Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
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Welch ein Jahresbeginn! Während wir noch feiern und auf ein glückliches Neues Jahr anstoßen, sterben in der Schweiz 40 junge Leute in den Flammen einer Silvesterparty. Zwei Tage später drängt eine in dieser Dreistigkeit kaum erwartete Allmachts-Demonstration der USA gegenüber Venezuela in die Nachrichten, mitsamt den direkt daran anknüpfenden Drohungen Richtung Grönland und Dänemark. Im Windschatten schlägt der Iran einen Aufstand mit noch größerer Brutalität nieder als den letzten, und in der Ukraine zerbombt Russland die Energieinfrastruktur in einem Jahrhundertwinter. Wie soll das nur weitergehen? „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ – hoffen wir, dass Hölderlin recht behält, und tragen wir selber dazu bei, wo wir können!
Die Ursachen und Verantwortlichen der Brandkatastrophe in Crans Montana sind inzwischen ausfindig gemacht. Welche Konsequenzen werden wir daraus ziehen? Werden Brandschutzvorschriften weiter verschärft? Die Nutzbarkeit des Gebäudebestandes weiter eingeschränkt? Wer wird künftig noch Verantwortung übernehmen für die Zulassung von Zwischennutzungen, offenen Veranstaltungen, „dritten Räumen“? Dabei sind doch eigentlich „Deregulierung“ und „Bürokratieabbau“ bis hin zur „Genehmigungsfiktion“ das Gebot der Stunde!
Für die meisten Regularien gibt es Gründe. Setzt man sie ersatzlos außer Kraft, sind Haftungsprobleme, Umweltschäden, Fehlinvestitionen absehbar - und anschließend womöglich der Ruf nach neuen Regulierungen. Viele der Kontrollinstanzen, die uns heute das Leben schwer machen, wurden ja erst in der Folge der großen Deregulierungswelle um die Jahrtausendwende eingerichtet!
Ja, wir müssen dringend und schnell die vielen Regelwerke vereinfachen. Dann müssen alle Beteiligte aber auch mehr Eigenverantwortung übernehmen und gemeinsam die jeweils sinnvollste Lösung suchen. Starre Regelwerke müssen durch informelle Instrumente ersetzt werden. An die Stelle von Ämterdurchlauf, schriftlicher Stellungnahme und Entscheidung nach Aktenlage muss das Gespräch treten und das genaue Hinsehen vor Ort. Fachliche Kompetenz ist dabei notwendiger denn je. Qualifizierte Beratung ist unverzichtbar, unterstützende Gremien wie Stadtentwicklungs- und Gestaltungbeiräte werden immer wichtiger.
Bei den Haushaltsberatungen der Landeshauptstadt wurde ernsthaft überlegt, den seit 60 Jahren bestehenden Städtebaubeirat und ebenso den vor zehn Jahren gegründeten Gestaltungsbeirat aus Kostengründen aufzugeben. Nur durch das gemeinsame Engagement der Mitglieder beider Beiräte, der FÜNF Stuttgarter Kammergruppen und des BDA konnte diese fatale Entwicklung verhindert werden. Die Debatte begreifen wir jetzt als Chance und versuchen, gemeinsam mit Verwaltung und Gemeinderat, die Arbeit der beiden Gremien noch wirksamer und zielgerichteter zu organisieren.
Das ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen, wie wichtig die Architektenkammer als Sprachrohr des gesamten Berufsstandes heute ist – und zwar besonders die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder vor Ort, die mit den Problemen und Möglichkeiten unseres Berufsfeldes tagtäglich konfrontiert sind.
Ein anderes Beispiel sind die Landtagswahlen am 08. März. Die AKBW hat dazu ein Positionspapier veröffentlicht. Formuliert wurde es von unseren Hauptamtlichen in der Landesgeschäftsstelle, aber die Vorarbeit leisteten die Ehrenamtlichen in den Kompetenzteams. Vielleicht orientieren Sie sich bei Ihrer Wahlentscheidung auch ein wenig an diesem lesenswerten Dokument. Hier der Link:
AKBW-Positionspapier_zur_Landtagswahl2026.pdf
Nach der Wahl werden wir die künftigen Stuttgarter Landtagsabgeordneten gezielt auf das Papier ansprechen.
Dieses Jahr stehen aber auch die Kammerwahlen an. Bitte beteiligen Sie sich daran, kommen Sie zu unseren Veranstaltungen, besuchen Sie Kammergruppenabende, engagieren Sie sich in Arbeitsgruppen und Kompetenzteams, stellen Sie sich zur Wahl als Bezirks- und Landesvertreter:in oder für einen Kammergruppenvorsitz. Sie sind willkommen in der AKBW und Sie werden gebraucht. Vor allem aber: wählen Sie! Die Wahlbeteiligung ist die wichtigste Legitimation unserer Arbeit. Und es ist nicht egal, wer Sie in den Kammergremien vertritt!
