale im Bestand: Derzeit stehen in Kirchheim unter Teck rund 121 Wohngebäude seit mindestens sechs Jahren leer – das entspricht in etwa der Größe eines gesamten Wohngebiets.
Die Veranstaltung unterstrich die enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Planungspraxis und Wissenschaft und zeigte konkrete Wege auf, wie bestehende Wohnstrukturen zukunftsfähig weiterentwickelt werden können.
„Die Kommune spielt eine entscheidende Rolle dabei, Menschen bei der Anpassung ihrer Wohnsituation zu unterstützen“, so Hörmann. Die Stadt bietet daher eine unverbindliche Orientierungsberatung an, in der gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern individuelle Lösungen erarbeitet werden – von der Umgestaltung des Eigenheims bis hin zu neuen Wohnformen oder einem Umzug. Interessierte können sich unter folgendem Link für eine Wohnraumberatung anmelden mehr
Ansprechpartnerin bei Fragen zum Thema:Stadtverwaltung Kirchheim unter TeckAbteilung Nachhaltige EntwicklungJessica HörmannAlleenstraße 373230 Kirchheim unter TeckTel: 07021 502-444E-Mail: j.hoermann@kirchheim-teck.de