Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Mit 220 Teilnehmenden war der Bausachverständigentag 2026 bereits Wochen vor Beginn ausgebucht. Die Tagung des Instituts Fortbildung Bau (IFBau) der AKBW – in Kooperation mit dem BVS Landesverband Baden-Württemberg, dem Bundesverband BVS und der BVS Akademie – bestätigte erneut ihre Rolle als zentrale Netzwerk- und Informationsplattform der Sachverständigen-Community.
Verantwortung und Nachwuchs im FokusDer Hospitalhof Stuttgart bot mit seiner historischen Atmosphäre den passenden Rahmen für intensiven fachlichen Austausch. In seiner Begrüßung spannte Wolfgang Riehle, Ehrenpräsident der AKBW, den Bogen von der Geschichte des Ortes zur Arbeitsweise von Sachverständigen: Sorgfalt in Analyse und Bewertung, Verantwortung gegenüber Bauherrschaft, Gerichten und Öffentlichkeit sowie lebenslanges Lernen. Zugleich appellierte er an die erfahrenen Kolleg:innen, sich mit dem Nachwuchs – etwa den Absolvent:innen der AKBW-Qualifizierung „Schäden an Gebäuden“ – zu vernetzen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Wolfgang Jacobs (BVS Berlin) setzte mit einer aktuellen persönlichen Erfahrung im Rahmen der Begrüßung einen pointierten Impuls. Ausgehend von einer nächtlichen Evakuierung seines Hotels infolge „technischer Unregelmäßigkeiten“ verdeutlichte er, dass technische Fragestellungen Sachverständige jederzeit begleiten können. Er schloss mit der klaren Aufforderung, kritisch zu bleiben und sachverständig zu handeln. Er schloss mit der klaren Aufforderung, kritisch zu bleiben und sachverständig zu handeln.
Helmut Stötzler, Freier Architekt und ö.b.u.v. Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, erinnerte an die Entwicklung der Veranstaltung von einer kleinen Expertengruppe mit 20 Teilnehmenden zum heutigen etablierten Format im süddeutschen Raum.
Technische Schwerpunkte, Regelwerke und KI Inhaltlich spannte die Tagung den Bogen von aktuellen Normen bis zu digitalen Zukunftsthemen. Michael Schäfer vom Industrieverband Dach- und Dichtungsbahnen e.V. erläuterte die novellierte DIN 18531 und deren Konsequenzen für Planung, Ausführung und Begutachtung. Michael K. Resch, ö.b.u.v. Sachverständiger für das Bautrocknungsgewerbe, stellte moderne Verfahren der Leckageortung vor, während Ralph Mathes, ö.b.u.v. Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, praxisnahe Ansätze der isotopenanalytischen Ursachenermittlung bei Wasserschäden präsentierte.
Einen kompakten Überblick über aktuelle technische Regelwerke und ihre Relevanz für die gutachterliche Praxis gaben Jochen Stoiber (AKBW) und Helmut Stötzler. Dr. Thomas Hils, ö.b.u.v. Sachverständiger für Schallschutz, Bau- und Raumakustik sowie Wärme- und Feuchteschutz, ordnete die Anforderungen der DIN 4109 zum baulichen Schallschutz ein. Die rechtlichen Rahmenbedingungen – von Gutachtenerstellung über Haftung bis zur Dokumentation – erläuterte Katharina Bleutge mit praxisnahen Hinweisen.
Ein weiterer Schwerpunkt galt den Chancen und Grenzen künstlicher Intelligenz im Sachverständigenwesen. Praxisberichte zeigten Potenziale KI-gestützter Tools für Recherche, Strukturierung und Dokumentation auf, machten jedoch zugleich deutlich, dass Prüfungspflichten und persönliche Verantwortung unersetzlich bleiben. Prof. Christoph Sorge von der Universität des Saarlandes beleuchtete ergänzend die datenschutz- und berufsrechtlichen Aspekte. Sein Fazit: Künstliche Intelligenz wird die Arbeit von Sachverständigen nachhaltig prägen – vorausgesetzt, sie wird fachlich reflektiert und rechtlich verantwortungsvoll eingesetzt.
Fazit: Fachlicher Tiefgang und WeitblickDer Bausachverständigentag 2026 überzeugte durch die gelungene Verbindung von technischer Präzision, rechtlicher Einordnung und digitalem Ausblick. Am 15. März 2027 geht die Veranstaltung in die nächste Runde und bleibt damit die zentrale Plattform für Fortbildung, Austausch und Vernetzung innerhalb der Sachverständigen-Community.
Erhalten Sie einen kompakten Überblick über Inhalte, Aufbau und Anforderungen des Lehrgangs – ergänzt durch Erfahrungen aus Lehrenden- und Absolventenperspektive. zur Anmeldung vor Ort in Stuttgartzur Anmeldung zur Online-Teilnahme
Zu den Aufgabenfeldern des Sachverständigen für Schäden an Gebäuden gehören Beratungen über Bauleistungen, Beweissicherungen von Schäden an bestehenden Gebäuden und Gutachtenerstellungen über Schäden und Mängel an Gebäuden. Kostenfreier Info-Abend am 17.06.2026.