Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Durch das „Bauen in Baugemeinschaften” erhielt der Wohnungsbau in den letzten fünfundzwanzig Jahren wichtige Impulse. Darüber hinaus ist mit Baugemeinschaften ein bemerkenswertes Modell der lebendigen und nachhaltigen Stadtentwicklung entstanden. Inzwischen laufen in vielen Städten vergleichbare Entwicklungen. Auch im ländlichen Raum und in Kleinstädten entstehen – insbesondere durch hohes Engagement von Bürgern – gemeinschaftliche Projekte.
Professionelle Leitung und Moderation des gesamten gemeinsamen Planungs- und Realisierungsprozesses und das spezifische Fachwissen der kommunalen Vertreter haben einen hohen Anteil am Erfolg der gemeinschaftlichen Projekte. Für Architekten und Akteure mit unterschiedlichen beruflichen Hintergrund wie beispielsweise Immobilienwirtschaft, Projektmanagement oder Kommunikation, bietet die Projektentwicklung und -steuerung von Baugemeinschaften ein attraktives Tätigkeitsfeld mit Zukunftsperspektiven.
Diese modular aufgebaute Seminarreihe bietet einen Einstieg in das Themenfeld und ermöglicht auch bereits in dem Bereich tätigen Personen, ihr Fachwissen zu vertiefen. Der Schwerpunkt innerhalb des Seminars ist auf Baugemeinschaften im Realeigentum gelegt. Buchbar ist die gesamte Seminarreihe oder das Modul 1 und 2 jeweils mit einer beschränkten Anzahl an Plätzen einzeln.
Termine:
Modul 1 – Grundlagen und Praxisbeispiele Fr., 03.07.2026 | 09:30 – 17:00 UhrFr., 17.07.2026 | 9:30 – 17:00 UhrModul 2 – Recht Fr., 02.10.2026 | 11.00 – 18:30 UhrModul 3 – Prozesse und StrukturenFr., 09.10.2026 | 11.00 – 18:30 UhrSa.,10.10.2026 | 09:30 –17:00 Uhr
VeranstaltungsortDie Module finden in Freiburg im Rathaus im Stühlinger, Fehrenbachallee 12 im Konferenzraum Schauinsland vom 03.07. bis 09.10.2026 statt. Der zweite Tag vom Modul 3 am 10.10.2026 findet im Architekturforum in der Guntramstraße 12 statt.
Inhalte
Modul 1 | Grundlagen und Praxisbeispiele – Projektablauf zur Realisierung Referent: Dipl.-Ing. Matthias Gütschow, Architekt, Tübingen
Gerade zu Beginn der Projektentwicklung werden durch Entscheidungen Rahmenbedingungen hergestellt, die später maßgeblich den Erfolg des Projektes bestimmen. Bei der Umsetzung mancher Baugemeinschaftsprojekte gleicht keine Wohnung in Grundriss und Ausstattung der anderen. Um diese Komplexität erfolgreich abwickeln zu können, wird ein Projektrahmen fixiert, innerhalb dessen entschieden werden kann. Die Planung und Realisierung erfordern insbesondere in den Bereichen des Innenausbaus und der Haustechnik eine strukturierte Vorgehensweise, die der geforderten Individualität und der notwendigen Kostenverrechnung gerecht wird. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden Möglichkeiten vorgestellt, Projekte erfolgreich zu entwickeln und zu realisieren.
Inhalte:
Modul 2 | Recht – Privat- und SteuerrechtReferent: Dipl.-Ing. Matthias Gütschow, Architekt, Tübingen; Dr. Natan Hogrebe, Rechtsanwalt und Notar, Berlin
Grundkenntnisse von juristischen und steuerlichen Fragestellungen sind bei der Projektumsetzung erforderlich. Im Überblick eines Projektablaufs von der Grundstücksreservierung bis zur Eigentumswohnung werden alle juristischen Themen vertiefend vorgestellt. Ein Schwerpunkt stellt das Thema Grunderwerbsteuer bei Baugemeinschaftsprojekten dar – in jüngster Vergangenheit hat es neue Fallbeispiele gegeben. Es ist vorgesehen, dass Fallbeispiele im Bereich Planung und Recht von Projektteilnehmern gemeinsam erörtert werden können.
Modul 3 | Prozesse und Strukturen – Erfolgreiche Beteiligung von NutzernReferent: Dipl.-Ing. Matthias Gütschow, Architekt, Tübingen; Dipl.-Ing. Timo Buff, Stuttgart; Dipl.-Ing. Thomas Sippel, Stuttgart
Jeder partizipative Kommunikationsprozess ist individuell und an die jeweilige Aufgabenstellung, an die Erwartungen der Akteure und die jeweiligen Gruppenstrukturen anzupassen. Die Rahmenbedingungen und die Spielregeln müssen definiert und transparent gemacht werden und ein erfolgreicher Dialog braucht einen klar strukturierten Rahmen. Dies gilt sowohl für städtebauliche Fragestellungen wie auch für die direkte Kommunikation innerhalb definierter Gruppen. Hierfür muss man die Grundlagen und Werkzeuge der Kommunikation und der Moderation beherrschen. Anhand von gemeinschaftlicher Arbeit in Praxisbeispielen wird zuvor Gelerntes anschaulich angewandt. Ausgehend von Erfahrungen aus der stadtplanerischen Ebene werden sowohl der Dialog in städtebaulichen Fragestellungen wie auch baugemeinschaftsspezifische Fragestellungen vorgestellt.
Förderung ESF-Plus FachkursförderungFür die Seminarreihe erhält das IFBau Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds Plus. Teilnehmende können eine Preisermäßigung in Höhe von 30%, bei 55+ von 70% erhalten, sofern bestimmte, personenbezogene Voraussetzungen erfüllt werden.Weitere Informationen erhalten Sie unter ESF-Fachkursförderung.
ESF-Förderung ist möglich.
Informationen zu Anmeldung, Teilnahmebeiträgen, Abmeldung und Programmänderung
Architekturgespräche 2026: Ein Thema. Drei Termine. Verschiedene Perspektiven. Zum Auftakt der Gesprächsreihe begrüßen wir Björn Rimner EM2N Architekten Zürich und Gesche Bengtsson etal. München.Donnerstag, 19. März 2026 | 19 - 21.30 Uhr