Vor dem Hintergrund der Kammerwahlen widmen wir einen Schwerpunkt unserer diesjährigen Arbeit dem Dialog mit allen Mitgliedern, ganz besonders mit denjenigen die noch nicht so lange dabei sind. Am 10. März laden wir die Stuttgarter AiPs, SiPs und weitere Interessierte zu einem Treffen der FÜNF Stuttgarter Kammergruppen ins Haus der Architektinnen und Architekten ein. Neben dem Tag der Architektur und dem traditionellen Architekt:inenfest in der Innenstadt im Juni organisieren wir erstmals ein Sommerfest im Haus und im Garten der Danneckerstraße, zu dem alle Mitglieder des Kammerbezirks herzlich eingeladen sind. Am Nachmittag sind besonders Familien mit Kindern willkommen, abends gibt es Kino, den Höhepunkt bildet dazwischen die Begrüßung unserer neuen Mitglieder aus dem Bezirk. Sie dürfen gespannt sein auf das Programm dieses besonderen Tages! Natürlich steht die Fortsetzung unsere bewährte Reihe „Wir sind die Neuen“ mit jungen Büros ebenfalls in diesem Zusammenhang.
Im zweiten Schwerpunktthema geht es unter dem Titel „Urban Green“ um Klimaanpassung in unseren Städten. Initiiert von der Kammergruppe Stuttgart Ost planen wir in Kooperation mit der Umweltakademie, der Uni Stuttgart und anderen mehrere hochkarätige Veranstaltungen und Exkursionen. Los geht es mit einer Auftaktveranstaltung am 18. März im HdA.
Einen dritten Programmschwerpunkt bildet die anstehende Transformation kirchlicher Immobilien. Richtig angegangen, eröffnen sich durch diese aus ökonomischen Zwängen resultierenden Veränderungen viele Chancen für die Stadtentwicklung und das Zusammenleben vor Ort. Eine Veranstaltung wird sich der Zukunft der Pauluskirche im Stuttgarter Westen widmen. An drei Abenden werden verschiedene Aspekte des Themas rund um das Projekt evangelisches Gemeindehaus Feuerbach erörtert. Dabei kooperieren wir mit den verschiedenen Kirchengemeinden und der IBA’27.
Der Kammerbezirk Stuttgart hat mit den „Macherinnengesprächen“ der Reihe „Kraft der Region“ mehrere wichtige Zukunftsthemen in den Fokus gerückt und vielfältige Kontakte in die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft geknüpft. Daraus soll 2026 ein öffentliches Symposion entstehen, das wir gemeinsam mit dem Verband Region Stuttgart vorbereiten.
Dabei soll es unter anderem auch um die Zukunft des Flussraumes Neckartal und eine möglichen Bundesgartenschau gehen. Die Kammergruppe Ost wird dazu ihre Reihe von Stadtspaziergänge zu besonderen Orten am Neckar ebenfalls weiterführen.
Neben diesen Schwerpunkten erwarten Sie wieder eine ganze Reihe kleinerer Kammergruppenveranstaltungen, Baustellen- und Bürobesichtigungen sowie mehrere interessante Exkursionen. Und selbstverständlich reagieren wir auf aktuelle Entwicklungen im Baugeschehen und in der Kommunal- oder Landespolitik.
Es lohnt sich, immer wieder einen Blick auf den Stuttgarter-Teil unserer Website zu werfen:
https://www.akbw.de/kammer/kammergruppen-und-kammerbezirke/kammerbezirk-stuttgart/stuttgart-die-fuenf-kammergruppen
Aktuelles finden Sie aber auch im Newsletter der AKBW und in unseren Auftritten in den sozialen Netzwerken:
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Wir freuen uns darauf, Sie bei einer unserer vielen Veranstaltungen zu treffen und wünschen Ihnen ein erfolgreiches, gesundes und friedliches Jahr 2026!
Thomas Herrmann, Sprecher der FÜNF Stuttgarter Kammergruppen, und die Vorsitzenden:
Gottfried Beck (Filder), Jan Endemann und Heike Schaefer (Nord), Jacob Kierig und Freimut Jacobi (Süd), Andreas Klingelhöfer (Mitte West), Thomas Schneider-Graf und Ulrike Beckmann-Morgenstern (Ost)
Mit mehr als 1.400 Besucherinnen und Besuchern drehte sich am 08.04.25 bei unserem Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung im ICS der Messe Stuttgart alles um neue Strategien für den Umgang mit Ressourcen.