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Im Vorjahr knüpfte die LVV ihr Ja zur Beitragserhöhung an die Zusicherung des Vorstandes, die Gremienstrukturen der Kammer zu überarbeiten. Entsprechend standen Änderungen der Satzung bei der LVV 2025 zur Abstimmung – die letztlich mit sehr großer Mehrheit angenommen wurden.
Entschieden wurde, die Landesvertreterversammlung von 120 auf rund 80 Delegierte zu verschlanken und die Zahl der Mitglieder des Landesvorstands (LV) von derzeit 18 auf zwölf zu reduzieren. Außerdem soll die Möglichkeit geschaffen werden, durch Kooption eines LV-Mitglieds fehlende Tätigkeitsbereiche abzudecken.
Der Entscheidung ging eine intensive und sehr kontroverse Debatte voraus. „Breit angelegte Gremien gewährleisten eine gute Repräsentanz der Regionen“, so die Meinung der einen. „Kleinere Gremien sind nicht nur kostengünstiger, sondern auch arbeitsfähiger und agiler“, so die Überzeugung der anderen. Weiter wurde zu bedenken gegeben: Wenn künftig die stellvertretenden Vorsitzenden der Kammerbezirke nicht mehr obligatorisch an LV-Sitzungen teilnähmen, sondern nur noch im Vertretungsfall für den oder die Vorsitzende, laste (zu) viel Arbeit auf dem Vorsitz. Außerdem fehlten dann wichtige Vernetzungsstrukturen. Aus einem anderen Kammerbezirk kam dazu die Widerrede, der Austausch zwischen Vorsitzendem und seinem Stellvertreter funktioniere zuverlässig, weshalb einer von beiden in LV-Sitzungen genüge.
„Schrumpfen ist immer leidvoll“, brachte es eine Delegierte auf den Punkt. Gleichwohl einigte sich die Versammlung darauf, weg vom Besitzstandswahren zu kommen und sich stattdessen einer agilen Denkweise, der Offenheit und Beweglichkeit zu verschreiben. Es sei ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, die Frage zu stellen: „Wo können wir einen Neuanfang wagen?“ Der Architektenkammer stünde es gut an, hier mit gutem Beispiel voranzugehen.