Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Im Januar lud die Kammergruppe Ludwigsburg zum Neujahrsempfang ins MIK – Museum · Information · Kunst ein. Ein passender Ort: Das Museum wurde selbst im Rahmen von Beispielhaftes Bauen ausgezeichnet und steht damit exemplarisch für die Qualität und Haltung, die an diesem Abend im Mittelpunkt standen. Vom 14. April bis 17. Mai wird dort zudem die Ausstellung zum Thema Beispielhaftes Bauen (hier finden Sie mehr Informationen) zu sehen sein – ein weiterer Anlass, das Haus erneut zu besuchen.
In ruhiger, konzentrierter Atmosphäre kamen Mitglieder, Kolleg:innen und Gäste zusammen, um das neue Jahr gemeinsam zu beginnen. Der Abend verband den Beginn des neuen Jahres mit fachlichem Austausch zu einem stimmigen Auftakt.
Den Festvortrag hielt Kilian Juraschitz, Partner im Atelier Kaiser Shen. In seinem Beitrag spannte er einen Bogen von narrativer Architektur über das Motiv des “unfertigen Hauses” bis hin zu literarischen Bezügen wie Walden – oder Leben in den Wäldern. Architektur, so wurde deutlich, ist für ihn kein abgeschlossenes Objekt, sondern ein Prozess, der Spielräume lässt – für Aneignung, Weiterentwicklung und Bedeutung.
Ein Gedanke blieb besonders haften:
“Der Reichtum der Dinge bemisst sich an dem, worauf man verzichten kann.”
In einer Zeit permanenter Verdichtung und Optimierung wirkt diese Haltung beinahe radikal – und zugleich wohltuend klar.
Im Anschluss an den spannenden Vortrag konnten Fragen aus dem Publikum gestellt werden. Danach endete der formellere Teil mit drei Fragen von Nora Schöffel, Kammergruppenvorsitzende der Kammergruppe Ludwigsburg:
Nora Schöffel: Benutzt ihr KI bei der Arbeit?Kilian Juraschitz: Nur beim Emails formulieren, aber nicht in der planerischen Arbeit.Nora Schöffel: Wie sieht es mit den Nachtschichten aus?Kilian Juraschitz: Nachtschichten sind weniger geworden.Nora Schöffel: Was würdet ihr gerne mal bauen?Kilian Juraschitz: Wir würden gerne mal eine Kirche sanieren, ansonsten etwas schönes im Bestand oder etwas Alltägliches. Uns beschäftigt die Frage “Wie wollen wir wohnen?”
Der Abend klang bei vegetarischen und veganen Speisen aus dem Café Madame Lu im MIK aus – begleitet von feinen Kaffeespezialitäten und angeregten Gesprächen. Zwischen bekannten und neuen Gesichtern, zwischen Jung und Alt, entstand eine Atmosphäre, die zugleich entspannt und professionell war: offen im Austausch, klar in der Haltung und neugierig auf das, was kommt.
Ein gelungener Auftakt ins neue Jahr.
Weitere Impressionen des Neujahrsempfangs, © Nora Schöffel