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  • Michael Martin, Volker Schiek, Reiner Ruf, Johann Senner, Prof. Hubert Möhrle, Carmen Mundorff (v.l.n.r.)

    Schlussakord in Rechberghausen

    Michael Martin, Volker Schiek, Reiner Ruf, Johann Senner, Prof. Hubert Möhrle, Carmen Mundorff (v.l.n.r.)
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    Gartenschauen
    2009
    Kompetenzen bündeln

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    Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Gartenschau Mit dem Thema: „Rechberghausen blüht auf... Sommer-Blüten-Träume“ ging am 20. September die Gartenschau in Rechberghausen zu Ende. Aufgeblüht ist Rechberghausen tatsächlich. Mit doppelt so vielen Besuchern wie erwartet kann Bürgermeister Reiner Ruf einen großen Erfolg für seine Gemeinde verbuchen. Durch eine sehr gute Zusammenarbeit von Bürgern, Planern, Bürgermeister und der Fördergesellschaft für die Baden- Württembergischen Landesgartenschauen war es möglich, diese erfolgreiche Gartenschau zu organisieren und durchzuführen. Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat sich aktiv am Rahmenprogramm beteiligt und mit der Veranstaltung „Kompetenzen bündeln“ setzte sie ihren Schlussakkord in Rechberghausen. Vor dem Hintergrund, dass bis zum Spätherbst über die Vergabe der Landesgartenschauen und Grünprojekte 2015 bis 2025 entschieden wird und die ausrichtenden Gemeinden bis 2014 feststehen, bestand der Teilnehmerkreis von der Veranstaltung hauptsächlich aus Gemeindevertretern. Matthias Sickmann vom Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg appellierte in seinem Grußwort an die Gemeinden, die Gartenschauen als Chance und nicht als finanzielle Belastung wahrzunehmen. Reiner Ruf, Bürgermeister der Gemeinde Rechberghausen und Volker Schiek, Bürgermeister der Gemeinde Nordheim, konnten aus ihrem Erfahrungsschatz bei der erfolgreichen Durchführung von Grünprojekten berichten. Des Weiteren bereicherten Professor Hubert Möhrle, Vorsitzender der Fördergesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen und der Geschäftsführer der Landesgartenschau Villingen-Schwenningen, Michael Martin, die Gesprächsrunde mit ihren langjährigen Erfahrungen in Sachen Gartenschauen. Johann Senner konnte Einblicke aus planerischer Sicht einbringen.

    Nicht nur ein Fest für einen Sommer

    Im Gespräch wurde deutlich, dass das ehrenamtliche Engagement von Bürgern und Vereinen unerlässlich für den Erfolg einer Gartenschau sind. Nicht nur die passive Zustimmung zu der Durchführung des Projektes sei wichtig, sondern besonders die aktive Mitarbeit nach der Konzeptfindung, so Reiner Ruf. Grundlage bilde dabei eine langfristige Planung, die anhand von Machbarkeitsstudien eingeleitet werden könne. Volker Schiek sieht in der maßstabsgerechten und nachhaltigen Planung die Chance, nicht nur ein Fest für einen Sommer zu planen, sondern hochwertigen Außenraum zu gestalten. Ziel müsse es sein, Synergien in der Zusammenarbeit von Planern, Bürgern, Bürgermeistern und Geschäftsführern der Gartenschauen zu erreichen. Nur so könne eine hohe Qualität beim Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten gewährleistet werden. Es stand außer Frage, dass die Gartenschauen eine Initialzündung für die Gemeinden bedeuten kann: Die Identifikation der Bevölkerung wird gefördert, Infrastrukturen werden verbessert, Investitionen werden erhöht, der Tourismus wird belebt, die Lebensqualität wird erhöht und die Baukultur wird entscheidend beeinflusst. Mit Hilfe von weiteren Förderprogrammen können Gelder beantragt werden, die Begleitmaßnahmen wie zum Beispiel die Innenstadtsanierung tragen und so weitere positive Energie freisetzen. Die Fördergesellschaft und das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum unterstützen die Gemeinden im Vorhaben mit Wissen und Erfahrung. Professor Hubert Möhrle bestätigt, dass die Fördergesellschaft dabei behilflich ist, wie die Fördergelder am effektivsten eingesetzt werden können. Kontrovers wurde diskutiert, inwieweit die Förderrichtlinien an die neuen Entwicklungen der Gartenschau angepasst werden müssen und können. Johann Senner sieht eine deutliche Veränderung der Themen im Rahmen der Gartenschauen. Weg vom „Stadtpark“, hin zu Konversion, Dezentralität und den Zusammenschluss von Gemeinden. Michael Martin sieht hingegen die Gefahr darin, dass die Gartenschau plötzlich ein Allheilmittel für Gemeinden werden könnte. Zusammenhängende Grünflächen zu schaffen und die klare Abgrenzung vom Städtebau müssen seiner Meinung nach weiterhin im Vordergrund stehen. Wünschenswert sei ein weiteres Förderprogramm, das die städtebaulichen Aspekte einer Gemeinde berücksichtigt. Interessant war auch die Erörterung der Frage von Rudolf Kaufmann, Amtsleiter des Grünflächen- und Umweltamts Aalen, inwieweit das Konzept „Garten- und Landesgartenschau“ zukunftsträchtig sei. Im Hinblick auf eine europaweite Betrachtung sei die Umsetzung seiner Meinung nach nicht tragbar, da im Ausland die Überlegung – „eine Grünfläche wird umzäunt und zum Betreten werden Eintrittsgelder verlangt“ – doch vielfach belächelt wird. Bürgermeister Schiek sieht es aus einer anderen Perspektive: „Der Besucher ist erst zufrieden, wenn er Eintritt gezahlt hat“ und Michael Martin spricht sogar davon, dass unsere Partnerstädte uns um die Idee der Garten- und Landesgartenschauen beneiden. Außerdem sollte dieses Konzept, solange es positive Auswirkungen auf die Gemeinden hat, weiter aufrecht erhalten werden. Im Hinblick auf das 30-jährige Jubiläum der Gartenschauen im nächsten Jahr laufen die Vorbereitungen in Villingen-Schwenningen schon auf Hochtouren. Wir wünschen viel Erfolg und hoffen auf ein interessantes Rahmenprogramm, das wir gerne wieder aktiv mitgestalten.
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    • Landesgartenschauen und Grünprojekte Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH
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    Autorin: Ruth Rademacher / 03.05.2022

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