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Historische Tragwerke im Baudenkmal | 232013
Historische Konstruktionen reparieren und ertüchtigen
Die historische Tragkonstruktion eines Baudenkmals lässt sich oftmals erst nach intensiven Untersuchungen des Objektes erfassen und bewerten. Jedes Gebäude muss dabei individuell betrachtet werden. Bei der Suche nach einer neuen Nutzung für ein Baudenkmal spielt die zukünftige Belastung des statischen Gefüges eine entscheidende Rolle. Müssen Fundamente verstärkt werden? Soll ein Aufzug Barrierefreiheit unterstützen? Ist geplant, einen bisher nicht genutzten Dachstuhl zu Wohnzwecken auszubauen oder dort einen Archivraum für eine Büronutzung einzubauen?
Das Seminar erklärt die Vorgaben, die sich bei einer heutigen Umnutzung oder Reparatur aus Bau- und Denkmalrecht ergeben. Die angemessene Tiefe der Grundlagenermittlung/Bestandserfassung wird besprochen. Die Teilnehmenden erhalten zudem ausführliche Informationen, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Form die Beteiligung von im Baudenkmal erfahrenen Statiker:innen sinnvoll bzw. unverzichtbar ist und nach welchen Kriterien sie diese auswählen sollten.
Inhalte des Seminars sind:
- Eine Übersicht zur Denkmalpflege und zum Denkmalschutzgesetz in BW
- Baurechtliche und denkmalschutzrechtliche Vorschriften bezüglich der Standsicherheit eines historischen Bauwerks – einschl. deren weitergehende Auswirkungen beispielsweise bzgl. Anforderungen an Brandschutz, Barrierefreiheit oder energetische Sanierung
- Die Arbeitsweise von Statiker:innen im Umgang mit einem historischen Baudenkmal
- Ausgewählte Beispiele für erforderliche Maßnahmen an Tragkonstruktionen und deren Umsetzung, wenn in die Statik eines Baudenkmals eingegriffen werden muss
Zielgruppe für das Seminar sind gleichermaßen Architekt:innen als auch Statiker:innen, die im denkmalgeschützten Bestand verantwortungsvoll und denkmalgerecht arbeiten möchten.
Referent:innen
- Dipl.-Ing. Elke Zanger, Architektin, Stuttgart
- Dipl.-Ing. (FH) Ralf Quarti, Offenburg

