Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen.
Informationen für private und gewerbliche Bauherrinnen und Bauherren, Städte und Kommunen.
Beginn Stadtspaziergänge: 16:45 Uhr
Beginn Podiumsdiskussion: 19:15 Uhr
Am 04.05 sollen ab 16:45 Uhr zwei parallele Stadtspaziergänge in Stuttgart stattfinden, im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit Gästin:innen der Stadt sowie Uni Stuttgart statt. Links zur Anmeldung folgen in Kürze.
Anfragen können Sie gerne an den Kammerbezirk Stuttgart oder das Netzwerk Architektinnen richten.
Die Veranstaltung ist Teil der internationalen Jane’s Walk-Bewegung, die weltweit dazu einlädt, Städte gemeinsam zu Fuß zu erkunden und aus unterschiedlichen Perspektiven neu zu betrachten. Initiiert zu Ehren der Stadtaktivistin Jane Jacobs, steht das Format für niedrigschwelligen Austausch, lokale Expertise und aktive Teilhabe. Der Kammerbezirk Stuttgart beteiligt sich mit eigenen Stadtspaziergängen an diesem offenen Format und bringt damit Fragen der Planung, Gestaltung und Nutzung öffentlicher Räume in einen direkten Dialog mit den Erfahrungen der Stadtgesellschaft.
Die Stadtspaziergänge sollen unterschiedliche Perspektiven auf den urbanen Raum eröffnen. Gemeinsam erkunden wir ausgewählte Orte in Stuttgart und hinterfragen deren Zugänglichkeit, Nutzung und Wirkung im Alltag. Im Fokus stehen Fragen nach Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und Teilhabe: Wer fühlt sich hier angesprochen – und wer nicht? Die Spaziergänge bilden die Grundlage für die anschließende Diskussion. Die genauen Routen werden zeitnah bekannt gegeben.
Nach der gemeinsamen Ankunft im Haus der Architektinnen und Architekten greifen wir die Eindrücke aus den Spaziergängen auf: Welche Orte sind im Gedächtnis geblieben? Wie wurden sie erlebt? Und für wen sind diese Räume eigentlich zugänglich? Im Fokus steht die Frage, wie Stadt gestaltet wird – und wer darüber entscheidet. Über interaktive Formate wie Mentimeter und eine offene Ideensammlung werden Perspektiven aus dem Publikum direkt in die Diskussion eingebunden.
Im inhaltlichen Teil wird zunächst geklärt, was unter Feminismus verstanden werden kann – jenseits von Klischees und Abwehrreaktionen – und warum dieser Ansatz für Stadtplanung relevant ist. Beiträge von Vera Krimmer und Sarah Thiel beleuchten, wie gesellschaftliche Strukturen, Zugänge zu Ressourcen und alltägliche Nutzung von Stadträumen zusammenhängen. Dabei wird deutlich: Feministische Stadtplanung ist kein Nischenthema, sondern ein Ansatz, der darauf abzielt, Räume gerechter, inklusiver und lebenswerter für alle zu gestalten. Die anschließende offene Diskussion bietet Raum für Austausch, Widerspruch und neue Perspektiven.