Unsere Städte verfügen nicht zwangsläufig über zu wenig Raum – vielmehr stellt sich die Frage, wie vorhandene Flächen, Leerstände und Zwischenräume künftig genutzt und weiterentwickelt werden können. Welche Strategien können Stadtlandschaften aktivieren, Nutzungen neu verknüpfen und Orte langfristig lebendig halten?
Torsten Becker, tobe stadt, Frankfurt a.M.
Moderation: Patricia Legner, Senner Planungswerkstatt, Stuttgart
Innovative Mobilitätskonzepte verändern nicht nur die Art, wie wir uns fortbewegen, sondern auch die Räume dazwischen. Neue Infrastrukturen verknüpfen Quartiere, schaffen Aufenthaltsqualitäten und aktivieren vorhandene Orte neu. Welche Architektur brauchen diese neuen Knotenpunkte? Und welches Potenzial bieten sie für die Vernetzung von Stadt und Region?
Prof. Aglaée Degros, TU Graz / Artgineering, Brüssel (angefragt)
Moderation: Timo Buff, Sippel.Buff, Stuttgart
Industrie und Handwerk brauchen nicht zwangsläufig die grüne Wiese für ihren Fortbestand. Gerade innerstädtische Brachflächen bieten großes Potenzial, um Arbeiten, Wohnen und Produktion neu zusammenzudenken, Wege zu verkürzen und einen Fokus auf regionale Wertschöpfung zu richten. Wie sehen zukunftsfähige Modelle für eine produktive Stadtregion aus? Und wie lassen sie sich langfristig realisieren?
Prof. Dr. Janna Hohn, JOTT architecture and urbanism, Frankfurt a.M
Moderation: Dörte Meinerling, planbar hochdrei, Stuttgart
Gesellschaftlicher Wandel und zunehmende Individualisierung verändern das Zusammenleben in Städten und Quartieren. Architektur kann dabei wichtige Räume für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliches Leben schaffen. Wie können gemeinschaftliche Nutzungen in Gebäuden und Quartieren neu gedacht werden, um Nachbarschaften zu stärken und soziale Teilhabe zu fördern?
Torsten Klafft, nonconform, Berlin
Moderation: N.N.
Um Kreislaufwirtschaft langfristig im Bauwesen zu etablieren, braucht es neue Strukturen, Prozesse und ein anderes Verständnis von Planung. Wie lassen sich Kreisläufe von Beginn an mitdenken und konsequent umsetzen – von der Materialwahl über Konstruktion bis hin zur Nutzung? Welche Disziplinen, Kooperationen und Verantwortlichkeiten braucht es dafür?
Prof. Elisabeth Endres, TU Braunschweig
Peter Grundmann, Peter Grundmann Architektur, Berlin (angefragt)
Moderation: Marie Grützner
Mit der zunehmenden Bedeutung von Bestand und Gemeinwohl wird sich auch die Haltung in der Immobilienwirtschaft ändern müssen. Im Fokus stehen nicht mehr kurzfristige Renditen, sondern langfristige und wirtschaftlich tragfähige Strategien für Umnutzung, Weiterentwicklung und den Betrieb bestehender Strukturen. Welche neuen Partnerschaften und Wirtschaftsmodelle braucht es für eine nachhaltige Entwicklung des Bestands? Und wie können Gemeinwohl und Baukultur langfristig Teil wirtschaftlicher Entscheidungen werden?
Prof. Verena von Beckerath, Uni Weimar
Sarah Maria Schlesinger, blackprintpartners, Frankfurt a.M. (angefragt)
Moderation: Daniela Keck, Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“, Stuttgart
Bauindustrie und Handwerk werden zunehmend zu wichtigen Partnern – nicht nur im Bauprozess, sondern bereits in der Planungsphase. Ihre Rolle wandelt sich vom reinen Umsetzen hin zum Mitgestalten und Möglichmachen. Wie verändern neue Materialien, Prozesse und Kooperationen das Verhältnis zwischen Planung und Ausführung? Und welche neuen Modelle der Prozessgestaltung und Zusammenarbeit braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung?
Hans-Jörg oder Andreas Reisch, Georg Reisch GmbH & Co. KG (angefragt)
Sahra Escher, Duplex Architekten, Düsseldorf (angefragt)
Moderation: Tina Muhr, IBA2027 StadtRegion Stuttgart
Transformation braucht Kommunikation. Architekturvermittlung schafft Verständnis, stärkt Teilhabe und fördert Akzeptanz – insbesondere in Nachbarschaften, die von Veränderung unmittelbar betroffen sind. Gleichzeitig steht auch der Berufsstand vor der Aufgabe, Entscheidungen, Ziele und Absichten transparent und nachvollziehbar zu vermitteln. Welche Formen der Kommunikation braucht es, um komplexe Prozesse verständlich zu machen, Dialoge zu fördern und unterschiedliche Interessen zusammenzuführen?
Marietta Schwarz, Deutschlandfunk, Berlin (angefragt)
Moderation: N.N.
Mit kollaborativen Verfahren wie der Integrierten Projektabwicklung (IPA) entstehen neue Formen der Kooperation im Bauwesen. Sie setzen auf eine frühzeitige und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Bauherrschaft, Planung und Ausführung, um gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und finanzielle Risiken und Gewinne zu teilen. Doch wie bewähren sich solche Ansätze in der Praxis? Wie lassen sie sich erfolgreich umsetzen und unter welchen Bedingungen können sie ihr Potenzial entfalten?
Prof. Dr. Heiko Fuchs, Kapellmann und Partner Rechtsanwälte, Köln
Dr. Gernot Hickethier, Yukon Projects, Karlsruhe
Moderation: Irene Sperl-Schreiber, schreiberplan, Stuttg
Gebäudehüllen sind weit mehr als die äußere Erscheinung eines Gebäudes. Sie übernehmen zentrale Funktionen für Raumklima, Energieeffizienz und den Umgang mit klimatischen Veränderungen. Gerade im Bestand wird die Weiterentwicklung von Fassaden zu einer wichtigen Aufgabe der Transformation. Welchen Beitrag können Gebäudehüllen leisten, um bestehende Gebäude resilienter, anpassungsfähiger und damit zukunftsfähig zu machen?
Vera Hartmann, Sauerbruch Hutton, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Thomas Stark, HTWG Konstanz
